KBAN lädt zur Abendveranstaltung in Berlin ein!

The Kurdish Business Association Network gründete sich 2017 in Oslo, Norwegen. KBAN vereint wirtschaftsinteressierte Studenten, Auszubildende und Akademiker aus der ganzen Welt um über die soziale, wirtschaftliche und ökologische Entwicklung in Kurdistan und den Kurd*innen der Diaspora zu vernetzen. Unser Ziel ist es, durch Bildung in diese Persönlichkeiten zu investieren und einen nachhaltigen Wachstum für Kurdistan zu garantieren.



Aktuell ist KBAN in der Autonomen Region Kurdistans und in drei weiteren Ländern aktiv in Europa, darunter gehören Deutschland, Norwegen und Schweden. KBAN ist eine gemeinnützige Organisation. Unsere Vision ist es die internationalen Beziehungen, als auch die inländischen Potenziale zu verstärken und zu optimieren, mit dem Fokus auf die Kommunikation, den Tourismus und die Investitionen. Des weiteren zielen wir darauf ab ein besseres Verständnis für die kurdische Kultur aus der sozio-ökonomischen Perspektive zu vermitteln. KBAN ist vielfältig aufgestellt mit den Kursen, Veranstaltungen, Podcasts, Projekten und unseren Bemühungen über die sozialen Netzwerke einen Überblick über die sozialen und kulturellen Ereignisse in Kurdistan, zu verschaffen.

Am 26. Oktober veranstaltet die KBAN von 17.00 bis 20.00 Uhr ihre erste Veranstaltung in Berlin an der Technischen Universität Berlin, um auf die unglaubliche Arbeit und das Empowerment aufmerksam zu machen, das Nordsyrien (Rojava) geleistet hat und die Auswirkungen der Frauenrevolution auf der Welt.
Angesichts der heutigen Situation in Rojava ist es sehr wichtig zu wissen, welche Entwicklung die Frauen in Rojava gemacht haben und warum die völkerrechtswidrige Invasion seitens der Türkei nicht nur ein Krieg gegen die kurdische Bevölkerung ist, sondern auch gegen die Ideologie einer gleichberechtigten, wirtschaftlichen und ökologischen Gesellschaft.

Die Überschrift des Abends lautet Jinwar. Jinwar ist ein Dorf in Rojava, indem nur Frauen leben. Trotz aller Hindernisse sind diese Frauen inmitten des Chaos, der Unterdrückung und des Missbrauchs ausgesetzt gewesen. Es gelang ihnen, ihr Leben in Jinwar fortzusetzen! Bei unserer Veranstaltung in Berlin geht es um diese mutigen Frauen und die Bedeutung der wirtschaftlichen Stärkung von Frauen im Nahen Osten.
Wenn die wirtschaftliche Autonomie von Frauen fehlt, sind sie einer erhöhten Gefährdung, einem erhöhten Risiko von Gewalt und Einschränkungen ausgesetzt, um über ihr eigenes Leben zu entscheiden. Wirtschaftliche Befähigung ist der Schlüssel für Frauen, um ihr eigenes Leben zu kontrollieren und um die Gleichstellung der Geschlechter im Nahen Osten zu erreichen. In Jinwar dreht sich alles darum, und wir möchten diese Botschaft durch Kunst, Seminare, Gedichte und Musik vermitteln.



Ebenfalls werden wir anregende Gespräche auf unserer Veranstaltung haben, sowie Live-Gedichte und Podiumsdiskussionen über die aktuelle Situation in Rojava und die Rolle der kurdischen Frauen, mit Schwerpunkt auf JINWAR.
Heyva Sor (Hilfsorganisation) hat bestätigt, dass die Lager auf ein kritisches Minimum reduziert sind und in Rojava nur äußerst begrenzte Unterstützung erhalten. Daher werden alle Ausgaben und Spenden der Veranstaltung direkt an das Kurdische Rote Kreuz und dessen Arbeit in Rojava (Nordsyrien) gespendet. Wir appellieren an alle Organisationen und Friedensleute, uns bei unserer Arbeit zu unterstützen, um die Zivilbevölkerung in diesem schrecklichen Krieg gegen die Menschlichkeit zu unterstützen, die Arbeit der Frauen in Rojava am Leben zu erhalten und das Bewusstsein für den unmenschlichen Krieg gegen die Zivilbevölkerung zu schärfen, der auf der Angst vor dem basiert eine neue aufstrebende Gesellschaft.

