Syrisches Embargo gegen Geflüchtete

Die syrische Regierung hat ein Embargo gegen Şehba verhängt. Die selbstverwaltete Region Şehba, welche nur noch teilweise unter Kontrolle kurdischer Kräfte steht, ist eine Sammelstelle für Geflüchtete aus Efrîn.

Seit dem syrischen Embargo gegen die Wüstenregion Şehba, sind die Lebensmittelpreise in die Höhe geschossen. Ursprünglich lebten in Şehba 90.000 Einwohner. Doch durch die türkische Invasion leben seit mittlerweile zwei Jahren noch 100.000 weitere Geflüchtete dort. Seit ihrer Flucht kämpfen die Geflüchtete in heruntergekommenen Camps gegen Krankheit, Hunger und anhaltende türkische Bombardierungen. Die dort ansässige Bevölkerung macht mit regelmäßigen Demonstrationen auf ihre miserable Situation aufmerksam.

„Das Regime verlangt hohe Steuern auf die Produkte, die in die Region transportiert werden. Auch aus diesem Grund schießen die Preise in die Höhe. Aufgrund der Preissteigerungen konnten wir in den vergangenen zwei Monaten praktisch nicht arbeiten.“, berichtet eine Ladenbetreiberin.

Aufgrund der völkerrechtswidrigen türkischen Invasion in Efrîn, bei der unzähligen Zivilisten getötet und verschleppt wurden, musste ein Großteil der kurdischen Bevölkerung ihre Heimat verlassen. Die türkisch-islamistische Schreckensherrschaft in Efrîn ist seither geprägt von Entführung, Vergewaltigung und Mord. Vor allem leidet die kurdische und nicht-sunnitische Bevölkerung unter der extremen Repression der türkisch-islamistischen Millizen.

Wegen dieser Vorkommnisse und die zu erwartenden Verbote von Kultur und Sprache ganz nach der türkischen Blaupause in Südostanatolien, ist ein Großteil der dort lebenden Bevölkerung in die selbstverwaltete Region Şehba geflüchtet. Şehba ist Teil der Demokratischen Föderation Nord- und Ostsyrien und steht daher unter dem Schutz der Demokratischen Kräfte Syriens. Neben den anhaltenden Gefechten zwischen kurdischen Kräften und türkisch-islamistische Milizen, kämpft die Region auch gegen das syrische Embargo.



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Südkorea entsendet Hilfsgüter nach Kurdistan

Der Innenminister der Regionalregierung Kurdistans Reber Ahmed, kündigte am Montag an, dass die Republik Korea Wintervorräte im Wert von rund 300.000 Dollar zur Unterstützung von Binnenvertriebenen und Flüchtlingen, die sich jetzt in der Region Kurdistan aufhalten, bereitstellen wird.

Innenminister Ahmed gab dies in einem Twitter-Post nach einem Treffen mit dem koreanischen Generalkonsul Choi Kwang-Jin in Erbil bekannt, wo ein Protokoll über die von Südkorea geleistete humanitäre Hilfe unterzeichnet wurde.
"Heute unterzeichnete der koreanische Generalkonsul Choi zusammen mit mir ein Protokoll über humanitäre Hilfsspenden der koreanischen Regierung.", hieß es in der Erklärung des Ministers auf Twitter. Ahmed sprach Südkorea ebenfalls seine Dankbarkeit aus und erklärte: "Dies ist eine Sachspende, die winterfeste Gegenstände im Wert von 300.000 Dollar für Vertriebene und Flüchtlinge in der Kurdistan-Region umfasst. Danke Korea".

Die südkoreanische Regierung hat seit dem Ausbruch der humanitären Krise, die durch den Aufstieg des so genannten islamischen Staates im Irak im Jahr 2014 ausgelöst wurde, weiterhin medizinische Hilfe zur Unterstützung der Binnenvertriebenen und Flüchtlinge in der Region Kurdistan geleistet.
Über eine Million Zivilisten, die in den letzten Jahren vor Gewalt und Instabilität aus ihrer Heimat geflohen sind, leben derzeit in der Region Kurdistan, wie die jüngsten offiziellen Zahlen der KRG zeigen.
Neben den irakischen Binnenvertriebenen beherbergt die KRG auch "242.944 syrische, 8.506 türkische, 10.812 iranische und 688 palästinensische Flüchtlinge", so ein Bericht des Gemeinsamen Krisenkoordinierungszentrums (JCC).

Die JCC ist Teil des Innenministeriums der KRG und hat die Aufgabe, alle Angelegenheiten im Zusammenhang mit dem Krisenmanagement und der Reaktion in der Region Kurdistan zu koordinieren.

Nach Jahren der Aufnahme von Menschen, die vor dem Konflikt geflohen sind, bleibt die Region Kurdistan ein sicherer Hafen für 1.050.317 Personen. Ihre Unterstützung kostet fast 1 Milliarde Dollar pro Jahr, obwohl dies einen Rückgang der Zahl der Vertriebenen im Vergleich zum Vorjahr und der für ihre Unterstützung erforderlichen Mittel bedeutet.
Im letzten Jahr zeigte der Bericht der KRG über den GBA, dass die Region Kurdistan insgesamt 1.509.373 Flüchtlinge und Vertriebene aufnahm, was fast 2 Milliarden Dollar kostete.



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Türkische Invasion behindert schulische Bildung in Rojava

In der Demokratische Föderation Nord- und Ostsyrien (Rojava) können seit geraumer Zeit Zehntausende Schülerinnen und Schüler ihren Schulunterricht nicht mehr, beziehungsweise nur noch eingeschränkt, besuchen.

Aufgrund der völkerrechtswidrigen türkischen Invasion in Rojava, können entlang der syrisch-türkischen Grenze etwa 86.000 Schülerinnen und Schüler nicht mehr die Schule besuchen. Insgesamt befinden sich 300.000 Menschen in der Region auf der Flucht. Seit dem Angriff mussten 810 Schulen, die sich in unmittelbarer Nähe zur Grenze befinden, geschlossen werden. Infolge der Invasion wurden bereits 20 Schulen von türkischer Artillerie getroffen. Schulen, die sich in den besetzten Gebieten befinden, wurden geplündert oder zu Stützpunkten der türkischen Besatzer umgebaut.

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Auch Schulen, die sich außerhalb der unmittelbaren Gefahrenzone befanden, blieben von den Folgen des Angriffskrieges nicht verschont. Die Sprecherin der Schulverwaltung von Hesekê Jinda Ali Ehmê berichtet, dass 159 Schulen in Unterkünfte für Schutzsuchende umgewandelt wurden. Demnach wurden in Hesekê 68 Schulen, in Til Temir 65 und in Dirbêsiyê weitere 26 Schulen für die Unterkunft von Binnenflüchtlingen umgebaut.

Im Verlauf der Gefechte wurde auch die Stadt Til Temir zum neuen Ziel der türkischen Invasion. In der Stadt sind 126 Schulen registriert. Abgesehen von den Schulen, die für Binnenflüchtlingen umgebaut wurden, besuchten teilweise nur 500 Kinder und Jugendliche im gesamten Bezirk die Schule. Grund dafür ist die anhaltende Bedrohung seitens der türkischen Streitkräfte und ihren jihadistischen Milizen. Auch wenn über offizielle Kanäle der Waffenstillstand verkündet wurde, dauern die Gefechte und das Bombardement der Türkei an und fordern nach wie vor unzählige Tote und Verletzte.





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