Irak fordert Türkei auf Bombardierungen einzustellen und Truppen abzuziehen

Ankara startete am Sonntag und Dienstag zwei getrennte Operationen in der Autonomen Region Kurdistan im Nordirak gegen die Kurdische Arbeiterpartei PKK. Erklärt werden die Operationen als Reaktion auf die vermehrten militanten Angriffe auf türkische Armeestützpunkte entlang der Grenze zwischen den Ländern.

- Türkei bombardiert Shingal und Geflüchtetencamps in Südkurdistan
- Vernichtende Niederlage in Haftanin
- Türkei will die Offensive fortsetzen


Am Donnerstag teilte das Verteidigungsministerium mit, dass die türkischen Streitkräfte im Rahmen der "Claw-Tiger-Operation" in der Region Haftanin mehr als 500 PKK-Ziele mit F-16-Jets, Drohnen und Haubitzen, getroffen hätten.

Ein hochrangiger türkischer Beamter, der um Anonymität bat, sagte, Ankara habe die Operationen nach Gesprächen mit den irakischen Behörden begonnen, um seine Grenze von Militanten zu befreien und die Kräfte, Routen und logistischen Fähigkeiten der PKK ins Visier zu nehmen.
"Es ist geplant, vorübergehende Stützpunktgebiete einzurichten, um zu verhindern, dass die geräumten Gebiete wieder für den gleichen Zweck genutzt werden. Es gibt dort bereits mehr als 10 provisorische Stützpunkte. Es werden neue errichtet", sagte der Beamte.

Die Türkei versucht regelmäßig die PKK anzugreifen. Sowohl im hauptsächlich kurdischen Südosten der Türkei, als auch innerhalb der Autonomen Region Kurdistan im Nordirak. Sie hat in den letzten Jahren auch vor einer möglichen Bodenoffensive gegen PKK-Basen in den irakischen Bergen von Qandil gewarnt.

Die Vereinigten Arabischen Emirate sagten am Mittwoch, dass türkische Militärinterventionen die irakische Souveränität verletzen. Die VAE und die Türkei stehen an mehreren Fronten in der Opposition, auch in Libyen, wo sie rivalisierende Seiten unterstützen.

Das irakische Außenministerium rief den türkischen Botschafter am Donnerstag vor und überreichte ihm ein "nachdrücklich formuliertes Memorandum, in dem ein Stopp solcher provokativer Aktionen gefordert wird".
"Wir betonen, dass die Türkei ihre Bombardierungen einstellen und ihre Angriffstruppen vom irakischen Territorium abziehen muss", sagte das Ministerium in einer Erklärung. "Wir bekräftigen unsere kategorische Ablehnung dieser Verletzungen". Der Irak rief am Donnerstag auch den iranischen Gesandten Iraj Masjedi vor, um gegen den Beschuss kurdischer Gebiete am Dienstag zu protestieren.

In der Erklärung des Außenministeriums wurde auch der Iran aufgefordert, "Die Souveränität des Irak zu respektieren und diese Art von Militärinterventionen einzustellen".
"Das Ministerium bekräftigt, dass der Irak die historischen Beziehungen zwischen den beiden Ländern aufrechterhalten und ausbauen möchte und betont auch, dass es diese Aktionen verurteilt".


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Kurdische Studentin soll abgeschoben werden

Eine kurdische Studentin aus der Schweiz soll in den Iran abgeschoben werden. Dort drohen ihr Gefängnis und Folter.

- Behörden lehnen Asylantrag von Studentin ab
- Schweiz möchte die Kurdin in den Iran abschieben
- Studentin aufgrund politisches Engagement in Lebensgefahr


Arzu Yasi floh 2015 mit ihrer Familie aus der ostkurdischen Stadt Kirmaşan. Sie versuchten seither vergeblich politisches Asyl zu beantragen. Die schweizer Behörden haben dies wiederholt nicht stattgegeben. So heißt es aus der aktuellsten Mitteilung der Behörde, dass der 31. Juli als Termin für die Abschiebung festgelegt wurde. Während ihren Aufenthalt in der Schweiz, fing die Kurdin an Maschinenbau zu studieren.

