Gericht in Duhok verurteilt Mann zum Tode für Mord an 10-Jährigem Mädchen

Das Strafgericht von Duhok in der Autonomen Region Kurdistan verurteilte am Dienstag einen Mann zum Tode durch den Strang für den Mord eines 10-jährigen Mädchens das er versucht hatte zu Vergewaltigten. Nach einem zweistündigen Prozess und dem anschließenden Urteil, gestand der Verurteilte die Tat noch im Gericht.

Das 10-jährige Mädchen, Dlin Walid, wurde am ersten Tag von Eid al-Fitr entführt. Ihre Leiche wurde drei Tage später aufgefunden. Die Polizei ermittelte massiv in diesem Mordfall und fand vier verdächtige Personen. Einer dieser Verdächtigen gestand dann, dass er das Mädchen vergewaltigen wollte. Allerdings hat sie angefangen zu schreien und dagegen anzukämpfen, worauf er sie dann mit einem Stück Holz zweimal auf den Nacken schlug und sie dadurch ermordete.

Das Gericht habe den Verdächtigen Gemäß Artikel 406 des Irakischen Strafgesetzbuchs vor Gericht gestellt und verurteilt. "Die Etappen der Untersuchung sind vorbei und das Gericht hat genügend Beweise für das Verbrechen.", erklärte Bakhtiyar Sharafkhani einer der beiden Anwälte, die sich bereit erklärt hatten der Familie zu helfen. "Der Richter verurteilte den Mörder gemäß Artikel 406 zum Tode", erklärt der Anwalt und fügte hinzu, "Die Entscheidung des Gerichts war gerecht.“
Nach dem Prozess erklärte Dlins Vater, dass er mit der Entscheidung des Gerichts zufrieden sei. "Ich danke allen Menschen für ihr Mitgefühl und ihre Unterstützung, nachdem was mit Dlin passiert ist.", fügte er hinzu.

Dlins Tod kam, nachdem ihre Familie bereits um den Verlust von Dlins Großmutter trauerte.

Türkische Jets zerstören Straßen und Tankstellen in der Region Kurdistan

Die Türkei hat wieder angefangen, massive Angriffe gegen Ziele der Arbeiterpartei (PK*) vorzunehmen. Mit der neuen Operation „Die Kralle“ wollen die türkischen Truppen noch weiter in das Gebiet eindringen, um die PK* auszulöschen. Die Ziele der Luftschläge am Donnerstag lagen zwischen Duhok und Amedi. Durch die Luftschläge sind mehrere Straßen, darunter auch wichtige Hauptstraßen zu Schaden gekommen. Berichten nach wurden einige Stellen der Hauptstraße komplett zerstört.

Auch wurde eine Tankstelle, sowie eine Pipeline eines Wasserprojekt von den Kampfjets der türkischen Armee getroffen. Die Folgen der Luftschläge sind allerdings sehr gering ausgefallen. Es gab laut Berichten nur einen leichtverletzten Zivilisten.
Die Bewohner der Gebiete in denen die Türkei ihre Operationen durchführt erklären, dass sie unter diesen Bedingungen nicht Leben können. "Wir können so nicht weiterleben, weil wir ständig Angst haben, von den Raketenschlägen oder den bewaffneten Konflikten getroffen zu werden.", fügte ein Bewohner und Zeuge des letzten Angriffs auf die Tankstelle hinzu. "Wenn diese Angriffe weitergehen, werden wir gezwungen sein, unser Dorf im Amedi-Distrikt zu räumen.", erklärt er weiter.

Die Bewohner der Grenzdörfer forderten die zuständigen Behörden auf, einzugreifen und die Nutzung ihrer Gebiete als Schlachtfeld für den anhaltenden Konflikt zwischen der PK* und der Türkei einzustellen.
In den 1980ern gründete sich die Freiheitsbewegung PK*, um für die Rechte kurdischer Bürger zu kämpfen, die zu der Zeit der Willkür der türkischen Regierung ausgeliefert war. Rund 40.000 Menschen sind seit dem Konflikt ums Leben gekommen. Nach der Verhaftung des Führers der Arbeiterpartei, kam es zu einem Waffenstillstand, der 2015 einseitig durch die türkische Regierung (Erdogan und der AKP) aufgebrochen wurde. Seitdem gibt es wieder Gefechte zwischen der PK* und der Türkei.

Die Türkei hat kürzlich die militärischen Aktionen gegen PK*-Kämpfer in der Region Kurdistan verstärkt. Es wird berichtet, dass vermehrt Außen- und Kontrollposten von den Türken in der Region Kurdistan gebaut werden. In einigen Gebieten sind türkische Truppen bis zu 20 Kilometer tief in die Region vorgedrungen, um kurdische PK*-Kämpfer anzugreifen. Darüber hinaus führt der Beschuss von türkischen Jets gelegentlich zum Tod von Zivilisten, die nicht mit der PK* verbunden sind.
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