Coronavirus erreicht Kurdistan

  • Written by Heval
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Coronavirus erreicht Kurdistan Bildquelle: Unbekannt
Der Coronavirus hat die Autonome Region Kurdistan erreicht. Die Sicherheitsbehörden melden, dass eine Vierköpfige Familie in der kurdischen Stadt Kirkuk infiziert wurde. Zuvor meldete die Zentralregierung im Irak, dass mehrere Menschen mit dem Coronavirus infiziert wurden.

Die Regierung der Autonomen Region Kurdistan hat, um den Ausbruch der Seuche zu bekämpfen, seit Mittwoch 27.02. alle schulischen Institutionen bis zum 10. März 2020 schließen lassen. Ab dem 10. März beginnen gleichzeitig die Ferien zum kurdischen Neujahrsfest Newroz. Das bedeutet, dass alle schulischen Institutionen bis zum 23. März 2020 geschlossen bleiben.

Als weitere Maßnahme hat die Regierung der Autonomen Region Kurdistan beschlossen, ein allgemeines Reiseverbot innerhalb der autonomen Region zu verhängen. Das bedeutet, dass alle privaten Reisen ohne dringenden Grund verboten werden. Allerdings ist unklar wie die autonome Region dieses Verbot durchzusetzen und kontrollieren wird.
Darüber hinaus hat die Autonome Region seine Grenzen geschlossen. Touristen oder Reisende die trotz dessen einreisen möchten, müssen sich vorher auf den Erregerstamm des Coronaviruses testen lassen.

Die Verwaltungen der kurdischen Bezirke treffen darüber hinaus ebenfalls individuelle Maßnahmen. So baut die Provinz Slemani ein provisorisches Krankenhaus, in der alle Verdachtsfälle auf das Coronavirus und erkrankte Personen in Quarantäne gesteckt werden und dort behandelt werden. Das Gebäude soll innerhalb von 15 Tagen fertiggestellt und in Betrieb genommen werden.

Die Bevölkerung ist über die jüngsten Ereignisse enorm besorgt. Zeitweise waren Geschäfte komplett ausverkauft. Waren wurden in sogenannten Hamsterkäufen gekauft, um sich auf mögliche Ausnahmezustände vorzubereiten.
Von den Hamsterkäufen waren besonders medizinische Güter betroffen. Schutzmasken, Desinfektionsmittel und weitere Waren dieser Art waren in der gesamten Stadt ausverkauft. Einige Menschen und Händler nutzten diese Situation opportunistisch aus und verkauften Waren wie Schutzmasken auf dem Schwarzmarkt, zu einem zigmal höheren Preis.
Die Regierung der Autonomen Region Kurdistan versuchte dies zu unterbinden und droht mit heftigen Sanktionen, falls ein Händler seine Preise für Waren ohne triftigen Grund erhöht oder unangemessen hohe Preise verlangt. Man wolle nun auch jede Form des Schwarzmarktes stärker kontrollieren.
Die Regierung garantiert auch, dass es keine Engpässe an allen Gütern geben wird. Die Bevölkerung ist dazu aufgerufen, keine Unruhen zu stiften und mit der Regierung zu koordinieren.



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