Aufgrund des politischen Engagements ihrer Familie wäre eine Rückführung in den Iran lebensbedrohlich. Sie ist Tochter einer kurdischen Aktivistin. Ihre Mutter ist Mitglied der Demokratischen Partei Kurdistans - Iran (PDKI). Das iranische Regime geht vehement gegen jegliches kurdisches Nationalbewusstsein vor. Verhaftungen aber auch Erhängungen sind in der iranischen Schreckensherrschaft allgegenwärtig und bekanntes Mittel zur Einschüchterung oppositioneller Strukturen.

Die Familie appelliert an die kurdische Gemeinde und der Weltgemeinschaft, die lebensbedrohliche Abschiebung in den Iran zu verhindern. Tagtäglich zeigt der Iran sein menschenverachtendes Gesicht, bei dem Repression und Schreckensherrschaft Staatsdoktrin sind.


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COVID-19 im Irak – Regierung verschweigt Tausende Infizierte

Das ansteckende Virus COVID-19 wütet weiterhin auf der ganzen Welt. Besonders verheerend trifft es Nah-Ost-Staaten. Im Irak wurden bisher 772 Fälle von Infizierten gemeldet. Doch berichten zufolge sei diese Zahl nicht korrekt.

Drei irakische Ärzte die im Kampf gegen das Virus in Baghdad stationiert sind erklären, dass die Zahlen nicht stimmen. Nach Schätzungen der Ärzte sollen mindestens 9.000 Menschen angesteckt sein. Eine weitere Quelle die anonym bleiben möchte erklärt, dass allein in Baghdad mehr als 2.000 Menschen am Virus erkrankt sind. Die Personen die sich gegen den verfälschten Bericht der irakischen Regierung aussprechen, arbeiten täglich im Kampf gegen die Pandemie und geben basierend ihrer täglichen Erfahrungen eine stark unterschiedliche Einschätzung der aktuellen Lage im Irak ab.
Das irakische Gesundheitsministerium gib am Donnerstag einen Statusbericht raus. Darin wird berichtet, dass 772 Menschen am COVID-19 infiziert wurden und bisher 54 Menschen gestorben sind.

Es sei nicht ungewöhnlich das die irakische Regierung versucht die Zahlen zu verfälschen. Korruption und anhaltende Kürzungen von Geldern haben das Gesundheitswesen stark geschwächt und angreifbar gemacht.

Schon im Februar musste die irakische Regierung die Grenzübergänge zum Nachbarn Iran schließen. Iran ist besonders stark vom Virus betroffen aufgrund verfehlter und spät implementierter Sicherheitsvorkehrungen. Alle Handels- und Pilgerrouten wurden bis auf weiteres geschlossen. Offiziellen Berichten zufolge sollen über 53.000 Menschen im Iran infiziert und über 3.000 Menschen gestorben sein. Kritiker und Experten jedoch gehen von fünfmal höheren Zahlen aus als angegeben. Der Iran habe zu spät gehandelt und viel zu wenig getan. Ebenso wie China, Türkei und der Iran versucht der Irak die Zahlen zu verfälschen.



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Basis der Koalition im irak bombardiert 3 Soldaten sterben

Am Abend des 11. März 2020 wurde eine Basis der Koalition nahe Bagdad von einer Vielzahl an Artillerie Geschossen getroffen.

• Bei dem Angriff kamen 3 Mitglieder der Koalition ums Leben. Es handelt sich dabei um einen US Soldaten, einem lokalen Angehörigen der Koalition welcher im Dienst der USA steht und einem Soldaten des vereinten Königreiches Großbritannien.
• Es sollen mindestens 16 107 mm Raketen-Artillerie Geschosse (Typ Katyusha) in die Basis eingeschlagen sein.
• Eine militärische Antwort der Koalition hat bisher noch nicht stattgefunden.


Bei der angegriffenen Basis der Koalition handelt es sich um die Al-Taji Basis nördlich von Bagdad. Die Basis wird sowohl von der Koalition, als auch von der irakischen Armee benutzt. Nach derzeitiger Erkenntnislage sind 12 weitere Soldaten bei dem Angriff verletzt worden. Es ist aber unklar, ob es sich dabei um Soldaten der Koalition oder der irakischen Armee handelt.

