Irakischer Minister trifft Premierminister Barzani

Der Minister für Jugend und Sport im Irak reiste am Donnerstag nach Erbil (Hewler) um sich, im Rahmen der Bemühungen um eine Koordinierung der laufenden Sportaktivitäten die von der Bundes- und der Regionalregierung organisiert werden, mit hochrangigen Beamten in der Region Kurdistan zu unterhalten.

Der Premierminister der Region Kurdistan Masrour Barzani empfing Minister Ahmed al-Obeidi, der "über die Notwendigkeit einer weiteren Stärkung der Beziehungen, zwischen der Regionalregierung Kurdistans und der irakischen Bundesregierung, insbesondere im Bereich Jugend und Sport sprach", so eine Erklärung der KRG.

Barzani "vermittelte die Unterstützung der KRG für diesen Sektor und bekräftigte, dass die Zusammenarbeit im Sport, einschließlich der Teilnahme der Region Kurdistan an internationalen Veranstaltungen, nicht durch die politischen Auseinandersetzungen zwischen Erbil und Bagdad beeinträchtigt werden sollte".

Obeidi seinerseits "erweiterte die Bereitschaft seines Ministeriums, die Sportbeziehungen mit der Region Kurdistan zu stärken und mehr Aktivitäten unter Beteiligung der Region Kurdistan zu entwickeln".

Im Hauptquartier der Kurdischen Demokratischen Partei (KDP) in Erbil, war der KDP-Führer Masoud Barzani auch Gastgeber für Obeidi.

Laut einer anderen Erklärung dankte der Minister "Barzani für seine Bemühungen um die weitere Stärkung der Kultur des Zusammenlebens und der Toleranz zwischen den verschiedenen Ethnien und Minderheiten im Irak und in der Region Kurdistan".

Sie sprachen auch über die aktuelle politische Krise im Irak, die durch die seit Oktober wütenden Anti-Regierungs-Massendemonstrationen ausgelöst wurde, bei denen die Jugend des Landes eine Hauptrolle gespielt hat. Die beiden Funktionäre behaupteten beide, die Forderungen der jungen Protestierenden zu unterstützen und die notwendigen Schritte zu unternehmen, um die allgemeinen Bedingungen für die Jugend der Nation und für die Sportveranstaltungen zu verbessern. In wie fern diese Schritte aussehen sollen, wurde ausgelassen.



Rojava News steht vor dem Aus. Die Finanzierung der Seite kann nur durch Ihre Hilfe gewährleistet werden. Leider beteiligen sich zu wenige Leser am Erhalt der Seite und die privaten Mittel sind mittlerweile ausgeschöpft. Wir möchten nochmals die Kurd*innen, Kurdenfreunde und -interessierte darum bitte Rojava News zu Unterstützen. Der Erhalt der Seite kann nur durch Ihre Hilfe bewerkstelligt werden. Sie können uns durch eine monatliche Spende unterstützen. Jeder Euro hilft. Dazu können Sie auf den unteren Button klicken. Auch über eine einmalige Spende würden wir uns sehr freuen. Wir brauchen jede Unterstützung. Vielen Dank für Ihr Mitwirken. Ihr Rojava News – Team



Weitere Informationen zum Spendenaufruf finden Sie hier.

331 IS-Angehörige verhaftet

Sicherheitskräfte in der Autonomen Region Kurdistan haben 331 IS-Mitglieder und Angehörige verhaftet und sie den zuständigen Behörden im Irak übergeben.

Wie das Direktorium des kurdischen Polizeikräfte Asayish mitteilt, wurden in der Provinz Silemani hunderte untergetauchte IS-Mitglieder verhaftet. Von den 331 Verhafteten seien 280 Männer und 51 Frauen, die mit der Terrororganisation verstrickt sind. 46 der Festgenommenen waren Kurden.

