2 US Soldaten sterben bei einer Spezialoperation im Irak

Soldaten der irakischen Armee bei der Ausbildung mit einem US M1 Abrams MBT Bildquelle: US Militär Sgt. Charles M. Bailey Soldaten der irakischen Armee bei der Ausbildung mit einem US M1 Abrams MBT
Das irakische Verteidigungsministerium bestätigt, dass eine gemeinsame militärische Operation der irakischen Sicherheitskräfte und Spezialeinheiten der USA nahe Makhmour vom Sonntag dem 8. März bis zum Montagmorgen dem 9. März stattgefunden hat.




• Das Einsatzgebiet der Spezialoperation war ein lange bekannter Hotspot des Islamischen Staates. Die Kämpfer des Islamischen Staates konnten sich dort nahezu ungestört bewegen.
• In der gemeinsamen Operation wurden mindestens 25 IS-Kämpfer getötet und neun Tunnelsysteme zerstört.
• Die Evakuierung der getöteten US Soldaten dauerte mehrere Stunden an und konnte nicht ohne die Hilfe mehrerer weiterer Squads der US Spezialeinheiten und einer Reihe von Luftschlägen bewältigt werden.

Im Statement der Koalition „Inherent Resolve“ heißt es, dass zwei US Soldaten ums Leben kamen während sie die irakischen Sicherheitskräfte geführt und begleitet haben. Das Statement des irakischen Verteidigungsministeriums verschweigt derzeit noch die Verlustzahlen auf Seiten der irakischen Armee.
Der Tod dieser beiden US Soldaten markiert den ersten Todesfall der US Armee seit 11 Monaten.

Diese lang geplante Militär-Operation war die Antwort auf die IS-Schläfer Zellen Angriffe im Irak, welche seit mehreren Monaten in ihrer Intensität zugenommen haben. Der IS greift Stellungen der irakischen Armee fast wöchentlich an, wodurch die irakische Armee regelmäßig eine Vielzahl an Soldaten verliert. Besonders in der Makhmour Region terrorisiert der IS auch die zivile Bevölkerung, indem sie regelmäßig Menschen kidnappen und hohe Lösegeld Summen fordern um diese wieder frei zu lassen.

Die Region um Makhmour gilt als Machtvakuum innerhalb des irakischen Staates. Besonders die Gebirgsregionen nahe Makhmour (Qarachokh Gebirge) werden vom IS kontrolliert und gut verteidigt. Obwohl die irakische Armee mehrmals versuchte in dieses Gebiet einzudringen, gelang es ihnen nicht auch nur einen Meter der Gebirgsregionen dort zu kontrollieren.
Zuvor wurde diese Region durch die kurdischen Peshmerga kontrolliert, welche sich nach dem Oktober-Referendum 2017 aus dem Gebiet zurückziehen mussten. Das Makhmour Gebiet galt unter der Kontrolle der Peshmerga als ein sicheres Gebiet, wo sich der IS nicht aufhalten konnte.


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Last modified onMittwoch, 11 März 2020 14:58