Die Koalition hat kurze Zeit nach dem Angriff, den Ausgangspunkt des Angriffes ausfindig gemacht und hat das Artillerie System beschlagnahmt.
Derzeit hat sich noch keine Fraktion zu dem Angriff bekannt. Es ist unklar wer hinter dem Angriff steckt. Es liegt aber nahe, dass es sich bei dem Angreifer um eine Fraktion der Hashd al Shaabi handelt, welche bereits in der Vergangenheit für Angriffe auf die Basen der Koalition verantwortlich waren.

Die Hashd al Shaabi ist eine unter dem Befehl des Irans stehendes Militärbündnis, aus fast mehr als 40 schiitischen Milizen aus dem Irak, Libanon und dem Iran. Obwohl dieses Militärbündnis für den Kampf gegen den Islamischen Staat im Irak geschaffen wurde, wurde sie nach dem Sieg über den IS nicht aufgelöst.
Vielmehr nutzte dieses Militärbündnis ihren Einfluss um den iranischen Staat innerhalb des Iraks zu stärken. Trotz ihrer anti-westlichen Haltung und ihrem selbsternannten Ziel das jüdische Volk und die USA komplett „auszurotten“, stand die USA bis 2018 hinter der Hashd al Shaabi und unterstützte sie massiv mit umfangreichen Waffenlieferungen.
Die USA unternahm nichts, als die Milizen der Hashd al Shaabi die Autonome-Region-Kurdistan angriffen.

Obwohl die USA angekündigt haben auf jeden Angriff militärisch zu reagieren, blieb eine Antwort auf diesen Angriff aus. Es kam gestern Abend lediglich zu einem Luftschlag an der syrisch-irakischen Grenze bei Abu Kamal, welcher in keinem Zusammenhang zu diesem Angriff steht.
Bedingt durch die Schwere dieses Angriffes, muss die USA auf diesen Angriff reagieren. Zuvor war der bloße Angriff auf eine Basis der Koalition eine rote Linie, dessen übertritt enorm bestraft wurde. Ein Angriff bei dem nun 3 Mitglieder der Koalition getötet wurden, wird für die USA unter keinen Umständen hinnehmbar sein.
Großbritannien drängt ebenfalls auf die schnelle Aufklärung dieses Angriffes.


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Sicherheitskräfte verhaften Drogenschmuggler in Dohuk

Die Sicherheitskräfte der Region Kurdistan gaben am Samstag die Verhaftung von fünf Personen bekannt die des Drogenhandels verdächtigt werden, nachdem 30 Kilogramm Heroin in der Provinz Duhok beschlagnahmt worden waren.

Abdul Wahab Mohammed, Leiter des Grenzübergangs Ibrahim Khalil an der türkischen Grenze, sagte: "Am Donnerstagabend haben wir nach Erhalt von Informationen und weiteren Ermittlungen erfolgreich 30 Kilogramm Heroin in der Innenstadt von Duhok beschlagnahmt.
"Nachdem wir den Haftbefehl von der Bezirksgerichtsbarkeit in Zakho erhalten hatten, konnten wir in Abstimmung mit den Sicherheitskräften der Stadt Duhok alle fünf Verdächtigen festnehmen.", erklärt Mohammed.

Ergänzend sagt Mohammed, sein Büro habe drei Teams eingesetzt, um die Verdächtigen festzunehmen, nachdem er erfahren habe das "die Händler die Droge an einem Ort aushändigten, das Geld an einem anderen Ort erhielten und die Droge an einem dritten Ort testeten und Proben verteilten".
Der Beamte erklärte auch, dass drei der Verdächtigen, Einwohner der Provinz Duhok sind, während die beiden anderen im Vertriebenenlager Makhmour leben.

Der Leiter erklärt ebenfalls, dass die meisten Drogenhändler, die in dem Gebiet verhaftet werden, nicht ursprünglich aus der Region Kurdistan stammen. Der Grund, warum Duhok ein hohes Maß an Handelsaktivitäten aufweist lägt darin, dass die Provinz strategisch günstig gelegen ist, da sie nahe an den internationalen Grenzen der Türkei und Syrien liegt.