Die Festnahmen wurden zwischen Dezember 2019 und Januar diesen Jahres durchgeführt. Unbestätigten Quellen zufolge sollen Waffen und Munition gesammelt worden sein für nicht bekannte Pläne.

Die kurdischen Polizeikräfte lieferten 36 der 331 Verhafteten an die irakischen Sicherheitskräfte aus. Diese seien direkt in den Strukturen und den Taten des IS zu ihrer Hochzeit involviert gewesen und erwarten ihren Prozess im Irak.

Seit dem territorialen Sieg über den IS werden immer wieder Razzien von Sicherheitskräften durchgeführt. Dabei sollen ehemalige oder aktuelle Mitglieder der Terrororganisation ausfindig gemacht und verhaftet werden. Besonders kurdische Sicherheitskräfte in Rojava (Nordsyrien) und Bashur (Autonome Region Kurdistan) sind effizient und professionell darin, Razzien gegen IS-Schläferzellen durchzuführen. Immer wieder arbeiten Koalitionsmitglieder mit kurdischen Kräften zusammen.
Erst vor wenigen Monaten wurde durch die Zusammenarbeit der SDF (von Kurden geführte Milizenallianz in Rojava) und der USA der Anführer der Terrororganisation IS Abu Bakr al-Baghdadi ausfindig gemacht und ausgeschalten.



Rojava News steht vor dem Aus. Die Finanzierung der Seite kann nur durch Ihre Hilfe gewährleistet werden. Leider beteiligen sich zu wenige Leser am Erhalt der Seite und die privaten Mittel sind mittlerweile ausgeschöpft. Wir möchten nochmals die Kurd*innen, Kurdenfreunde und -interessierte darum bitte Rojava News zu Unterstützen. Der Erhalt der Seite kann nur durch Ihre Hilfe bewerkstelligt werden. Sie können uns durch eine monatliche Spende unterstützen. Jeder Euro hilft. Dazu können Sie auf den unteren Button klicken. Auch über eine einmalige Spende würden wir uns sehr freuen. Wir brauchen jede Unterstützung. Vielen Dank für Ihr Mitwirken. Ihr Rojava News – Team



Weitere Informationen zum Spendenaufruf finden Sie hier.

Barzani trifft Trump in Davos

Der Präsident der Autonomen Region Kurdistan hat sich heute mit dem US-Präsidenten Donald Trump im Rahmen der Weltwirtschaftsforum (WEF = World Economic Forum) in Davos getroffen.

Die beiden Präsidenten sprachen sowohl über die Beziehungen beider Länder, als auch über die regionalen Konflikten im Mittleren Osten.
Der US-Präsident Donald Trump kommentierte das Gespräch zu aller erst und betonte wie toll es sei, den kurdischen Präsidenten endlich zu treffen und das beide schon seit längerem geplant hätten sich persönlich zu treffen. Trump folgte dem mit einigen Kommentaren über Rojava, Syrien.
„Wie ihr wisst, haben wir die syrische Grenze verlassen und das verhielt sich wunderbar mit der Türkei. Sie haben jetzt ihre so genannte Sicherheitszone…Aber viel wichtiger! Wie ihr wisst haben wir das Öl und wir haben Soldaten dagelassen für das Öl, weil wir das Öl genommen haben und daran arbeiten und wir haben es sehr gut gesichert.“
Trump bedankte sich auch bei Nechirvan Barzani dafür, dass es alles „So sicher wie möglich gemacht hat“. Abschließend erklärt er zu Syrien, dass man dem Islamischen Staat 100% seines Territoriums abgenommen habe.
Der US-Präsident beendete seinen Kommentar mit den Worten „Wir hatten eine großartige Beziehung, es ist toll sie hier zu haben.“

Nechirvan Barzani bedankte sich zuallererst bei Donald Trump für die Einladung der kurdischen Delegation zur Welt-Wirtschafts-Konferenz. Barzani ergänzt dazu „Wie sie bereits gesagt haben, haben wir seit längerem auf diesen Moment gewartet. Vielen Dank für ihre Führung und vielen Dank für ihre Unterstützung. Vielen Dank!.“
Nechirvan Barzani bedankte sich schlussendlich ein weiteres Mal, im Namen aller Kurden/Kurdinnen bei Trump.