Veranstaltungstermin:
26.10.2019
17:00 Uhr
Technische Universität Berlin
Asta Gebäude Plenum
Straße des 17. Juni 135, 10623


Für weitere Informationen folgen Sie uns in den sozialen Medien oder kontaktieren Sie uns unter:

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Unterstützt Heyva Sor a Kurdistanê e.V.!

Über die Hilfsorganisation
Heyva Sor a Kurdistanê e.V. wurde im Jahre 1993 in Bochum / Deutschland gegründet. Seitdem ist der Verein mit seinen 190 deutschlandweit tätigen ehrenamtlichen Mitarbeitern Segen und Hoffnung für notleidende Menschen überall rund um Rojava, besonders wo Kriege geführt und Menschen vertrieben werden. Heyva a Sor a Kurdistanê ist eine wohltätige Institution und wird von der kurdischen Bevölkerung unterstützt.

Ihre Vision:
Zu den Grundprinzipien der Heyva a Sor Kurdistanê e.V. gehört unbedingte die Transparenz aller Mitarbeiter u.a. bei der Verteilung des Spendenaufkommens, damit die Hilfe für die Bedürftigen auch ankommt.

Ihre Mission:
Heyva Sor a Kurdistanê handelt nach folgenden Prinzipien:

1 -Linderung des Krieges in den betroffenen Orten.
2 - Hilfe und Aktivitäten in Katastrophengebieten.
3 - Linderung der Armut in vom Krieg gezeichneten Gebieten und weitere Aktivitäten.

Ihre Arbeitsprinzipien:

1 - Hilfsbedürftige unterstützen, Persönlichkeiten aufbauen, enttraumatisieren und Freundschaften pflegen zwischen Notleidenden und Helfern.
2 - Jedem Notleidenden helfen, ohne Ansehen der Person, Herkunft und Ethnie.
3 - Mit Fleiß, Engagement und Beharrlichkeit zum Ziel gelangen, so dass es am Ende allen besser geht.
4 - Darauf hinarbeiten, dass auch die notleidende Bevölkerung selbst Verantwortung an wichtiger Stelle übernehmen kann.
5 - Sensibel mit unseren zwischenmenschlichen Beziehungen umgehen. Schließlich sollen Beziehungen nicht zu Hindernissen und Schwierigkeiten, sondern zu gegenseitiger Achtung, Unterstützung und Hilfe führen.
6 - Hilfsaktionen zum Erfolg führen, sich immer seiner großen Aufgabe bewusst sein und Wege zum gegenseitigen Erfolg finden.
7 - Immer gute Beziehungen pflegen und für unsere Zielgruppe, die notleidende Bevölkerung da sein.
8 - Uneigennützig nach unseren Direktiven und ohne große Erwartungen handeln.
9 - Unser Handeln in unseren Projekten beispielhaft mit unseren Direktiven verbinden.

Falls ihr euch fragt was ihr tun könnt um den Menschen in Rojava bzw Nordsyrien zu helfen, dann habt ihr hier die Möglichkeit einer transparenten Hilfsorganisation zu spenden um ihnen die Arbeit zu ermöglichen, die sie tagtäglich dort leisten.

