Autonome Region Kurdistan um 1 Milliarde Dollar bestohlen

Die Autonome Region Kurdistan ist nicht in der Lage eine Vielzahl von Firmen, welche fossile Brennstoffe in der Autonomen Region Kurdistan fördern zu bezahlen. Die Bezahlung dieser Firmen wurde zuvor bereits mehrfach aufgeschoben.
Es droht die totale Bankrotterklärung der Regierung und somit der Kollaps der Autonomen Region Kurdistan.

• Die Autonome Region Kurdistan hat eine Milliarde Dollar in einer libanesischen Bank hinterlegt.
• Die Bank ist in der Vergangenheit immer wieder durch unzureichende Liquidität negativ aufgefallen.
• Durch die Zahlungsunfähigkeit der libanesischen Bank hat die KRG eine Milliarde Dollar verloren


Die Autonome Region Kurdistan hat durch die Finanzkrise im Jahre 2016 dazu gelernt und entschied sich mindestens eine Milliarde Dollar in einer Bank zu hinterlegen. Dieses Geld sollte einzig und allein dazu genutzt werden, die Autonome Region Kurdistan in Krisenzeiten finanziell zu entlasten.
Von dieser Summe hätte die KRG drei Monate lang problemlos und ohne Einsparungen überleben können.

Es haben sich nun mehrere Erdöl Giganten zu Wort gemeldet und berichten davon, dass die Autonome Region Kurdistan zahlungsunfähig sei. Der norwegische Mineralöl Gigant DNO erklärte, das sie zu Letzt im Januar 2020 für den September Monat 2019 bezahlt wurden. Die Regierung der Autonomen Region Kurdistan ist also seit vier Monaten im Zahlungsverzug und das bei einem vergleichsweise kleinen Förderer. Es ist also nur abzuschätzen wie weit der Zahlungsverzug gegenüber größeren Mineralöl Förderern zurückliegt.

Diese neue Finanzkrise der Autonomen Region Kurdistan kann durch zukünftige Zahlungen nicht mehr ausgeglichen werden, da der Rohöl Preis seit drei Monaten um mehr als 50% gefallen ist. Dieser Preisverfall alleine, würde die KRG innerhalb weniger Monate in den sicheren Bankrott drängen. Die enorm hohe Verschuldung kommt also als Faktor dazu, der diesen Bankrott beschleunigen und härter ausfallen lassen wird.

Die Autonome Region Kurdistan braucht monatlich ein Budget von mindestens 300 Millionen Dollar, um die Region am Leben zu erhalten. Diese Summe wird normalerweise durch das monatliche „Budget“ der KRG gedeckt, welches durch das irakische Parlament festgesetzt wird. Das Budget ist Teil der irakischen Verfassung und kann nicht ausgesetzt werden.
Allerdings wurde dieses Budget durch Bagdad mehrfach ausgesetzt, da die Autonome Region Kurdistan sich dazu entschied Rohöl eigenständig zu verkaufen.
Obwohl der neugewählte Präsident der Autonomen Region Kurdistan Necirvan Barzani eine Einigung mit Bagdad erzielen konnte, konnte kein Budget festgesetzt werden, da das irakische Parlament aufgelöst wurde.



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Kirkuk: Schlag gegen irakische Wirtschaft

BP (ehemals bekannt als British Petroleum) zieht sich aus dem Kirkuk-Deal mit der irakischen Regierung raus. Damit endet der 100 Millionen $ Vertrag zwischen der Regierung und dem britischen Ölunternehmen ohne Einigung.

Der Beschluss folgt aufgrund der politischen Unruhen im Irak. Militärische Ausschreitungen, Spannungen zwischen der irakischen Zentralregierung und Regionalregierung Kurdistan über die Kirkuk-Region und die anhaltenden Proteste gegen die Korruption der Regierung, gaben dem Unternehmen den Anlass aus der Geschäftsbeziehung auszutreten.

Das Unternehmen unterzeichnete 2013 mit dem Irak den Vertrag zur Ölförderung aus dem Kirkuk Ölfeld. Untersuchungen zufolge könnte das Ölfeld die größte irakische Ölreserve sein. Mit 1,43 Billionen Liter plante die Regierung mit BP die Ölproduktion zu verdreifachen und damit die Leistung der Ölförderung in Kirkuk auf 160 Millionen Liter pro Tag zu erhöhen. Damit wäre Kirkuk für ein Fünftel der gesamtirakischen Produktion verantwortlich gewesen.

Nachdem 2014 die irakische Armee versagte und sich aus allen Teilen zurückzog und die kurdischen Peshmerga in die kurdischen Gebiete außerhalb der Autonomen Kurdistanregion für Schutz sorgten, wurde auch die Produktion mit BP außer Kraft gesetzt. Kurdische Behörden blockierten dem britischen Ölunternehmen den Einlass in die Region. Erst nach dem Referendum und dem Rückzug der Peshmergaeinheiten aus Kirkuk durch militärischen Druck, konnte die irakische Zentralregierung erneut die Zusammenarbeit mit BP fortsetzen.

Die Entscheidung von BP den Deal zu beenden trifft die irakische Wirtschaft stark. Die Instabilität des Landes und die anhaltenden Anti-Regierungsproteste haben ihre wirtschaftlichen Narben hinterlassen. Der größte Teil des irakischen Rohöls wird aus den Gebieten im Süden gefördert und durch den Golf exportiert. Die Regionalregierung Kurdistan fördert täglich mehr als 47 Millionen Liter und transportiert diese per Pipeline über die Türkei.



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