Nechirvan Barzani wird sich in den kommenden Tagen ebenfalls mit dem UN-Generalsekretär Antonio Guterres und einer Vielzahl weiterer Staatsoberhäupter treffen. Eine Rede über den mittleren Osten wird Nechirvan Barzani auch halten.



Rojava News steht vor dem Aus. Die Finanzierung der Seite kann nur durch Ihre Hilfe gewährleistet werden. Leider beteiligen sich zu wenige Leser am Erhalt der Seite und die privaten Mittel sind mittlerweile ausgeschöpft. Wir möchten nochmals die Kurd*innen, Kurdenfreunde und -interessierte darum bitte Rojava News zu Unterstützen. Der Erhalt der Seite kann nur durch Ihre Hilfe bewerkstelligt werden. Sie können uns durch eine monatliche Spende unterstützen. Jeder Euro hilft. Dazu können Sie auf den unteren Button klicken. Auch über eine einmalige Spende würden wir uns sehr freuen. Wir brauchen jede Unterstützung. Vielen Dank für Ihr Mitwirken. Ihr Rojava News – Team



Weitere Informationen zum Spendenaufruf finden Sie hier.

Kirkuk: Schlag gegen irakische Wirtschaft

BP (ehemals bekannt als British Petroleum) zieht sich aus dem Kirkuk-Deal mit der irakischen Regierung raus. Damit endet der 100 Millionen $ Vertrag zwischen der Regierung und dem britischen Ölunternehmen ohne Einigung.

Der Beschluss folgt aufgrund der politischen Unruhen im Irak. Militärische Ausschreitungen, Spannungen zwischen der irakischen Zentralregierung und Regionalregierung Kurdistan über die Kirkuk-Region und die anhaltenden Proteste gegen die Korruption der Regierung, gaben dem Unternehmen den Anlass aus der Geschäftsbeziehung auszutreten.

Das Unternehmen unterzeichnete 2013 mit dem Irak den Vertrag zur Ölförderung aus dem Kirkuk Ölfeld. Untersuchungen zufolge könnte das Ölfeld die größte irakische Ölreserve sein. Mit 1,43 Billionen Liter plante die Regierung mit BP die Ölproduktion zu verdreifachen und damit die Leistung der Ölförderung in Kirkuk auf 160 Millionen Liter pro Tag zu erhöhen. Damit wäre Kirkuk für ein Fünftel der gesamtirakischen Produktion verantwortlich gewesen.

Nachdem 2014 die irakische Armee versagte und sich aus allen Teilen zurückzog und die kurdischen Peshmerga in die kurdischen Gebiete außerhalb der Autonomen Kurdistanregion für Schutz sorgten, wurde auch die Produktion mit BP außer Kraft gesetzt. Kurdische Behörden blockierten dem britischen Ölunternehmen den Einlass in die Region. Erst nach dem Referendum und dem Rückzug der Peshmergaeinheiten aus Kirkuk durch militärischen Druck, konnte die irakische Zentralregierung erneut die Zusammenarbeit mit BP fortsetzen.

Die Entscheidung von BP den Deal zu beenden trifft die irakische Wirtschaft stark. Die Instabilität des Landes und die anhaltenden Anti-Regierungsproteste haben ihre wirtschaftlichen Narben hinterlassen. Der größte Teil des irakischen Rohöls wird aus den Gebieten im Süden gefördert und durch den Golf exportiert. Die Regionalregierung Kurdistan fördert täglich mehr als 47 Millionen Liter und transportiert diese per Pipeline über die Türkei.



