Bestätigt: Türkei nutzt Chemiewaffen

  • Written by Passar Hariky
  • Published in Weltweit
Dr Abbas Mansouran verdeutlicht die entstandenen Verbrennungen durch die Nutzung von weißem Phosphor. Bildquelle: Unbekannt Dr Abbas Mansouran verdeutlicht die entstandenen Verbrennungen durch die Nutzung von weißem Phosphor.
Ein schweizer Labor bestätigt, dass die Türkei weißen Phosphor nutzt um sowohl Zivilisten als auch Sicherheitskräfte der Demokratischen Kräfte Syriens (SDF) anzugreifen. Damit bestätigt das Labor die Anschuldigungen der lokalen Behörden in Rojava und Syrien, dass die Türkei bewusst Chemiewaffen einsetzt.

Die Wessling Laboratorien in Bern haben mit den Proben die sie erhalten haben erklärt, dass die Substanz die gefunden wurde weißer Phosphor sei. Die verschiedenen und großen Verbrennungen mehrere Menschen lässt auf die Anwendung der Chemikalie schließen. Die Hautproben weisen eine extreme Menge an weißem Phosphor auf.

Der in der Schweiz lebende iranische Arzt Abbas Mansouran, der vor Ort in Rojava bei dem Angriff der Türkei die Menschen behandelt und versorgt hat, erklärt und bestätigt, dass viele der Verbrennungen die er behandelt hat, durch unkonventionelle Waffen entstanden sind. „Die Verletzungen und Symptome der Verletzten, von denen die meisten Zivilisten sind, resultieren aus dem Kontakt mit chemischen Waffen.“, erklärt Dr. Mansouran. Weiterhin fügt er hinzu, „Das schweizer Labor bestätigt in ihrem Bericht, dass es einen deutlichen Zusammenhang zwischen Symptomen und chemischen Waffen gibt. Selbst wenn der türkische Staat weiterhin die Vorwürfe zurückweist, haben wir nun den eindeutigen Beweis für die Internationale Gemeinschaft.“

Die Türkei nutzte die Chemiewaffen vor allem für ihre Invasion in Gire Spi und Sere Kaniye. Damit nutzt Erdogan verbotene Waffen und verstößt gegen Internationale Verträge und Vereinbarungen. Dr. Mansouran fordert die Internationale Gemeinschaft auf zu handeln. „Internationale Institutionen und Organisationen, besonders die Vereinten Nationen und der Internationale Gerichtshof in Den Haag müssen handeln und die gegebenen Beweise nutzen. Die Verantwortlichen müssen zur Rechenschaft gezogen werden.“ Fordert Dr. Abbas Mansouran.

Derweil bestreitet der türkische Verteidigungsminister Hulisi Akar die schweren Vorwürfe über die Verwendung chemischer Waffen. „Es ist ein weitbekannter Fakt, dass die Türkei keine chemischen Waffen in ihrem Inventar besitzt.“



Wir sind für Sie da! Auch in diesen schweren Zeiten recherchieren und schreiben wir für Sie. Aber nur durch ihr Mitwirken können wir sicherstellen, dass es RojavaNews auch weiterhin in dieser Form geben wird: Nämlich als eigenständiges, unabhängiges und neutrales Medium. Wir bedanken uns bei jedem einzelnen Spender. Mit einer monatlichen Spende von 5€ unterstützten Sie dauerhaft unsere journalistische Arbeit. Vielen Dank! Ihr Rojava News – Team



Weitere Informationen zum Spendenaufruf finden Sie hier.