Bankdaten:
Heyva Sor a Kurdistanê e. V.
Wilhelmstr. 12
53840 Troisdorf, Deutschland

Kreissparkasse Köln

IBAN: DE 49 370 502 99 000 40 10 481
BIC/SWIFT: COKSDE33XXX

Spenden über Paypal

Webpage: www.heyvasor.com

St. Pauli Ultras fordern Rauswurf von Sahin

Die Fans des FC St. Pauli fordern den sofortigen Rauswurf des türkischen Spielers Cenk Sahin.

Der 25-jährige Mittelfeldspieler postete auf den sozialen Medien Inhalte zu dem türkischen Einmarsch in Nordsyrien. So schrieb er unter anderem auf Instagram: „Wir sind an der Seite unseres heldenhaften Militärs und den Armeen. Unsere Gebete sind mit euch!“. Das ganze versehrt mit einem Hashtag der auf die Militäroffensive hindeutet.

In einem offiziellen Statement auf deren Website schreiben die Ultras des Vereins:
„Für uns Ultras steht deshalb fest, dass Cenk Şahin nicht mehr im Trikot des FC Sankt Pauli aufläuft. Wir fordern den Verein auf, Cenk Şahin am heutigen Freitag, den 11. Oktober zu entlassen!“

Für das heutige Spiel von St. Pauli wurde der Türke nicht nominiert.

Der Verein veröffentliche eine Stellungnahme auf der Klub-Webseite:
„Der FC St. Pauli distanziert sich klar von dem Post und dem Inhalt, weil er mit den Werten des Vereins nicht vereinbar ist. Der Verein hat bereits mit dem Spieler gesprochen und arbeitet intern die Thematik auf. Solange die interne Aufarbeitung nicht abgeschlossen ist, wird sich der FC St. Pauli nicht weiter dazu äußern.“

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Erdogan fordert USA im Nahen Osten heraus

Zur Eröffnung der Generalversammlung der Vereinten Nationen schoss Erdogan mit scharfen Worten gegen die USA bezüglich der Situationen in Nordost Syrien und Israel.

Noch am Samstag vor seiner Abreise in die USA erklärte Erdogan öffentlich, dass er sich mit US-Präsident Donald Trump in New York treffen werde. Erdogan sagte, er wolle vor allem über Syrien und die “Unterstützung von terroristischen Organisationen durch die USA” diskutieren. Als terroristische Organisation ist die YPG/YPJ gemeint, welche das Rückgrat der Demokratischen Kräfte Syriens (SDF) bilden und gemeinsam mit der Anti-IS-Koalition den Islamischen Staat besiegten.
Zu einem Treffen mit Trump sollte es jedoch nie kommen. Auf der Terminliste des Präsidenten, welches durch das Weiße Haus öffentlich zu betrachten ist, wurde kein Treffen mit dem türkischen Präsidenten aufgelistet. Damit ist sicher, dass Erdogan während seines Aufenthalts in New York nicht die Chance haben wird sich mit Trump zu treffen.
Trump hatte jedoch Termine mit dem kurdischen Staatspräsidenten des Iraks Barham Salih und dem ägyptischen Präsidenten Abdel Fattah el-Sisi. Wie verschiedene Medien berichten, habe Erdogan seinen Frust über Trumps treffen mit el-Sisi und Barham Salih verdeutlicht.

Traditionell hat der türkische Präsident, wie jedes Jahr auf der Generalversammlung der UN, die kurdische Volksverteidigungseinheit in Nordsyrien (YPG), welche das Militärbündnis der Demokratischen Kräfte Syriens leiten und die Hauptpartner der USA im Konflikt gegen den Islamischen Staat sind, denunziert und sie diesmal sogar mit dem Islamischen Staat selbst gleichgestellt. Ebenfalls wurde wieder klargestellt das die YPG der syrische Ableger der PKK ist, welche in der Türkei, den meisten europäischen Staaten und den USA als Terrororganisation gelten.
Vor der Staatengemeinschaft forderte Erdogan die “Eliminierung der terroristischen PKK-YPG-Strukturen östlich des Euphrates” und erklärte ,,Wir beabsichtigen die Schaffung eines Friedenskorridors die 30 km tief und 480 km lang sein soll um die über 2 Millionen Geflüchteten Syrer dort anzusiedeln die derzeit in der Türkei leben. Erdogan schlug sogar eine Expansion des Korridors nach Süden vor um die restlichen 3 Millionen Syrer die in Europa untergebracht sind dort anzusiedeln.