Rojava News steht vor dem Aus. Die Finanzierung der Seite kann nur durch Ihre Hilfe gewährleistet werden. Leider beteiligen sich zu wenige Leser am Erhalt der Seite und die privaten Mittel sind mittlerweile ausgeschöpft. Wir möchten nochmals die Kurd*innen, Kurdenfreunde und -interessierte darum bitte Rojava News zu Unterstützen. Der Erhalt der Seite kann nur durch Ihre Hilfe bewerkstelligt werden. Sie können uns durch eine monatliche Spende unterstützen. Jeder Euro hilft. Dazu können Sie auf den unteren Button klicken. Auch über eine einmalige Spende würden wir uns sehr freuen. Wir brauchen jede Unterstützung. Vielen Dank für Ihr Mitwirken. Ihr Rojava News – Team



Weitere Informationen zum Spendenaufruf finden Sie hier.

Südkorea entsendet Hilfsgüter nach Kurdistan

Der Innenminister der Regionalregierung Kurdistans Reber Ahmed, kündigte am Montag an, dass die Republik Korea Wintervorräte im Wert von rund 300.000 Dollar zur Unterstützung von Binnenvertriebenen und Flüchtlingen, die sich jetzt in der Region Kurdistan aufhalten, bereitstellen wird.

Innenminister Ahmed gab dies in einem Twitter-Post nach einem Treffen mit dem koreanischen Generalkonsul Choi Kwang-Jin in Erbil bekannt, wo ein Protokoll über die von Südkorea geleistete humanitäre Hilfe unterzeichnet wurde.
"Heute unterzeichnete der koreanische Generalkonsul Choi zusammen mit mir ein Protokoll über humanitäre Hilfsspenden der koreanischen Regierung.", hieß es in der Erklärung des Ministers auf Twitter. Ahmed sprach Südkorea ebenfalls seine Dankbarkeit aus und erklärte: "Dies ist eine Sachspende, die winterfeste Gegenstände im Wert von 300.000 Dollar für Vertriebene und Flüchtlinge in der Kurdistan-Region umfasst. Danke Korea".

Die südkoreanische Regierung hat seit dem Ausbruch der humanitären Krise, die durch den Aufstieg des so genannten islamischen Staates im Irak im Jahr 2014 ausgelöst wurde, weiterhin medizinische Hilfe zur Unterstützung der Binnenvertriebenen und Flüchtlinge in der Region Kurdistan geleistet.
Über eine Million Zivilisten, die in den letzten Jahren vor Gewalt und Instabilität aus ihrer Heimat geflohen sind, leben derzeit in der Region Kurdistan, wie die jüngsten offiziellen Zahlen der KRG zeigen.
Neben den irakischen Binnenvertriebenen beherbergt die KRG auch "242.944 syrische, 8.506 türkische, 10.812 iranische und 688 palästinensische Flüchtlinge", so ein Bericht des Gemeinsamen Krisenkoordinierungszentrums (JCC).

Die JCC ist Teil des Innenministeriums der KRG und hat die Aufgabe, alle Angelegenheiten im Zusammenhang mit dem Krisenmanagement und der Reaktion in der Region Kurdistan zu koordinieren.

Nach Jahren der Aufnahme von Menschen, die vor dem Konflikt geflohen sind, bleibt die Region Kurdistan ein sicherer Hafen für 1.050.317 Personen. Ihre Unterstützung kostet fast 1 Milliarde Dollar pro Jahr, obwohl dies einen Rückgang der Zahl der Vertriebenen im Vergleich zum Vorjahr und der für ihre Unterstützung erforderlichen Mittel bedeutet.
Im letzten Jahr zeigte der Bericht der KRG über den GBA, dass die Region Kurdistan insgesamt 1.509.373 Flüchtlinge und Vertriebene aufnahm, was fast 2 Milliarden Dollar kostete.