Der Verkauf und der Konsum von Betäubungsmitteln sind in der Region Kurdistan und im Irak strengstens verboten.
Die kurdischen und irakischen Behörden fangen oft Drogenlieferungen ab, die den Irak und die Region Kurdistan passieren, vor allem in den Provinzen Basra, Diyala, Erbil und Sulaimani, insbesondere in den Städten und Dörfern, die das Land mit dem Iran und der Türkei verbinden.
Die meisten illegalen Drogen werden über die Grenze zum Iran in die Region geschmuggelt, auf ihrem Weg in die Türkei, nach Syrien und schließlich nach Europa und Nordamerika.



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KRG weist Vorwürfe zurück und schießt gegen Hisbollah

Der Sprecher der Regionalregierung Kurdistans (KRG) Jutyar Adil reagiert heftig auf die jüngsten Äußerungen von Hassan Nasrallah, Generalsekretär der libanesischen Hisbollah.

Nasrallah hatte kürzlich einen Kommentar über die Kurden und die kurdische Regierung in Hewler (Erbil) abgegeben. So behauptete Nasrallah: „Als der Islamische Staat angriff, zitterte Barzani vor Angst.“ Damit gemeint ist Masoud Barzani, der zur IS-Zeit das Amt des Präsidenten der Regionalregierung Kurdistan innehatte. Masoud Barzani gilt als einer der wichtigsten Persönlichkeit innerhalb der kurdischen Bevölkerung und der Diaspora.
Nasrallah hielt eine Rede über den vor kurzem von der USA ausgeschalteten General Qassem Soleimani und behauptete, dass die Iraner Erbil (Hewler) und die irakisch-kurdische Region beschützt hätten.

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Jutyar Adil, Sprecher der Regionalregierung, verteidigte Barzani und die Peshmerga in einer an Hassan Nasrallah adressierten Erklärung: „Sie haben seit Jahren kein Sonnenlicht gesehen, weil Sie sich in Kellern vor Ihren Feinden verstecken. Ausgerechnet Sie wagen es die Kurden zu beleidigen? Warum greifen Sie eine Nation an, die keine Verbindungen zu Ihnen hat? Es waren die Peshmerga die Erbil (Hewler) und Kurdistan beschützten haben und niemand sonst. Trotzdem aber bedanken wir uns dennoch bei denen die uns beistanden und halfen.“
Adil fügt weiter hinzu: „Es ist merkwürdig das Sie eine Nation und eine Führungspersönlichkeit auf solch eine unreife Art und Weise angreifen.“

Adil erklärte hinterher, dass Nasrallah nicht auf derselben Ebene wie Masoud Barzani steht, um über ihn sprechen zu können.

Was die Hisbollah-Führung durch diese Aktion bezwecken will ist unklar. Aber eins ist sicher. Die Kurden haben jetzt noch weniger Sympathien mit der Organisation die in weiten Teilen der Welt als Terrororganisation eingestuft ist. Die Hisbollah ist eng mit dem Iran verbündet.



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Iran-Kommandant warnt vor „härterer Rache"

Der Kommandeur der iranischen Revolutionsgarde Abdollah Araghi hat die Vereinigten Staaten vor einem härteren Vergeltungsschlag gewarnt, nachdem Teheran amerikanische Streitkräfte, die in Stützpunkten im Irak und in der Region Kurdistan untergebracht sind, ins Visier genommen hat.
Die iranische Nachrichtenagentur Tasnim zitierte am Donnerstag den Oberbefehlshaber Abdollah Araghi mit den Worten, der Iran werde "bald härtere Rache" nehmen.