"Wie wir in dieser Angelegenheit festgestellt haben, haben wir bereits die notwendigen Vorbereitungen getroffen.", erklärte Erdogan und deutet darauf hin, dass er zum Alleingang bereit sei, wenn seine Forderungen nicht unterstützt würden.

Als Reaktion auf Erdogans Rede betonte Riad Derrar, Ko-Vorsitzender des Demokratischen Rates Syriens (Syrian Democratic Council = SDC), dass die Türkei versucht Europa zu erpressen.
Darüber hinaus erklärte Derrar, dass das Engagement der Türkei für die Ansiedlung der Geflüchteten unnötig sei. "Wir (die Selbstverwaltung im Nordosten Syriens) können Syrer, die ursprünglich aus dem Gebiet östlich des Euphrats stammen, ohne Bedingungen zurücknehmen.", während "Syrer aus anderen Regionen unter bestimmten Bedingungen kommen können, bis eine friedliche Lösung erreicht ist."
Derrar fügte hinzu, dass die SDC die türkischen Bedrohungen ernst nehme, auch wenn bis dato die US-Präsenz in der Region "die Türkei bisher von einer weiteren Eskalation oder Invasion abgehalten hat".

Ebenso schoss Erdogan gegen Israel und forderte zur Rückkehr der “wahren israelischen Grenzen” von 1967 bevor die arabische Koalition im Sechs-Tage-Krieg gegen Israel verlor. Die Arabische Koalition, angeführt durch den ägyptischen Präsidenten Gamal Abdul Nasser mobilisierte ihre Streitkräfte um Israel den Krieg zu erklären, jedoch vollzog Israel einen Präventivschlag und besiegte die arabischen Armeen in sechs Tagen. Israel eroberte die Sinai-Halbinsel, des Westbank und die Golanhöhen und bat den Staaten an, die Territorien zurückzugeben für Frieden. Die arabischen Nationen antworteten mit den immer noch stark herrschenden Aversion: Kein Frieden, keine Anerkennung und keine Verhandlungen.



Experten erklären, dass Erdogan versucht die arabischen Nationen für sich zu gewinnen. Vor allem die Palästinenser, die durch ihren Wunsch eines eigenen Staates jede Nation und Stimme gutheißen die für ihre Interessen einstehen, werden durch Erdogan angezogen. Dabei sind sich Experten einig, dass die Sympathien Erdogan für die Palästinenser kalkuliert sind um den eigenen Bestrebungen gegen die Kurden in Syrien voranzubringen.

Dr. Aykan Erdemir, ehemaliges Mitglied des türkischen Parlaments und Langzeitmitglied der Foundation for Defense of Democracies, erklärt: “Erdogan ist für seine Stunts auf internationalen Plattformen bekannt und seine aggressiven Forderungen und Drohungen haben sich oft genug als Aufführungen für seine Loyalisten Zuhause in der Türkei oder Islamisten auf der ganzen Welt enttarnt.”
Erdemir verdeutlicht das die Werbung für einen palästinensischen Staat einen eher praktischen Nutzen hat, während seine Stand in Syrien weitreichende Folgen haben könnte die ihn darin resultieren, dass Erdogan durch sein Vorhaben die Geflüchteten Syrer in der Türkei zurückzuschicken ihn in der nächsten Wahl zu Sieg verhelfen wird und das Nordsyrien durch eine demographische Veränderung die kurdische Mehrheit zu einer Minderheit kann.