Rojava News steht vor dem Aus. Die Finanzierung der Seite kann nur durch Ihre Hilfe gewährleistet werden. Leider beteiligen sich zu wenige Leser am Erhalt der Seite und die privaten Mittel sind mittlerweile ausgeschöpft. Wir möchten nochmals die Kurd*innen, Kurdenfreunde und -interessierte darum bitte Rojava News zu Unterstützen. Der Erhalt der Seite kann nur durch Ihre Hilfe bewerkstelligt werden. Sie können uns durch eine monatliche Spende unterstützen. Jeder Euro hilft. Dazu können Sie auf den unteren Button klicken. Auch über eine einmalige Spende würden wir uns sehr freuen. Wir brauchen jede Unterstützung. Vielen Dank für Ihr Mitwirken. Ihr Rojava News – Team



Weitere Informationen zum Spendenaufruf finden Sie hier.

Nechirvan Barzani über Rojava, SDF und Syrien

Nechirvan Barzani erklärte in einem exklusiv Interview mit der Monitoring Website Al-Monitor, dass die syrischen Kurden ihre Beziehungen mit der Kurdischen Arbeiterpartei PKK beenden müssen.

Präsident Barzani erklärt „Prinzipiell glauben wir, dass die Frage nach den Kurden in Syrien innerhalb der syrischen Grenze gelöst werden muss. Natürlich glaube ich, dass Regime in Syrien muss den syrischen Kurden mehr entgegenkommen, als sie es jetzt bereits tun. Die Kurden in Syrien sind ein Teil Syriens.“
„Unsere Empfehlung in der Vergangenheit, der Gegenwart und der Zukunft ist es, dass die syrischen Kurden einen Weg finden, einen Deal mit der syrischen Regierung einzugehen.“ Barzani fügte dem hinzu „Die Baath-Mentalität des syrischen Regimes ist dabei die größte Hürde.“

Die syrischen Kurden befinden sich seit der Invasion der Türkei in Rojava, innerhalb Syriens in einer sehr schwachen Position. Grund dafür ist der Verrat der USA an der Autonomen Selbstverwaltung in Syrien (Rojava). Die USA hat innerhalb kürzester Zeit seinen Abzug aus Nordsyrien angekündigt und durchgeführt, und hat der Türkei das grüne Licht gegeben die syrischen Kurden anzugreifen und einen Teil Nordsyriens zu besetzen.
Die SDF musste das syrische Regime und seinen Partner Russland nach Nordsyrien einladen, um weitere Angriffe der türkischen Armee zu stoppen.

Die syrische Regierung hat diese Situation genutzt und hat gleichzeitig seine Forderungen an die Autonome Selbstverwaltung in Nordsyrien massiv gestärkt. Die syrische Regierung fordert, bei den von Russland geleiteten Gesprächen, die Wiedereingliederung Nordsyriens in das syrische System. Dabei soll alles auf den Vorkriegszustand 2012 gebracht werden.
Nechirvan Barzani erklärt dazu „Es muss eine Sicherung der Rechte der Kurden in der Verfassung existieren. Sie müssen freie Bürger sein, die frei darin sind Kurden zu sein.“

Obwohl Nechirvan Barzani der PYD und den anderen Fraktionen in Nordsyrien kritisch gegenüber steht, lobte der oberste Kommandeur der SDF Mazlum Abdi Kobane, den kurdischen Premierminister für seine Bemühungen den Konflikt zu schlichten.
Barzani habe der Autonomen Selbstverwaltung in Nordsyrien direkt gesagt, dass sie alle Beziehungen zur kurdischen Arbeiterpartei PKK kappen sollen. Er habe der Selbstverwaltung gesagt, dass sie alles unternehmen um die Türkei zu provozieren, wie beispielsweise das aufstellen von riesigen Portraits von Abdullah Öcalan (Gründer der PKK) oder das Aufhängen der Flagge der PKK.

