KBAN lädt zur Abendveranstaltung in Berlin ein!

The Kurdish Business Association Network gründete sich 2017 in Oslo, Norwegen. KBAN vereint wirtschaftsinteressierte Studenten, Auszubildende und Akademiker aus der ganzen Welt um über die soziale, wirtschaftliche und ökologische Entwicklung in Kurdistan und den Kurd*innen der Diaspora zu vernetzen. Unser Ziel ist es, durch Bildung in diese Persönlichkeiten zu investieren und einen nachhaltigen Wachstum für Kurdistan zu garantieren.



Aktuell ist KBAN in der Autonomen Region Kurdistans und in drei weiteren Ländern aktiv in Europa, darunter gehören Deutschland, Norwegen und Schweden. KBAN ist eine gemeinnützige Organisation. Unsere Vision ist es die internationalen Beziehungen, als auch die inländischen Potenziale zu verstärken und zu optimieren, mit dem Fokus auf die Kommunikation, den Tourismus und die Investitionen. Des weiteren zielen wir darauf ab ein besseres Verständnis für die kurdische Kultur aus der sozio-ökonomischen Perspektive zu vermitteln. KBAN ist vielfältig aufgestellt mit den Kursen, Veranstaltungen, Podcasts, Projekten und unseren Bemühungen über die sozialen Netzwerke einen Überblick über die sozialen und kulturellen Ereignisse in Kurdistan, zu verschaffen.

Am 26. Oktober veranstaltet die KBAN von 17.00 bis 20.00 Uhr ihre erste Veranstaltung in Berlin an der Technischen Universität Berlin, um auf die unglaubliche Arbeit und das Empowerment aufmerksam zu machen, das Nordsyrien (Rojava) geleistet hat und die Auswirkungen der Frauenrevolution auf der Welt.
Angesichts der heutigen Situation in Rojava ist es sehr wichtig zu wissen, welche Entwicklung die Frauen in Rojava gemacht haben und warum die völkerrechtswidrige Invasion seitens der Türkei nicht nur ein Krieg gegen die kurdische Bevölkerung ist, sondern auch gegen die Ideologie einer gleichberechtigten, wirtschaftlichen und ökologischen Gesellschaft.

Die Überschrift des Abends lautet Jinwar. Jinwar ist ein Dorf in Rojava, indem nur Frauen leben. Trotz aller Hindernisse sind diese Frauen inmitten des Chaos, der Unterdrückung und des Missbrauchs ausgesetzt gewesen. Es gelang ihnen, ihr Leben in Jinwar fortzusetzen! Bei unserer Veranstaltung in Berlin geht es um diese mutigen Frauen und die Bedeutung der wirtschaftlichen Stärkung von Frauen im Nahen Osten.
Wenn die wirtschaftliche Autonomie von Frauen fehlt, sind sie einer erhöhten Gefährdung, einem erhöhten Risiko von Gewalt und Einschränkungen ausgesetzt, um über ihr eigenes Leben zu entscheiden. Wirtschaftliche Befähigung ist der Schlüssel für Frauen, um ihr eigenes Leben zu kontrollieren und um die Gleichstellung der Geschlechter im Nahen Osten zu erreichen. In Jinwar dreht sich alles darum, und wir möchten diese Botschaft durch Kunst, Seminare, Gedichte und Musik vermitteln.



Ebenfalls werden wir anregende Gespräche auf unserer Veranstaltung haben, sowie Live-Gedichte und Podiumsdiskussionen über die aktuelle Situation in Rojava und die Rolle der kurdischen Frauen, mit Schwerpunkt auf JINWAR.
Heyva Sor (Hilfsorganisation) hat bestätigt, dass die Lager auf ein kritisches Minimum reduziert sind und in Rojava nur äußerst begrenzte Unterstützung erhalten. Daher werden alle Ausgaben und Spenden der Veranstaltung direkt an das Kurdische Rote Kreuz und dessen Arbeit in Rojava (Nordsyrien) gespendet. Wir appellieren an alle Organisationen und Friedensleute, uns bei unserer Arbeit zu unterstützen, um die Zivilbevölkerung in diesem schrecklichen Krieg gegen die Menschlichkeit zu unterstützen, die Arbeit der Frauen in Rojava am Leben zu erhalten und das Bewusstsein für den unmenschlichen Krieg gegen die Zivilbevölkerung zu schärfen, der auf der Angst vor dem basiert eine neue aufstrebende Gesellschaft.

