Kurdische Studentin soll abgeschoben werden

Eine kurdische Studentin aus der Schweiz soll in den Iran abgeschoben werden. Dort drohen ihr Gefängnis und Folter.

- Behörden lehnen Asylantrag von Studentin ab
- Schweiz möchte die Kurdin in den Iran abschieben
- Studentin aufgrund politisches Engagement in Lebensgefahr


Arzu Yasi floh 2015 mit ihrer Familie aus der ostkurdischen Stadt Kirmaşan. Sie versuchten seither vergeblich politisches Asyl zu beantragen. Die schweizer Behörden haben dies wiederholt nicht stattgegeben. So heißt es aus der aktuellsten Mitteilung der Behörde, dass der 31. Juli als Termin für die Abschiebung festgelegt wurde. Während ihren Aufenthalt in der Schweiz, fing die Kurdin an Maschinenbau zu studieren.

Aufgrund des politischen Engagements ihrer Familie wäre eine Rückführung in den Iran lebensbedrohlich. Sie ist Tochter einer kurdischen Aktivistin. Ihre Mutter ist Mitglied der Demokratischen Partei Kurdistans - Iran (PDKI). Das iranische Regime geht vehement gegen jegliches kurdisches Nationalbewusstsein vor. Verhaftungen aber auch Erhängungen sind in der iranischen Schreckensherrschaft allgegenwärtig und bekanntes Mittel zur Einschüchterung oppositioneller Strukturen.

Die Familie appelliert an die kurdische Gemeinde und der Weltgemeinschaft, die lebensbedrohliche Abschiebung in den Iran zu verhindern. Tagtäglich zeigt der Iran sein menschenverachtendes Gesicht, bei dem Repression und Schreckensherrschaft Staatsdoktrin sind.


Editiert von Passar Hariky



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