Iran-Kommandant warnt vor „härterer Rache"

Der Kommandeur der iranischen Revolutionsgarde Abdollah Araghi hat die Vereinigten Staaten vor einem härteren Vergeltungsschlag gewarnt, nachdem Teheran amerikanische Streitkräfte, die in Stützpunkten im Irak und in der Region Kurdistan untergebracht sind, ins Visier genommen hat.
Die iranische Nachrichtenagentur Tasnim zitierte am Donnerstag den Oberbefehlshaber Abdollah Araghi mit den Worten, der Iran werde "bald härtere Rache" nehmen.


Die Kommentare kommen einen Tag, nachdem der Iran als Vergeltung für die Tötung des iranischen Generals Qassem Soleimani durch die USA, ein Sperrfeuer aus ballistischen Raketen auf Luftwaffenstützpunkte im Irak und in der Region Kurdistan abgefeuert hat.
Laut einer irakischen Militärerklärung wurden 22 ballistische Raketen auf dem Luftwaffenstützpunkt Ain al-Assad in der westlichen Anbar-Provinz gestartet, der amerikanische und Koalitionstruppen getroffen haben soll. Auch ist ein Stützpunkt in der kurdischen Hauptstadt Erbil (Hewler), unter Beschuss genommen worden.

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In der Erklärung heißt es, dass zwei der 17 Raketen in Ain al-Assad nicht gezündet wurden. Die fünf Raketen, die in Erbil gestartet wurden, zielten auf das Hauptquartier der US-geführten Koalition, fügte sie hinzu. Beide Angriffe hätten keine Verluste verursacht, sagte das Militär.
Der scheidende irakische Premierminister Adil Abdul Mahdi sei offenbar über die Raketenangriffe des Iran im Irak informiert worden, bevor sie stattfanden, sagte sein Sprecher am Mittwoch.

Der Iran hat die USA gewarnt, dass er Israel und die Vereinigten Arabischen Emirate ins Visier nehmen werde, falls ein Vergeltungsangriff auf iranischem Boden stattfinden sollte.
US-Präsident Donald Trump erklärte am Mittwoch, dass die iranischen Raketenangriffe, die auf zwei Stützpunkte zielten die US-Truppen beherbergen, nur begrenzten Schaden angerichtet hätten und er würde dementsprechend reagieren - nicht mit einem Militärschlag, sondern mit mehreren Wirtschaftssanktionen.





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Antwort der USA auf iranischen Raketenangriff

Auf der Pressekonferenz kündigte Trump heute an, dass die Raketenschläge des iranischen Regimes auf Militärstützpunkte im Irak nicht militärisch beantwortet werden. Stattdessen werde die USA weitere Wirtschaftssanktionen verhängen.

Gestern Nacht beantwortete das iranische Regime die Neutralisierung von Qassem Soleimani mit mehreren gezielten Raketenschlägen auf zwei Militärstützpunkte. Die Militärstützpunke Ain al-Assad in Anbar und einen weiteren nördlich von Erbil (Hewler) in der Autonomen Region Kurdistan. Ain al-Assad ist Militärflugplatz der irakischen Streitkräfte und wird ebenfalls der USA bereitgestellt, weswegen US-Soldaten ebenfalls dort stationiert sind. Zeitgleich zur Beerdigung von Qassem Soleimani im Iran, wurden die Raketenwellen auf ihre Ziele geschossen. Nach bisherigen Informationen gab es keine Todesopfer auf den Zielen. Die Raketen trafen lediglich Ausrüstungslager.
Amerikanische Helikopter kreisten gestern Nacht um Erbil (Hewler) und einige Jets flogen Aufklärung.

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Scheinbar ist zeitgleich zu dem iranischen Angriff auf die Militärbasen im Irak ein ukrainisches Passagierflugzeug abgestürzt. Die 170 Fluggäste kamen dabei alle ums Leben. Grund für den Absturz soll eine technische Störung gewesen sein. Das iranische Regime verweigert jedoch die Aushändigung der Blackbox, welche die Daten des Fliegers sammelt und wodurch man einen Einblick auf die Ursache bekommen kann. Experten gehen davon aus, dass der Absturz in Zusammenhang mit dem Angriff steht und es keine technische Störung im Flieger gab. Das Flugzeug überstand die technische Sicherheitsprüfung des Flughafens und per Funk gab es keinerlei Informationen die von den Piloten abgegeben wurden.

Zur Mittagszeit in Washington D.C. hat Präsident Trump eine Pressekonferenz zur letzten Nacht gegeben. Er erklärt das es zu keinem Todesopfer kam durch die Sicherheitsmaßnamen und die Alarmsysteme. Iran sei der Sponsor von Terrorismus und hochgefährlich für jede Nation. Weiterhin wird verkündet das bevor die Administration sich über weitere Schritte Gedanken macht, es sofortige Wirtschaftssanktionen verhängen wird. Auf die Details dieser Sanktionen wurde nicht näher eingegangen.
Die komplette Pressekonferenz könnt ihr hier sehen:







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