Türkisch-islamistischer Angriff auf Christen

Das christliche Dorf ist zur Zielscheibe von Islamisten geworden. Bildquelle: Unbekannt Das christliche Dorf ist zur Zielscheibe von Islamisten geworden.
Gestern haben türkisch-islamistische Milizen die Region Til Temir angegriffen. Die Region liegt unweit der Frontline zur von der Türkei besetzten Zone in Rojava. Der Militärrat der Suryoye konnte den Angriff erfolgreich zurückgeschlagen.

Ziel des gestrigen Angriffs war das Dorf Um al-Key, welches immer wieder zur Zielscheibe türkisch-islamistischer Milizen wird. Der christliche Militärrat der Suryoye und die Habur-Verteidigungskräfte konnten nach stundenlangen nächtlichen Gefechten die Islamisten vom Eindringen in das Dorf abhalten. Weder christliche noch kurdische Kräfte kamen durch diesen Angriff zu schaden. Seitens der Islamisten sind, angesichts ihrer aggressiven Kriegsführung und der gestrigen Intensität, Verluste zu erwarten. Genaue Zahlen werden aber bewusst von der Türkei nicht genannt.

Die Dörfer bei Til Temir sind von hoher strategischer Bedeutung und werden daher regelmäßig von türkisch-islamistischen Milizen attackiert. Die Angriffe sind darüber hinaus auch symbolischer Natur, da die dortige Bevölkerung überwiegend christlich ist. Die Region ist seit der völkerrechtswidrigen Invasion Schauplatz hegemoniestrebender türkischer Außenpolitik, die einhergeht mit einer anhaltenden humanitären Katastrophe.

Die über Russland vereinbarte Waffenruhe wird regelmäßig von den türkischen Auxiliartruppen verletzt. Neben Frauen und Ältere, kamen bei ähnlichen Angriffen auch Kinder ums Leben. Aufgrund dieser Umstände ist das geregelte Leben in dieser Region, seit Anbeginn der türkischen Invasion, unmöglich geworden. Aufgrund dieser Gefahr mussten unzählige Schulen und soziale Einrichtungen geschlossen werden. Viele Menschen haben als Binnenflüchtlinge ihre Heimat verlassen.



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