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Türkeis Kampf gegen Journalisten

Ziya Ataman, ein Reporter der pro-kurdischen DIHA-Nachrichtenagentur, wurde mit 14 Jahren und zwei Monaten wegen angeblicher Mitgliedschaft in einer terroristischen Organisation, verurteilt. Inklusive einer langen Untersuchungshaft hat Ataman bereits drei Jahre in einem Hochsicherheitsgefängnis in der südöstlichen Stadt Van verbracht. In dieser Zeit verschlechterte sich auch sein Gesundheitszustand.

Der Fall passt zu einem Muster der Strafverfolgung, mit dem zahlreiche kurdische und pro-kurdische Journalisten eingeschüchtert werden sollen, die für Einrichtungen arbeiten, die mit dem jahrzehntelangen Kampf der Kurden für sprachliche und politische Rechte assoziiert werden. Ataman wurde unter dem Verdacht festgenommen, an einem Raketenangriff gegen türkische Sicherheitskräfte zusammen mit PK*-Rebellen in der Stadt Beytusebap im Jahr 2015 teilgenommen zu haben. Ein Zeuge behaupteten, Ataman an dem Angriff beteiligt gesehen zu haben. Er tat dies heute vor Gericht erneut und sagte, Polizisten hätten es ihm unter Zwang, einschließlich Folter, entzogen. Das andere Beweisstück war ein Notizbuch eines getöteten PK*-Mitglieds zu seiner Person. Die Staatsanwaltschaft teilte mit, dass sie die persönlichen Daten von Ataman enthielt, darunter sein Geburtsdatum, seine Privatadresse und den Namen seiner Mutter.

Zelal Dogan, die Anwältin des Angeklagten, sagte: „Es ist inzwischen für alle offensichtlich, dass Ataman nichts mit dem Raketenangriff zu tun hatte. Die Staatsanwaltschaft beschloss, ihn zu 14 Jahren Haft zu verurteilen, da er angeblich ein PK*-Mitglied ist."

Frederike Geerdink ist eine niederländische freie Journalistin, die ein Jahr bei der PK* in den Bergen des irakischen Kurdistan verbracht und ein Buch mit dem Titel „Dieses Feuer stirbt nie: Ein Jahr in der PK*“ verfasst hat. "Einer von ihnen sagte, sie habe in ihrem Tagebuch über mich geschrieben. Es ist also vorstellbar, dass andere, die Ataman während ihrer beruflichen Tätigkeit als Reporter begegneten, sich mit ihm trafen und Informationen über ihn aufzeichneten."
In einer weiteren Wendung wurden sowohl der Staatsanwalt als auch der Richter, der die Verhaftung von Ataman angeordnet hatte, mit der Begründung entlassen, dass sie mit Fethullah Gülen in Verbindung standen. Dogan sagte, ihr Anwaltsteam werde gegen Atamans Urteil Berufung bei einem Berufungsgericht einlegen, bevor es notfalls vor das Verfassungsgericht gebracht werde.

In einem anderen Fall, der in der kurdischen Stadt Amed (Diyarbakir) verhandelt wurde, entschied ein örtliches Gericht, die Journalistin Kibriye Evren hinter Gittern zu halten. Die Reporterin arbeitete für die kurdische Nachrichtenagentur Jin, die ausschließlich aus Frauen besteht. Sie wurde ebenfalls nach dem Putschversuch verhaftet und wird wie Ataman der Mitgliedschaft in der PK* beschuldigt. Sie wurde im Oktober letzten Jahres festgenommen. Die Staatsanwaltschaft fordert, dass sie für 20 Jahre eingesperrt wird. Evrens Anwälte sagen, dass die Beweise gegen Evren Social-Media-Posts und ein Foto von ihr wie sie an einem Picknick teilnimmt beweisen, dass sie ein Guerilla-Training absolviert hat. Das Zeugnis von geheimen Zeugen wird ebenfalls berücksichtigt.
Evren sagte der Anwältin Ulku Sahin von der Journalistenvereinigung der Türkei, dass sie in ihren Gefängnismahlzeiten Mäuse und Glassplitter gefunden habe und keine Briefe schreiben oder an einem geplanten Buch arbeiten könne, da Schreibwaren nicht in das Diyarbakir-Gefängnis geliefert werden in dem sie sich befinde.
Gestern während ihrer siebten Anhörung sagte Evren: „Die Presse wird mit diesem Prozess gefesselt. Wenn die Presse gefesselt ist, kann Demokratie nicht funktionieren.“

