IED-Angriff auf Peshmerga und Koalition

Am 10.11.2019 wurde ein gemeinsamer Konvoi der Anti-IS-Koalition und der Peshmerga mit einer IED (unkonventionelle Sprengsatzvorrichtung) angegriffen.

Der Konvoi, bestehend aus Soldaten der Anti-IS-Koalition und der Peshmerga, hatte den Auftrag in den abgelegenen Gebieten der Provinz Kirkuk zu patrouillieren, als ein an der Straße platziertes IED den Konvoi angriff. Es wurden insgesamt sieben Soldaten verletzt, darunter fünf „ausländische“ Spezialeinheiten und zwei Peshmerga. Derzeit schweben zwei der „ausländischen“ Spezialeinheiten in Lebensgefahr, die sofort nach Bagdad ausgeflogen worden sind.

Das italienische Verteidigungsministerium teilte im Verlaufe des Tages mit, dass es sich bei den ausländischen Spezialeinheiten um Soldaten der italienischen Armee handele. Der italienische Außenminister Luigi di Maio erklärt gegenüber Reuters, dass die Mission der italienischen Spezialeinheiten im Irak, die Ausbildung von irakischen Anti-Terror Einheiten ist. Er erklärt auch, das Außenministerium verfolge die Situation mit tiefer Trauer und Sorge.

Die kurdische Provinz Kirkuk ist seit der Eroberung durch die irakische Armee, nach dem September-Referendum 2017, eine Brutstätte und Rückzugsort für den Islamischen Staat in Irak und Syrien (ISISI) geworden.
Die irakische Armee hat die Kontrolle über Kirkuk am 16. Oktober 2017, nach einer gewaltvollen Invasion und einem Rückzug der Peshmerga, übernommen. Die Regierung im Irak bestand auf die alleinige Kontrolle der Provinz Kirkuk und schloss die Peshmerga von allen militärischen Operationen aus.
Die irakische Armee hatte allerdings nicht die Kompetenz um die Bevölkerung Kirkuks vor dem Islamischen Staat zu schützen und ebnete damit den Weg für die Rückkehr des IS. Der IS nutzte diesen Umstand und griff regelmäßig irakische Sicherheitskräfte an, dessen Verluste für den Irak nicht tragbar waren. Zusätzlich zu den Angriffen auf die Sicherheitskräfte, griff der Islamische Staat auch die lokalen Einwohner an. Der IS zündete beispielsweise gezielt die Felder der Bewohner an, wodurch Schäden in Milliardenhöhe entstand.

Der Irak musste angesichts eines erstarkenden Islamischen Staates und seiner Inkompetenz, die Anti-IS-Koalition um Hilfe bitten, die daraufhin gemeinsam mit der Peshmerga Operationen in den abgelegenen Gebieten Kirkuks durchführte. Trotz der gemeinsamen Arbeit der irakischen Armee, Peshmerga und der Anti-IS-Koalition sind die Kapazitäten des Islamischen Staates in Kirkuk bereits zu weit fortgeschritten. Als Resultat dessen, nahmen die Angriffe des IS in der Provinz Kirkuk und anderen Teilen des Iraks enorm zu.

Editiert von Passar Hariky

Frankreich genehmigt Todesstrafe französischer IS-Mitglieder im Irak

Am Montag teilte das französische Außenministerium mit, dass die irakische Todesstrafe für die festgenommenen IS-Mitglieder mit der französischen Staatsbürgerschaft akzeptiert würde und sich Frankreich nicht einmischen wird.

Das Außenministerium erklärte: “Frankreich lehnt die Hinrichtung seiner Bürger grundsätzlich ab, akzeptiert jedoch die irakische Souveränität. Da die irakische Justiz drei französische Mitglieder des Islamischen Staates zum Tode verurteilt hat, wird sich Frankreich nicht gegen diese Entscheidung stellen.”
"Die französische Botschaft im Irak unternimmt in ihrer Rolle als Anbieter konsularischen Schutzes die notwendigen Schritte, um den irakischen Behörden ihre Position [gegen die allgemeine Todesstrafe] mitzuteilen", heißt es in einer zitierten Erklärung des Außenministeriums.

Das Ministerium fügte hinzu, dass es die Souveränität der irakischen Behörden respektiere und dass die Mitglieder des islamischen Staates "für ihre Verbrechen zur Verantwortung gezogen werden müssen.“
Die Erklärung kam, nachdem das irakische Strafgericht im Bezirk Karkh in Bagdad am Sonntag drei französische Staatsangehörige wegen ihres Beitritts zur Terrororganisation zum Tode verurteilt hatte.
Die drei Männer kämpften zusammen mit dem Islamischen Staat gegen die irakischen Streitkräfte während der Militärkampagne zur Befreiung von Mosul, teilte eine Quelle der irakischen Justiz am Sonntag mit.

"Sie sind keine prominenten Mitglieder von Da'esh, aber sie sind gut ausgebildete Kämpfer", heißt es aus internen Kreisen.
Ihre Namen laut AFP sind Kevin Gonot, Leonard Lopez und Salim Machou. Sie haben 30 Tage Zeit, gegen die Entscheidung des Gerichts Berufung einzulegen.
Subscribe to this RSS feed