Araber aus Idlib in Efrin angesiedelt

  • Written by Passar Hariky
  • Published in Kurdistan
Arabische Milizen fahren nach Efrin und siedeln sich dort neu an. Bildquelle: Afrinpost Arabische Milizen fahren nach Efrin und siedeln sich dort neu an.
Die Türkei siedelt arabische Flüchtlinge in Efrin an und versucht somit die Demografie der Region zu ändern. Damit begeht die Türkei Menschenrechtsverletzungen und führt eine ethnische Säuberung in Efrin, wie auch in der Pufferzone in Rojava (Nordsyrien).

Seit einigen Wochen läuft die Militäroperation zur Eroberung von Idlib durch die Regimetruppen (SAA) und russischen Hilfstruppen. Um die Türkeiloyalen Kräften in Syrien zu schützen, werden Schritt für Schritt die jihadistischen Milizen mit ihren Familien aus Idlib nach Efrin transportiert und dort wieder angesiedelt. Die gesamte Region um Efrin ist betroffen. Lokale Medien berichten das die Umsiedlung nicht nur für die Stadt Efrin gilt, sondern auch kurdische Dörfer nach und nach arabisiert werden.

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So habe, nach der lokalen Nachrichtenplattform Afrinpost, die Al-Majd Legion (Jihadistische arabische Miliz aus Idlib) etwa 20 Familien im Dorf Dikieh angesiedelt. Die Häuser der deportierten Kurden wurden zwangsbesetzt. Die Anwohner des Dorfes und der Häuser wurden aus den eigenen Häusern geworfen. Die Human Rights Organisation berichtet, dass allein im Bulbul-Bezirk über 300 Familien angesiedelt wurden. Vorwiegend an der türkischen Grenze. Weitere 250 Familien wurden in den Dörfern des Mobata-Bezirks angesiedelt und weitere in anderen Bezirken in Efrin.

Die eigentlichen Besitzer der Häuser und Anwohner der Dörfer werden systematisch enteignet und den Geflüchteten Kurden in den Camps der Sheba-Ebene wird weiterhin die Rückkehr in ihre alte Heimat verwehrt.

Seit 2018 wird Efrin in einer Invasion durch die Türkei erobert wurde, leiden Kurden besonders stark unter der Willkür des türkischen Militärs und den jihadistischen Islamistenmilizen. Immer wieder kommt es zu Entführungen, Folter und Mord an Kurden aufgrund ihrer ethnischen Zugehörigkeit. Noch stärker sind ezidische Kurden betroffen die aufgrund ihrer Religion aus Efrin gedrängt werden und Feindbild der Islamisten sind.





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Last modified onDonnerstag, 09 Januar 2020 20:07