Die Autonome Selbstverwaltung in Nordsyrien dementiert seine Beziehungen zur PKK. Nechirvan Barzani erklärt, man habe der Regierung dort bereits seit Jahren nahe gelegt, die türkischen Sorgen zu verstehen und ihnen Zusprüche zu machen. Als die SDF begann der Türkei Zusprüche zu machen, war es „wohl einfach zu spät.“



Rojava News steht vor dem Aus. Die Finanzierung der Seite kann nur durch Ihre Hilfe gewährleistet werden. Leider beteiligen sich zu wenige Leser am Erhalt der Seite und die privaten Mittel sind mittlerweile ausgeschöpft. Wir möchten nochmals die Kurd*innen, Kurdenfreunde und -interessierte darum bitte Rojava News zu Unterstützen. Der Erhalt der Seite kann nur durch Ihre Hilfe bewerkstelligt werden. Sie können uns durch eine monatliche Spende unterstützen. Jeder Euro hilft. Dazu können Sie auf den unteren Button klicken. Auch über eine einmalige Spende würden wir uns sehr freuen. Wir brauchen jede Unterstützung. Vielen Dank für Ihr Mitwirken. Ihr Rojava News – Team



Weitere Informationen zum Spendenaufruf finden Sie hier.

Türkei intensiviert Krieg gegen Kurden

Die türkische Luftwaffe hat die Intensität seiner Luftschläge gegen die kurdischen Guerilla-Einheiten der HPG im Norden der Autonomen Region Kurdistan (Südkurdistan/Başur) gesteigert. Unterdessen kommt es seitens der HPG zu weiteren Operationen gegen türkische Kräfte.

Wie kurdische Nachrichtenagenturen berichtet, hat die türkische Luftwaffe am Dienstag und Donnerstag Kräfte der HPG an der türkisch-irakischen Grenze angegriffen. Die Ziele richteten sich gegen die von der HPG kontrollierten „Medya-Verteidigungsgebiete“, die sich in der gebirgigen Region zwischen dem Irak und der Türkei befindet. Die HPG berichtet jedoch, dass es innerhalb ihrer Reihen keine Verluste gibt.

Die Luftschläge am Dienstagabend richteten sich gegen die Umgebung des Dorfes Segire, welche sich in dem Verwaltungsbezirk Dohuk befindet. Am Donnerstag kam es seitens der türkischen Luftwaffe zu zwei weiteren Angriffswellen. Die erste konzentrierte sich im Norden des Distriktes Soran und die zweite gegen das Heftanin-Gebiet bei Dohuk. Im Norden von Soran, im Dreiländereck Türkei, Iran und Irak, befindet sich das Gebiet Xakurke. Das Gebiet ist von strategischer Bedeutung, weshalb es dort vermehrt zu Kampfhandlungen kommt.

Die kurdische Guerilla erklärte am 23. August 2019 die Cenga-Heftanin-Offensive für begonnen, dessen Ziel es ist, die Bewegungsfreiheit der türkischen Kräfte in der Region massiv einzuschränken. Laut der HPG, wurden letzte Woche mehrere türkische Militärstützpunkte angegriffen, bei denen mindestens fünf türkische Soldaten ausgeschalten wurden. Dabei konnte die Guerilla Waffen und Munition erbeuten.



Rojava News steht vor dem Aus. Die Finanzierung der Seite kann nur durch Ihre Hilfe gewährleistet werden. Leider beteiligen sich zu wenige Leser am Erhalt der Seite und die privaten Mittel sind mittlerweile ausgeschöpft. Wir möchten nochmals die Kurd*innen, Kurdenfreunde und -interessierte darum bitte Rojava News zu Unterstützen. Der Erhalt der Seite kann nur durch Ihre Hilfe bewerkstelligt werden. Sie können uns durch eine monatliche Spende unterstützen. Jeder Euro hilft. Dazu können Sie auf den unteren Button klicken. Auch über eine einmalige Spende würden wir uns sehr freuen. Wir brauchen jede Unterstützung. Vielen Dank für Ihr Mitwirken. Ihr Rojava News – Team



Weitere Informationen zum Spendenaufruf finden Sie hier.