Ihr Prozess wird am 12. November fortgesetzt. Die Media and Law Studies Association, eine gemeinnützige Organisation, die inhaftierten Journalisten unentgeltliche Dienste anbietet und ihre Fälle überwacht, teilte auf Twitter Informationen über 12 weitere türkische Journalisten mit, die heute vor Gerichten im ganzen Land erschienen sind.

Die türkische Journalistengewerkschaft gab in ihrem im Mai veröffentlichten Jahresbericht bekannt, dass 74 türkische Journalisten im Berichtsjahr zu insgesamt 256 Jahren Haft verurteilt wurden. Laut Angaben der Behörde befinden sich derzeit mindestens 126 Journalisten im Gefängnis.

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Niederlande lehnt Untersuchungen zu IS-Türkei Verbindungen ab

Nachdem ein Bericht des Rojava Information Center 40 Soldaten des Islamischen Staates in den Rängen der Freien Syrischen Armee identifizieren konnte, stellte ein Abgeordneter einen Antrag auf eine Untersuchung der Beziehungen zwischen der Türkei und dem Islamischen Staat.

Der niederländische Außenminister Stef Blok erklärte am Mittwoch, seine Regierung werde sich nicht für eine NATO-Untersuchung zu möglichen Verbindungen der Türkei zum Islamischen Staat einsetzen. Dieser Erklärung geht eine Anfrage des niederländischen Abgeordneten Raymond de Roon voraus, in der er die Regierung dazu auffordert zu klären, ob die Türkei ehemalige Mitglieder des Islamischen Staates angeworben, ausgebildet und bewaffnet habe.
Raymond de Roon stellte diese Anfrage, nachdem das Rojava Information Center (RIC) einen Bericht veröffentlichte, der 40 Soldaten der von der Türkei unterstützten Freien Syrischen Armee in Afrin, als ehemalige IS Soldaten identifiziert.

In einer schriftlichen Erklärung betont der niederländische Außenminister Stef Blok „Die Türkei ist und bleibt ein wichtiger Partner im Kampf gegen den IS. Die Türkei ist ernsthaft vom ISIS-Terrorismus betroffen und geht dagegen vor.“
Die Niederlande werde sich deshalb nicht für eine Untersuchung zu den Verbindungen zwischen der Türkei und dem Islamischen Staat aussprechen. Die niederländische Regierung betonte außerdem, dass die NATO-Mitgliedschaft der Türkei nicht in Frage gestellt wird.

Das niederländische Außenministerium erklärt die Identifizierung der 40 IS-Soldaten durch „dynamische Faktoren im syrischen Bürgerkrieg“ die „pragmatische oder finanzielle Gründe“ hervorrufen können, die dazu führen das Soldaten des Islamischen Staates „ideologisch entgegengesetzten Fraktionen beitreten“.
Das niederländische Außenministerium erklärt zeitgleich seine Ansicht, dass die von der Türkei geführte Freie Syrische Armee, das ideologische Gegenteil vom Islamischen Staat ist. Dabei sind sich Experte einig das die Ideologische Brandbeite der FSA und des IS sich in nur wenigen Punkten unterscheidet, sie jedoch die gleiche Auffassung einer Gesellschaftsform und Regierungsform gekoppelt an dem Islam haben.

