Rückkehr zur Realität - das HORI-Zentrum

  • Written by Didar
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Der Islamische Staat (IS) hat mit der Übernahme von Städten im Nahen Osten und ihrer Terrorherrschaft Angst und Schrecken auf der Welt verbreitet. Erst durch die Zusammenarbeit von kurdischen Truppen wie der Peschmerga, YPG und der globalen Koalition konnte der IS besiegt werden. Doch bis es zum endgültigen Sieg braucht es noch einige Jahre.

- Viele gefangene Jugendliche sind vom IS radikalisiert worden
- Mit dem HORI-Zentrum versucht die kurdische Selbstverwaltung diese wieder in die Gesellschaft zu integrieren
- So soll verhindert werden, dass diese von den IS Zellen in Zukunft rekrutiert werden


In den Jahren Ihrer Herrschaft wurden Kinder, Jugendliche und Frauen indoktriniert. Die IS-Kämpfer lehrten die Kinder im Umgang mit Waffen und befahlen sie einigen andere Menschen zu köpfen. Ein grausamer Akt und ein Trauma für die Betroffenen. Mit diesem Problem hat die kurdische Selbstverwaltung in Nord- und Ostsyrien zu kämpfen. Jahrelang wurde gefordert, dass die ausländischen IS-Frauen von den Staaten, aus denen sie kommen zurückgeholt werden. Doch bisher hat sich nicht viel getan. Stattdessen sind die Camps überfüllt und es ist eine immense Aufgabe für die kurdische Selbstverwaltung die Sicherheit dort zu gewährleisten.

Eine zweite Chance

Die autonome Verwaltung von Nord- und Ostsyrien bemüht sich nicht nur um die Rücknahme der ausländischen IS Frauen und Kinder, sondern hat auch einen Plan für die dort lebenden Menschen entwickelt, die auch vom IS radikalisiert wurden. Viele Kinder und Jugendliche wurden vom IS mit ihrer Ideologie indoktriniert. Sie stellen daher eine Gefahr für die multiethnische Gesellschaft dar und müssen behandelt werden. Anstatt diese ein lebenslang einzusperren, entschied die Verwaltung der jungen Generation eine zweite Chance zu geben. In sogenannten Rehabilitationszentren – auch HORI-Zentrum genannt – soll ein modernes Weltbild vermittelt werden. Es wird der Versuch unternommen, diese jungen Menschen in die Gesellschaft zu integrieren. Denn eine dauerhafte Verhaftung bringt keinem was. Die jungen Menschen würden sich weiter radikalisieren und die Kosten der Internierung müsse die kurdische Administration selber tragen.
“Mit dem HORI-Zentrum können die betroffenen Personen aber beweisen, dass die Ideologie des IS nicht fest in ihren Köpfen eingebrannt ist. So können durch die Teilnahme an dieser Maßnahme die Haftzeiten für die Betroffenen erheblich verringern und die Wahrscheinlichkeit steigt, dass sie bald in die Freiheit entlassen werden.”, erklärt die offizielle Vertretung der Selbstverwaltung von Nord- und Ostsyrien in Deutschland.

Was macht das HORI-Zentrum?

Frauen, die im HORI-Zentrum arbeiten berichten, dass die meisten Jugendlichen sie weder begrüßen noch den Kopf heben, um sie überhaupt anzuschauen. So haben sie es vom IS gelernt und das galt es zu bekämpfen. Doch sei die Ideologie trotzdem nicht fest bei den Kindern und Jugendlichen verankert, so eine der Betreuerin. Denn vielen von den Betroffenen wurden vom IS beauftragt sich in die Luft zu sprengen, wenn sie kurz vor der Verhaftung stünden. Einige hätten dies nicht getan und haben sich den kurdischen Kämpfern gestellt. Die Hoffnung besteht, dass den jungen Menschen geholfen werden kann.

Die Kinder und Jugendliche werden in Klassen unterrichtet und haben Unterrichtsfächer wie Geschichte, Erdkunde, Kurdisch und Arabisch. Dazu gibt es noch Fächer wie Moral und anderes, in denen Werte und Ideen vermittelt werden sollen. Außerdem findet im HORI-Zentrum ein geregelter Tagesablauf statt. Es fängt an mit Hygiene, Ordnung und anschließend Sport. Außerdem werden denen unterschiedliche handwerkliche Tätigkeiten beigebracht, damit sie später auch in der Lage sein sollen sich in der Arbeitswelt vor Ort zurechtzufinden. Das alles soll verhindern, dass sie sich eines Tages doch wieder dem IS anschließen. Denn der IS ist immer noch in vielen Gebieten aktiv und rekrutiert weiterhin vor Ort und auch im Internet für ihren schrecklichen Kampf Kinder und Jugendliche.


Editiert von Passar Hariky



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