Veranstaltungstermin:
26.10.2019
17:00 Uhr
Technische Universität Berlin
Asta Gebäude Plenum
Straße des 17. Juni 135, 10623


Für weitere Informationen folgen Sie uns in den sozialen Medien oder kontaktieren Sie uns unter:

Instagram: KBAN auf Instagram
Facebook: KBAN auf Facebook
Twitter: KBAN auf Twitter

Dilek Dündar ist aus der Türkei geflohen

Die Frau des in der Türkei verfolgten Ex-Chefredakteurs der Cumhuriyet Can Dündar ist aus der Türkei geflohen. Dilek Dündar ist am 11.06.2019 in Berlin gelandet. Ihre Flucht aus der Türkei hat sie erst am 14.06.2019 bekannt gegeben.

Dilek Dündar wurde nach der Flucht ihres Mannes aus der Türkei, der Reisepass am Flughafen Istanbul abgenommen. Sie lebte seit 2016 in der Türkei unter strenger Beobachtung des türkischen Geheimdienstes. Am 11.02.2019 beklagte sie in einer fünfminütigen Videobotschaft an die Welt, dass sie von der Türkei als Geisel gehalten wird. Sie erklärt, dass ihre Bankkonten alle gesperrt wurden und ihr Eigentum Zwangsvollstreckt wurde. Sie fügt in ihrer Videobotschaft hinzu, dass die Türkei keine Anschuldigung erhebt und es auch keine Ermittlungen gegen sie gibt. Trotzdem verwehrt ihr das türkische Gericht die Wiedergabe ihres Reisepasses.

Can Dündar war der Chefredakteur der Zeitung Cumhurriyet, einer türkischen Oppositionszeitung die Opfer mehrerer Politisch motivierter Razzien und Verhaftungen wurde. Als er im Mai 2015 einen Artikel veröffentlichte der zeigt und beweist, wie die Türkei Waffen und Ausrüstung an den Islamischen Staat in Irak und Syrien liefert, wurde er von Erdogan persönlich und dem türkischen Staat angeklagt. Die Türkei wirft Can Dündar vor, Geheimdienst Informationen veröffentlicht und weitergeleitet zu haben. Die Türkei nahm ihn Fest, aber ließ ihn nach dreimonatiger Haft auf Bewährung wieder frei. Grund für die Freilassung war die internationale und innerstaatliche Empörung auf die Festnahme des Redakteurs.
Can Dündar flüchtete mit seiner Frau im Jahre 2016 nach Deutschland ins Exil. Während er problemlos ausreisen konnte, kassierte der türkische Staat am Flughafen den Reisepass seiner Frau ein und hinderte sie so an der Flucht.
Der türkische Staatspräsident Recep Tayip Erdogan fordert, seit seinem Deutschlandbesuch im September 2018, die Auslieferung von Can Dündar an die Türkei.

Dilek Dündar möchte die Details zu ihrer Flucht für sich behalten. Es ist unklar, wie sie aus der Türkei geflohen ist. Türkische Medien spekulieren bereits auf eine Mithilfe des deutschen Geheimdienstes, da das Gesicht von Dilek Dündar den türkischen Grenzbehörden viel zu bekannt sei, als das sie mit einem gefälschten Reisepass oder unter falscher Identität flüchten konnte.
Auch über eine Flucht über die bekannten Flüchtlingsrouten wird spekuliert. Allerdings wird dem entgegengesetzt, dass die Schlepper eine Flucht einer solch bekannten Persönlichkeit an den Geheimdienst der Türkei weiterleiten würden.

Dilek Dündars Flucht könnte Anlass zu neuen Spannungen zwischen der Türkei und Deutschland sein. Die Flucht könnte auch eine erneute Debatte zu der türkischen Repressionspolitik anstoßen.
Subscribe to this RSS feed