Die Kommentare kommen einen Tag, nachdem der Iran als Vergeltung für die Tötung des iranischen Generals Qassem Soleimani durch die USA, ein Sperrfeuer aus ballistischen Raketen auf Luftwaffenstützpunkte im Irak und in der Region Kurdistan abgefeuert hat.
Laut einer irakischen Militärerklärung wurden 22 ballistische Raketen auf dem Luftwaffenstützpunkt Ain al-Assad in der westlichen Anbar-Provinz gestartet, der amerikanische und Koalitionstruppen getroffen haben soll. Auch ist ein Stützpunkt in der kurdischen Hauptstadt Erbil (Hewler), unter Beschuss genommen worden.

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In der Erklärung heißt es, dass zwei der 17 Raketen in Ain al-Assad nicht gezündet wurden. Die fünf Raketen, die in Erbil gestartet wurden, zielten auf das Hauptquartier der US-geführten Koalition, fügte sie hinzu. Beide Angriffe hätten keine Verluste verursacht, sagte das Militär.
Der scheidende irakische Premierminister Adil Abdul Mahdi sei offenbar über die Raketenangriffe des Iran im Irak informiert worden, bevor sie stattfanden, sagte sein Sprecher am Mittwoch.

Der Iran hat die USA gewarnt, dass er Israel und die Vereinigten Arabischen Emirate ins Visier nehmen werde, falls ein Vergeltungsangriff auf iranischem Boden stattfinden sollte.
US-Präsident Donald Trump erklärte am Mittwoch, dass die iranischen Raketenangriffe, die auf zwei Stützpunkte zielten die US-Truppen beherbergen, nur begrenzten Schaden angerichtet hätten und er würde dementsprechend reagieren - nicht mit einem Militärschlag, sondern mit mehreren Wirtschaftssanktionen.





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Antwort der USA auf iranischen Raketenangriff

Auf der Pressekonferenz kündigte Trump heute an, dass die Raketenschläge des iranischen Regimes auf Militärstützpunkte im Irak nicht militärisch beantwortet werden. Stattdessen werde die USA weitere Wirtschaftssanktionen verhängen.

Gestern Nacht beantwortete das iranische Regime die Neutralisierung von Qassem Soleimani mit mehreren gezielten Raketenschlägen auf zwei Militärstützpunkte. Die Militärstützpunke Ain al-Assad in Anbar und einen weiteren nördlich von Erbil (Hewler) in der Autonomen Region Kurdistan. Ain al-Assad ist Militärflugplatz der irakischen Streitkräfte und wird ebenfalls der USA bereitgestellt, weswegen US-Soldaten ebenfalls dort stationiert sind. Zeitgleich zur Beerdigung von Qassem Soleimani im Iran, wurden die Raketenwellen auf ihre Ziele geschossen. Nach bisherigen Informationen gab es keine Todesopfer auf den Zielen. Die Raketen trafen lediglich Ausrüstungslager.
Amerikanische Helikopter kreisten gestern Nacht um Erbil (Hewler) und einige Jets flogen Aufklärung.

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Scheinbar ist zeitgleich zu dem iranischen Angriff auf die Militärbasen im Irak ein ukrainisches Passagierflugzeug abgestürzt. Die 170 Fluggäste kamen dabei alle ums Leben. Grund für den Absturz soll eine technische Störung gewesen sein. Das iranische Regime verweigert jedoch die Aushändigung der Blackbox, welche die Daten des Fliegers sammelt und wodurch man einen Einblick auf die Ursache bekommen kann. Experten gehen davon aus, dass der Absturz in Zusammenhang mit dem Angriff steht und es keine technische Störung im Flieger gab. Das Flugzeug überstand die technische Sicherheitsprüfung des Flughafens und per Funk gab es keinerlei Informationen die von den Piloten abgegeben wurden.

Zur Mittagszeit in Washington D.C. hat Präsident Trump eine Pressekonferenz zur letzten Nacht gegeben. Er erklärt das es zu keinem Todesopfer kam durch die Sicherheitsmaßnamen und die Alarmsysteme. Iran sei der Sponsor von Terrorismus und hochgefährlich für jede Nation. Weiterhin wird verkündet das bevor die Administration sich über weitere Schritte Gedanken macht, es sofortige Wirtschaftssanktionen verhängen wird. Auf die Details dieser Sanktionen wurde nicht näher eingegangen.
Die komplette Pressekonferenz könnt ihr hier sehen:







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