Mohammed, von chemischen Waffen der Türkei verwundet

  • Written by Heval
  • Published in Kurdistan
Mohammed Hamid in einer Klinik Bildquelle: Social Media Mohammed Hamid in einer Klinik
Im Oktober 2019 griff die Türkei mit dem Segen der USA die Autonome-Selbstverwaltung in Nord-Ost-Syrien an. In diesem mehrwöchigen Angriffskrieg eroberte die Türkei unter enormen Verlusten zwei Städte Nordsyriens. Die Türkei nutzte bei diesem Angriff völkerrechtswidrige chemische Waffen.

• Mohammed Hamid das jüngste Opfer der türkischen Angriffe mit Chemiewaffen wurde kurze Zeit nach seiner Verletzung mit seinem Vater, nach Paris ausgeflogen und behandelt.
• Obwohl ein unabhängiges Institut bestätigt hat, dass die Türkei völkerrechtswidrige chemische Waffen gegen Zivilisten eingesetzt hat, gibt es bis heute keine Konsequenzen für die Türkei.
• Mohammed Hamid ist derzeit in der Hauptstadt der Autonomen-Region-Kurdistan und wird dort rehabilitiert.

Der 13-Jährige Junge Mohammed ist nun bereits seit einem Monat in Hawler und wird dort schrittweise rehabilitiert. Sein Zustand ist nach Aussage der dortigen Ärzte stabil. Der Vater des Jungen Mohammeds erklärt, dass Mohammed sieben chirurgische Eingriffe durchgehen musste und nun glücklicherweise keine weiteren Eingriffe benötigt. Trotzdem muss Mohammed weiterhin in der Klinik bleiben, bis seine Haut vollständig genest und die Infektionsgefahr vorüber ist.
Der Vater bedankt sich außerdem bei Massud Barzani und Emmanuel Macron, die die Ausreise nach Paris, um den Jungen Mohammed bestmöglich zu behandeln möglich gemacht haben.

Die Türkei griff am 9.Oktober 2019 völkerrechtswidrig die Autonome-Selbstverwaltung in Nord-Ost-Syrien an. Zuvor gab der US Präsident Donald J. Trump in einem Telefonat mit dem türkischen Staatspräsidenten Erdogan seinen Segen dafür und befahl den US Truppen, sich aus der Grenzregion zurückzuziehen.
Nachdem die Türkei wochenlang in die von der SDF verteidigten Städte nicht einrücken konnte, intensivierte die türkische Luftwaffe seine Angriffe. Als Teil dessen wurde der chemische Kampfstoff weisser-Phosphor eingesetzt, welcher neben seiner verheerenden Brand und Ätzwirkung auch giftige Dämpfe ausstößt, an denen der Mensch in einer Zeitperiode von 5-10 tagen sterben kann.
Obwohl dieser Kampfstoff in den Zusatzartikeln des Genfer Abkommen von 1949 im Jahre 1977 verboten wurde, setzte die Türkei diesen Waffentyp ein und wurde dafür nicht zur Rechenschaft gezogen.

Ein unabhängiges Institut in Frankreich hat zweifellos bewiesen, das Mohammed Hamids Wunden das Resultat eines Angriffes mit dem chemischen Kampfstoff Weißer-Phosphor sind.


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Last modified onMittwoch, 11 März 2020 14:59