HRE töten 10 Besatzer in Efrîn

In den letzten Tagen kam es im Kanton Efrîn zu schweren Zusammenstößen zwischen kurdischen Kräften der Afrin Liberation Forces (HRE) und türkisch-islamistischen Milizen.

- türkisch-islamistische Milizionäre in Efrîn getötet
- Türkei setzt ihre Angriffe gegen Şehba und Şêrawa fort
- Innerhalb von einem Monat fast hundert Entführungen in Efrîn


Im Kreis Efrîn-Şêrawa haben die kurdischen Kräfte der Afrin Liberation Forces (HRE) insgesamt fünf Sabotageakte verübt. Dies berichtet das Pressezentrum der HRE. Demnach wurde der erste Angriff am 21. April zwischen den Dörfern Kîmarê und Beradê ausgeführt.
Am 23. April folgten drei weitere Angriffe unweit der Städte Kaniya Dil und Ar-Raʿi. Der letzte Angriff wurde bei Maratê, unweit von Efrîn, ausgeführt. Insgesamt wurden bei den Sabotageakten 10 Milizionäre getötet und weitere 14 verletzt.

Seit der Corona-Pandemie haben sich die türkischen Angriffe gegen die Autonomieverwaltung von Nord- und Ostsyrien vermehrt. Dabei sind vor allem die Regionen Şehba und Şêrawa häufiges Ziel. In den dortigen Dörfern leben aufgrund der völkerrechtswidrigen türkischen Invasion in Efrîn fast hauptsächlich Geflüchtete. Gleichzeitig wird die Region seit 2018 regelmäßig attackiert.
Zeynep Xebawî vom dortigen Bildungskomitee berichtete vor etwa zwei Monaten, dass die Selbstverwaltung zahlreiche Schulen gezwungenermaßen schließen musste. Es sei demnach lebensgefährlich, die Schüler trotz anhaltendem Bombardement zur Schule zu schicken. Seither haben sich die Gefechte intensiviert. Die Milizen haben ihre Kräfte an der Demarkationslinie vermehrt mobilisiert.

Innerhalb von einem Monat fast hundert Entführungen in Efrîn

Wie die „Menschenrechtsorganisation von Efrîn“ berichtet, wurden seit März 96 Menschen rund um Efrîn entführt. Darunter auch Frauen. Den meisten wird politisches Engagement zu Zeiten der kurdischen Selbstverwaltung im Kanton Efrîn vorgeworfen. Oftmals werden hohe Lösegelder von den Familien verlangt. Bei einigen Fällen wurden die Opfer leblos aufgefunden.

Editiert von Passar Hariky



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Jahresbilanz der kurdischen Widerstandseinheiten

Anfang des Jahres hat die Generalführung der Hezen Parastina Gel (HPG; deutsch: Volksverteidigungskräfte) eine Jahresbilanz für das vergangene Jahr 2019 veröffentlicht.

Der veröffentlichte Bericht zählt die ausgeführten Operationen der HPG und der türkischen Armee auf und zählt die Verluste auf beiden Seiten auf. Ebenfalls hat die Hezen Rizgariya Efrine (HRE; deutsch: Efrin Befreiungskräfte) ihren Jahresbericht veröffentlich und ebenfalls ihre Daten aufgezeigt.

Dem Bericht der HPG nach habe die Volksverteidigungskraft 339 Angriffe auf türkische Armee ausgeführt. Dabei seien 1220 türkische Soldaten, Polizisten und andere Militärbedienstete ausgeschalten worden. Davon seien 20 Ziele hochrangige Amtsinhaber gewesen. 266 weitere Besatzereinheiten wurden verwundet. Zudem sind 34 Militärfahrzeuge zerstört worden (Gepanzerte Fahrzeuge, militärische Fahrzeuge und Kampfpanzer) und 7 Helikopter sind stark beschädigt worden.
121 Operationen wurden ausgeführt, dessen Ausgang konnte aber leider nicht genau festgestellt werden.
Ebenfalls wird berichtet das 456 Guerilla im Kampf gegen die türkische Armee gefallen sind und weitere 6 sind festgenommen worden.

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In Beziehung dazu wurde auch angegeben das die türkische Armee 117 Flug- und Drohnenangriffe geflogen sei. Hinzu kommen 620 Angriffe durch Gunships. Gunship ist die spezielle Bezeichnung von Flugzeugen und Helikoptern, die extra für die Erdkampf- oder Luftnahunterstützung ausgerüstet sind.
Ebenfalls folgen noch 321 Angriffe mit Artillerie, Boden-Boden-Raketen und Kampfpanzern.

Im Vergleich dazu stehen die Zahlen der HRE die ihre Operationen in Efrin, der Shebaregion, in Tel-Rifaat, al-Bab, Azaz und Marae geführt haben. Zusammengefasst seien 252 Operationen ausgeführt worden bei denen 621 Terroristen und türkische Besatzersoldaten eliminiert wurden. Weitere 455 Terroristen und Besatzer sind verletzt worden und 6 HRE-Kämpfer sind im Kampf oder durch Luftschläge gefallen.
In den ausgeführten Operationen sind 55 feindliche Fahrzeuge der türkischen Armee zerstört worden. Darin inkludiert sind gepanzerte und militärische Fahrzeuge, Kampfpanzer und Transporter. Zahlreiche Waffen und Munition wurde sichergestellt durch die HRE.





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