Türkei intensiviert Krieg gegen Kurden

Die türkische Luftwaffe hat die Intensität seiner Luftschläge gegen die kurdischen Guerilla-Einheiten der HPG im Norden der Autonomen Region Kurdistan (Südkurdistan/Başur) gesteigert. Unterdessen kommt es seitens der HPG zu weiteren Operationen gegen türkische Kräfte.

Wie kurdische Nachrichtenagenturen berichtet, hat die türkische Luftwaffe am Dienstag und Donnerstag Kräfte der HPG an der türkisch-irakischen Grenze angegriffen. Die Ziele richteten sich gegen die von der HPG kontrollierten „Medya-Verteidigungsgebiete“, die sich in der gebirgigen Region zwischen dem Irak und der Türkei befindet. Die HPG berichtet jedoch, dass es innerhalb ihrer Reihen keine Verluste gibt.

Die Luftschläge am Dienstagabend richteten sich gegen die Umgebung des Dorfes Segire, welche sich in dem Verwaltungsbezirk Dohuk befindet. Am Donnerstag kam es seitens der türkischen Luftwaffe zu zwei weiteren Angriffswellen. Die erste konzentrierte sich im Norden des Distriktes Soran und die zweite gegen das Heftanin-Gebiet bei Dohuk. Im Norden von Soran, im Dreiländereck Türkei, Iran und Irak, befindet sich das Gebiet Xakurke. Das Gebiet ist von strategischer Bedeutung, weshalb es dort vermehrt zu Kampfhandlungen kommt.

Die kurdische Guerilla erklärte am 23. August 2019 die Cenga-Heftanin-Offensive für begonnen, dessen Ziel es ist, die Bewegungsfreiheit der türkischen Kräfte in der Region massiv einzuschränken. Laut der HPG, wurden letzte Woche mehrere türkische Militärstützpunkte angegriffen, bei denen mindestens fünf türkische Soldaten ausgeschalten wurden. Dabei konnte die Guerilla Waffen und Munition erbeuten.



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Araber aus Idlib in Efrin angesiedelt

Die Türkei siedelt arabische Flüchtlinge in Efrin an und versucht somit die Demografie der Region zu ändern. Damit begeht die Türkei Menschenrechtsverletzungen und führt eine ethnische Säuberung in Efrin, wie auch in der Pufferzone in Rojava (Nordsyrien).

Seit einigen Wochen läuft die Militäroperation zur Eroberung von Idlib durch die Regimetruppen (SAA) und russischen Hilfstruppen. Um die Türkeiloyalen Kräften in Syrien zu schützen, werden Schritt für Schritt die jihadistischen Milizen mit ihren Familien aus Idlib nach Efrin transportiert und dort wieder angesiedelt. Die gesamte Region um Efrin ist betroffen. Lokale Medien berichten das die Umsiedlung nicht nur für die Stadt Efrin gilt, sondern auch kurdische Dörfer nach und nach arabisiert werden.

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So habe, nach der lokalen Nachrichtenplattform Afrinpost, die Al-Majd Legion (Jihadistische arabische Miliz aus Idlib) etwa 20 Familien im Dorf Dikieh angesiedelt. Die Häuser der deportierten Kurden wurden zwangsbesetzt. Die Anwohner des Dorfes und der Häuser wurden aus den eigenen Häusern geworfen. Die Human Rights Organisation berichtet, dass allein im Bulbul-Bezirk über 300 Familien angesiedelt wurden. Vorwiegend an der türkischen Grenze. Weitere 250 Familien wurden in den Dörfern des Mobata-Bezirks angesiedelt und weitere in anderen Bezirken in Efrin.

Die eigentlichen Besitzer der Häuser und Anwohner der Dörfer werden systematisch enteignet und den Geflüchteten Kurden in den Camps der Sheba-Ebene wird weiterhin die Rückkehr in ihre alte Heimat verwehrt.

Seit 2018 wird Efrin in einer Invasion durch die Türkei erobert wurde, leiden Kurden besonders stark unter der Willkür des türkischen Militärs und den jihadistischen Islamistenmilizen. Immer wieder kommt es zu Entführungen, Folter und Mord an Kurden aufgrund ihrer ethnischen Zugehörigkeit. Noch stärker sind ezidische Kurden betroffen die aufgrund ihrer Religion aus Efrin gedrängt werden und Feindbild der Islamisten sind.





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Jahresbilanz der kurdischen Widerstandseinheiten

Anfang des Jahres hat die Generalführung der Hezen Parastina Gel (HPG; deutsch: Volksverteidigungskräfte) eine Jahresbilanz für das vergangene Jahr 2019 veröffentlicht.

Der veröffentlichte Bericht zählt die ausgeführten Operationen der HPG und der türkischen Armee auf und zählt die Verluste auf beiden Seiten auf. Ebenfalls hat die Hezen Rizgariya Efrine (HRE; deutsch: Efrin Befreiungskräfte) ihren Jahresbericht veröffentlich und ebenfalls ihre Daten aufgezeigt.

Dem Bericht der HPG nach habe die Volksverteidigungskraft 339 Angriffe auf türkische Armee ausgeführt. Dabei seien 1220 türkische Soldaten, Polizisten und andere Militärbedienstete ausgeschalten worden. Davon seien 20 Ziele hochrangige Amtsinhaber gewesen. 266 weitere Besatzereinheiten wurden verwundet. Zudem sind 34 Militärfahrzeuge zerstört worden (Gepanzerte Fahrzeuge, militärische Fahrzeuge und Kampfpanzer) und 7 Helikopter sind stark beschädigt worden.
121 Operationen wurden ausgeführt, dessen Ausgang konnte aber leider nicht genau festgestellt werden.
Ebenfalls wird berichtet das 456 Guerilla im Kampf gegen die türkische Armee gefallen sind und weitere 6 sind festgenommen worden.

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In Beziehung dazu wurde auch angegeben das die türkische Armee 117 Flug- und Drohnenangriffe geflogen sei. Hinzu kommen 620 Angriffe durch Gunships. Gunship ist die spezielle Bezeichnung von Flugzeugen und Helikoptern, die extra für die Erdkampf- oder Luftnahunterstützung ausgerüstet sind.
Ebenfalls folgen noch 321 Angriffe mit Artillerie, Boden-Boden-Raketen und Kampfpanzern.

Im Vergleich dazu stehen die Zahlen der HRE die ihre Operationen in Efrin, der Shebaregion, in Tel-Rifaat, al-Bab, Azaz und Marae geführt haben. Zusammengefasst seien 252 Operationen ausgeführt worden bei denen 621 Terroristen und türkische Besatzersoldaten eliminiert wurden. Weitere 455 Terroristen und Besatzer sind verletzt worden und 6 HRE-Kämpfer sind im Kampf oder durch Luftschläge gefallen.
In den ausgeführten Operationen sind 55 feindliche Fahrzeuge der türkischen Armee zerstört worden. Darin inkludiert sind gepanzerte und militärische Fahrzeuge, Kampfpanzer und Transporter. Zahlreiche Waffen und Munition wurde sichergestellt durch die HRE.





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