Der niederländische Abgeordnete de Roon äußerte jedoch sein Bedenken, dass die Türkei den Soldaten des Islamischen Staates, innerhalb der Freien Syrischen Armee eine Art „Sicherheitszone“ bieten könnte.
Die in Syrien lebende Forscherin Chloe Troadec erklärte zunächst, sie sei erfreut zu sehen, dass ihr Bericht "Identifizierung von 40 ehemaligen ISIS-Mitgliedern, die jetzt zu den von der Türkei unterstützten Dschihadisten in Afrin gehören" auf parlamentarischer Ebene wahrgenommen wurde. Sie erklärte daraufhin, dass die Antworten von Herrn Blok in mehreren Punkten „Mangelhaft“ sind.
„Erstens sagt Herr Blok, dass diese Gruppen die `ideologischen Gegner´ des IS sind. In der Realität sind die Gruppen wie die Jaysh-al-Islam und die Ahrar-al-Sham, die die Hauptkomponente der von der Türkei bewaffneten, finanzierten und kontrollierten Streitkräfte bilden und Afrin besetzen, ideologisch nicht vom Islamischen Staat zu unterscheiden sind.“
Chloe Troadec verwies auch auf einen am Donnerstag veröffentlichten UN-Bericht, der zeigt, dass diese Fraktionen für Kriegsverbrechen und die Durchsetzung einer extremistischen, gewaltsamen und frauenfeindlichen Auslegung des Scharia-Gesetzes verantwortlich sind. Sie verwies ebenfalls darauf, dass die Niederländer einer der größten europäischen Investoren in der Türkei sind und am 11. September ein gemeinsames Treffen der beiden Länder zum Thema Handel stattfand.
„Solange diese finanziell lukrativen Beziehungen bestehen, ist es unwahrscheinlich, dass die niederländische oder eine andere europäische Regierung ernsthaft gegen die Türkei als wichtigster staatlicher Sponsor von Terror in der Region, vorgehen wird“.
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„Kirkuk ist Kurdistan“ - Die vereinigte Front für die Provinzwahlen Kirkuks

In Kirkuk hat sich am Montag den 09.09.2019 eine vereinigte Front für die anstehenden Wahlen formiert, die aus mehreren kurdischen Parteien besteht. Die kurdischen Parteien und ihre Kandidaten werden alle unter der Liste „Kirkuk ist Kurdistan“ aufgeführt.

Diese Ankündigung folgte auf ein großes Treffen mehrerer kurdischer Parteien in Kirkuk. Die KDP nahm als einzige Partei an diesem Treffen nicht teil. Die KDP ließ jedoch später über ein Statement ihre Unterstützung für die vereinigte Front verkünden, ließ allerdings die Frage offen ob sie Teil der gemeinsamen Liste werden. Die Patriotische Partei Kurdistans (PUK), die Partei für Wandel (Goran), die Partei „Neue Bewegung“ (Naway Nwe), die Islamische Partei Kurdistans und eine vielzahl kleinerer kurdischer Parteien werden ihre Kandidaten über diese Liste aufstellen lassen.
Zum jetzigen Zeitpunkt ist es unklar wann die Wahlen stattfinden werden. Die irakische Regierung hat die Wahlkommission mit einer Wahl im April 2020 beauftragt, allerdings wurde dieser Termin bereits mehrere male verschoben und storniert, da die irakische Regierung die Sicherheit der Bürger und freie Wahlen nicht gewährleisten kann.