Türkische Produkte finanzieren Krieg gegen Kurden

Die Autonome Administration Nord- und Ostsyrien gibt den lokalen Geschäften Zeit ihre Produkte, die aus dem Import aus der Türkei kommen, zu verkaufen. Danach werden keine weiteren türkischen Produkte importiert.

Nachdem die Türkei im Oktober 2019 die Invasion auf Rojava startete und hunderte Menschen getötet wurden und weitere Hunderttausende vor den Invasoren fliehen mussten, startete eine Boykott-Kampagne gegen türkische Produkte. „Es startete in Bashur-Kurdistan schon vor der Invasion und wurde während des türkischen Angriffs immer stärker und größer. Auch hier in Rojava startete es letztendlich als eine Form des Protests, nach dem Beginn der Invasion auf Sere Kaniye und Gire Spi.“, erklärt Massoud Mohammad, Professor an der Rojava Universität und einer der Organisatoren des Boykotts in Rojava. Der Professor fügt hinzu „Wir haben tatsächlich etwas bewegendes und machtvolles in der kurzen Zeit geschaffen, dass der türkischen Wirtschaft einen Schlag versetzt.“
Viele seiner Studenten helfen Massoud Mohammad bei der lokalen Ausbreitung.

Nach seinen Untersuchungen exportiert die Türkei jährlich Güter im Wert von knapp 25 Milliarden US-Dollar in die kurdischen Regionen. „Ungefähr 60% davon sind nun verloren gegangen aufgrund des Boykotts.“ erklärt Mohammed und fügt hinzu „ Der Prozess findet nach wie vor statt. Immer mehr Menschen steigen mit ein. In Bashur-Kurdistan ist der Boykott stärker als in Rojava, weil sie Alternativen zum Import haben. Wir besitzen nicht viele Möglichkeiten um an bestimmte Güter und Waren zu kommen.“

Am Semalka-Grenzübergang zwischen Bashur und Rojava (Irak und Syrien) kommen die meisten Waren die gebraucht werden nach Rojava. Als Teil der Boykott-Initiative haben Mohammad und andere Organisatoren daran gearbeitet, die Administration in Rojava davon zu überzeugen die Wareneinfuhr aus der Türkei einzuschränken. Als Strategie ihrer Kampagne haben sie ebenfalls an Werbetafeln und Wänden Plakate angebracht die zeigen, wie türkische Produkte die Form von Waffen und Munition annehmen.

Mohsen Ali, Vorsitzender der Händlerunion Rojava und ein weiterer Organisator erzählt, dass „rund 70% der Waren in Geschäften aus der Türkei stammten. Lokale Geschäftsinhaber seien größtenteils Unterstützer der Boykott-Initiative. Ein weitere Schritt sei die Etablierung von Handelswegen nach Rojava aus Damaskus, Aleppo, Bashur-Kurdistan und Iran. Der Boykott hat uns eine Stimme gegeben.“ erklärt er. „Wir haben ein Stück Kontrolle erlangt.“



Rojava News steht vor dem Aus. Die Finanzierung der Seite kann nur durch Ihre Hilfe gewährleistet werden. Leider beteiligen sich zu wenige Leser am Erhalt der Seite und die privaten Mittel sind mittlerweile ausgeschöpft. Wir möchten nochmals die Kurd*innen, Kurdenfreunde und -interessierte darum bitte Rojava News zu Unterstützen. Der Erhalt der Seite kann nur durch Ihre Hilfe bewerkstelligt werden. Sie können uns durch eine monatliche Spende unterstützen. Jeder Euro hilft. Dazu können Sie auf den unteren Button klicken. Auch über eine einmalige Spende würden wir uns sehr freuen. Wir brauchen jede Unterstützung. Vielen Dank für Ihr Mitwirken. Ihr Rojava News – Team



Weitere Informationen zum Spendenaufruf finden Sie hier.

Subscribe to this RSS feed