Lawrow äußert sich zum Angriffskrieg auf Nordsyrien

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Der russische Außenminister Sergej Lawrow Bildquelle: dpa Der russische Außenminister Sergej Lawrow
Der russische Außenminister Lawrow hat sich gestern auf einer Pressekonferenz in Moskau über die Militäroffensive der Türkei in Nordsyrien und deren möglichen Fortsetzung vor Journalisten geäußert.

Wie Lawrow auf der Pressekonferenz mitteilte, hat die Türkei gegenüber dem russischen Botschafter in Ankara gesagt, dass von einer Wiederaufnahme der völkerrechtswidrigen Militäroffensive in Nordsyrien keine Rede sei. Das Ganze sei ein „Missverständnis“.

Am Montag hatte der türkische Außenminister Mevlüt Çavuşoğlu erklärt, Ankara sei zur Wiederaufnahme seiner Operation in Syrien bereit, sollten Russland und die USA ihre Verpflichtungen zum Abzug der kurdischen Volksmilizen aus der Sicherheitszone nicht erfüllen.

Einmal mehr wird deutlich, dass die Türkei ohne die Zustimmung und Unterstützung deren Russen in Nordsyrien quasi handlungsunfähig sind. Obwohl die Konfliktparteien immer wieder von einer Waffenruhe sprechen, kann von dieser in der Region Nordsyrien keine Rede sein. Wie die „Demokratischen Kräfte Syriens“ (SDF) bestätigen, gibt es täglich seitens der Türken und deren islamistischen Kämpfern Luftangriffe, Raketenangriffe sowie Bodenoffensiven auf zivile und militärische Einrichtungen.

Erst gestern wurden zwei Zivillisten durch türkische Kampfdrohnen getötet, zuvor wurden sie im Krankenhaus von Kobane versorgt, ehe sie ihren Verletzungen erlegen sind.

Last modified onDonnerstag, 21 November 2019 10:46