Seitdem die irakische Regierung die Kontrolle über Kirkuk übernommen hat, berichten die Bürger Kirkuks von einer massiven Verschlechterung der Lage. Besonders die kurdischen Bürger fühlen sich massiv bedrängt von einer neuen Arabisierungspolitik des Iraks, bei der Kurden enteignet werden und ihr Land an arabische Siedler aus dem Süden des Iraks überschrieben wird. Kurdische Aktivisten melden das der Irak bereits mehr als 39.000 arabische Siedler in Kirkuk angesiedelt hat und ihnen auch Ausweise für die Provinz Kirkuk ausgestellt hat, was ihnen das Recht zum wählen gibt. Der vorherige kurdische Gouverneur von Kirkuk, Najmadin Karim, wurde vom irakischen Staat abgesetzt und durch den Araber Rakan Saeed al-Jabouri ersetzt.
Wie Rojava News berichtete, erheben Parteien und Einzelpersonen schwere Vorwürfe gegen den amtierenden Gouverneur. Al-Jobouri wird als Anti-Kurdicher Rassist bezeichnet und beschuldigt Gelder aus der Staatskasse Kirkuk veruntreut zu haben. Zuletzt stand er vor Gericht wegen diesem Korruptionsskandal.
Diese Form der Politik ist den Kurden noch aus Zeiten der BAATH-Regierung unter Saddam Hussein bekannt. Sie dient dazu, die Demographie in der Provinz zu verändern und kurdische Ansprüche auf die Stadt zum erlöschen zu bringen. Die Liste „Kirkuk ist Kurdistan“ ist die Antwort auf diese Politik und dient dazu Parteistreitigkeiten beiseite zu legen, um gemeinsam für die Rechte der Kurden zu kämpfen.

Die kurdische Provinzhauptstadt Kirkuk wurde nach dem Zusammenbruch des irakischen Staates 2014, von kurdischen Sicherheitskräften geschützt und verwaltet. Als der kurdische Parteiführer der KDP Massud Barzani im Jahre 2017 ein Unabhängigkeitsreferendum durchführte, brachen Kämpfe um die Stadt aus und die Regierung der Autonomen Region Kurdistan zog sich aus Kirkuk zurück.

Kirkuk wird heute von einer Koalition aus Peshmerga Truppen und Soldaten der irakischen Armee beschützt, nachdem die irakischen Sicherheitskräfte die Bürger der Stadt nicht ausreichend schützen konnten und die lokalen Einwohner nach der Expertise der Peshmerga baten.

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USA und Türkei führen erste Patrouillen in Rojava durch

Amerikanische und türkische Streitkräfte haben am Sonntag in Abstimmung mit den Demokratischen Kräften Syriens (Syrian Democratic Forces; kurz: SDF) gemeinsame Patrouillen im Nordosten Syriens gestartet.

Der Ko-Vorsitzende des Tal Abyad-Militärrats Riad Khamis, teilte mit, dass die gemeinsamen Patrouillen der US-amerikanischen und türkischen Streitkräften, in Abstimmung mit dem Militärrat von Tal Abyad stattfinden und durchgeführt werden. Die erste Patrouille bestand aus sechs US-amerikanischen und sechs türkischen Militärfahrzeugen, sowie mehreren türkischen und US-amerikanischen Hubschraubern. Patrouilliert wurde in den Dörfern Hashisha und Guilan, etwa 30 Kilometer östlich von Girê Spi (Tal Abyad).
Riad Khamis, wies darauf hin, dass der Militärrat von Tal Abyad die Kontrolle über die Gebiete übernommen hat, aus denen sich die SDF und die YPG zurückgezogen hatten, um das entstandene Sicherheitsvakuum zu füllen.

Die gemeinsamen Patrouillen sind Teil eines vereinbarten Sicherheitsplans zwischen Washington und Ankara zum angeblichen Schutz der türkischen Südgrenze. Dabei geht es der Türkei laut Nahostexperten vor allem darum jegliche kurdische Autonomiebestrebungen zu vernichten. Die Türkei hatte immer wieder mit einer Invasion in die von den Kurden besiedelten Gebiete Nordsyriens gedroht.

Ankara betrachtet die kurdischen Volksverteidigungseinheiten (YPG) als den syrischen Ableger, der in der Türkei verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK und stuft sie daher als bisher einziger Staat der Welt als Terrororganisation ein.

Für den Westen ist die YPG ein unverzichtbarer Partner im Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat. Die YPG bildet das Rückgrat der SDF, einem multiethnischen Militärbündnis in Nordsyrien.

Editiert von Passar Hariky

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