Explosion trifft kurdische Stadt Qamishlo

Am Montag den 18.06. wurde die kurdische Stadt Qamishlo in Rojava von einer Explosion erschüttert. Zwei Tage nachdem sich eine Explosion in der kurdischen Stadt Hassakah ereignet hat. Bisher gibt es allerdings keine Berichte über Todesfälle.

Eine Autobombe detonierte vor dem Hauptquartier der internen Sicherheitskräfte in Qamishlo. Durch die Detonation wurden zwei Sicherheitskräfte schwer verletzt. Die Behörden und Krankenwagen eilten zu der Szene, von der sie aus Rauch aufsteigen sahen. Die umliegenden Autos und Gebäude, wie Kioske und Restaurants wurden schwer beschädigt.

Zwei Tage zuvor am Samstag um 23:15, explodierte ein ferngesteuertes Motorrad im Kreisverkehr des Industrial Institute in der Nähe des al-Talae-Kreisverkehrs in der Stadt Hasakah. Bisher hat keine Gruppe die Verantwortung für die beiden Angriffe übernommen.

Obwohl die Demokratischen Kräfte Syriens und die Anti-IS-Koalition die Niederlage des sogenannten Kalifats der extremistischen Gruppe am 23. März ankündigten, gibt es weiterhin Angriffe von Schläferzellen des Islamischen Staates.

Es ist nicht das erste Mal, dass diese beiden Städte im Nordosten Syriens ins Visier genommen werden. Schon in den beiden letzten Jahren gab es jeweils eine Explosion die Menschenleben forderte. Bei einer Explosion wurden im Februar 2017 zwei Sicherheitskräfte in der kurdischen Stadt Qamishlo getötet. Am 15. Mai 2018 kamen erneut bei einer Autobombenexplosion in Qamishlo zwei Menschen ums Leben.

Hinweise das türkische Armee US-Soldaten tötet

Das US-Militär gibt bekannt, dass Michael A. Thompson ein First Class Private der US Armee in Syrien ums Leben kam. Der 28-Jährige US-Soldat aus Michigan erlag nach Angaben des US-Militärs am Montag den 29.04.2019 seinen Wunden, welche er durch einen „Nicht-kampfbezogenen Zwischenfall“ (Englisch Original: „Noncombat incident“) erlitt.
Laut dem Platoonführer (deutsch: Zugführer) wird der Zwischenfall immer noch untersucht. Michael A. Thompson ist in einem Krankenhaus nahe Kobane verstorben. Die Meldung des Verlustes und des Zwischenfalles und die Erklärung des US-Militärs, wurden erst drei Tage später veröffentlicht.


Die Schwester des Soldaten erklärt in einem Interview „Mein Bruder ist der Armee beigetreten, um denen zu helfen die Hilfe brauchen. Um diejenigen zu beschützen, die sich nicht selbst schützen können.“.
Sie erklärte auch, ihrer Familie wurde erklärt, dass ihr Bruder durch Schüsse gestorben sei und das Michael in einem Telefonat einige Tage vor dem Zwischenfall erzählte, er würde die nächsten Tage wieder auf Patrouille gehen.

In der Nacht zu Montag, dem 29.04., melden mehrere türkische Quellen auf diversen sozialen Medien von einem erfolgreichen Angriff auf eine Patrouille der YPG westlich von Tal Abyad nahe dem Dorf Tel Fender. Die US-Armee patrouilliert, als Teil der Deeskalationsmaßnahmen zwischen der Türkei und der YPG, regelmäßig dieses Gebiet. Laut den türkischen Quellen wurde ein Fahrzeug der Patrouille unter Beschuss genommen und beschädigt.
Die Sprecher der YPG melden an diesem Tag keine Zwischenfälle und auch keine Angriffe der Türkei auf Einheiten der YPG.

Diese Meldungen liefern in den sozialen Medien viel Freiraum und Stoff für Theorien. Einige Aktivisten gehen davon aus, dass die Türkei versehentlich eine Patrouille der US-Armee angriff und den US-Soldaten verwundet haben.
Die verzögerte Veröffentlichung des Zwischenfalles und den Unstimmigkeiten zwischen der offiziellen Erklärung und der Aussage der Schwester seien, Experten zufolge, Indizien das die USA versucht diesen Vorfall zu verschleiern.
Einige Aktivisten argumentieren aber auch entgegen dieser Theorie und verweisen darauf das türkische Quellen regelmäßig Falschmeldungen in die Welt setzen. So kann es sein, dass auch diese Meldung eine Falschmeldung ist. Die Schüsse an denen der US-Soldat Michael A. Thompson gestorben ist, können laut der Gegenargumentation von einer ungesicherten Waffe stammen. Dies würde auch mit der offiziellen Erklärung einhergehen, welche von einer „Nicht-kampfbezogenen Zwischenfall“ spricht.

Abu Bakr al Bagdadi im neuen IS Propaganda Video

Das IS Propaganda Studio Al-Furqan hat heute nach jahrelanger Stille ein Video veröffentlicht. In dem 18-minütigen Video wird der Kalif des Islamischen Staates Abu Bakr al Bagdadi gezeigt.

Das Video lässt keinerlei Rückschlüsse über seinen Aufenthaltsort zu, es ist aber zu erkennen das Bagdadi gesund und gut ernährt ist. Die Koalition vermutet er befindet sich in der syrischen Wüste. Die irakischen Behörden glauben, er befindet sich in der Wüste des Iraks und Russland glaubt sie hätten ihn bereits bei Luftschlägen getötet.

Im Video spricht Bagdadi über Sri Lanka, lobt die Terroristen dort für das beitreten in den Islamischen Staat und erklärt diese Angriffe seien direkte Vergeltungsaktionen für den physischen Niedergang des IS in Baghuz. Er lobt auch den Widerstand in Baghuz und gibt erstmalig an, der IS habe mehr als 3000 Soldaten dort verloren.

Abu Bakr al Bagdadi fordert in dem Video seine Gefolgschaft explizit dazu auf, französische Truppen in den afrikanischen Einsatzgebieten wie Mali und Somalia anzugreifen.
Es ist unklar warum er nur dazu auffordert französische Truppen anzugreifen. Viele Aktivisten spekulieren, dass die türkisch-französischen Spannungen dafür verantwortlich sein könnten.

Im Video ist zu sehen wie Bagdadi durch verschiedene Ordner blättert, mit Informationen über alle Einsatzgebiete des IS. Die Ordner tragen als Titel alle Länder wo der IS Strukturen aufgebaut hat. Dazu zählen Soldaten des IS, als auch eine Kommandostruktur und einen Emir der das Einsatzgebiet leitet. Die Titel bzw Einsatzgebiete die im Video gezeigt wurden umfassen Libyen, die Sinai-Halbinsel, Irak, Syrien, Somalia, Yemen, das Kaukasusgebiet, Tunesien, Zentral Afrika und West Afrika. Brisant ist das ein Ordner den Titel „Wilayat Turkiye“ trägt (Staat Türkei). Das ist ein klarer Beweis für die Existenz des IS in der Türkei mit Soldaten und einem Emir.

Neben Bagdadi liegt sein persönliches Gewehr eine AKS-74U mit einem Magazin eines RPK-74. Die Waffe und das Magazin sind ein bekannter Anblick, denn auch Osama Bin Laden trug stets denselben Waffentyp mit dem selben Magazin mit sich herum.
In jihadistischen Kreisen gilt dieses Gewehr als Symbol für den Sieg gegen den Imperialismus, da die Taliban in Afghanistan diese Waffen von den invasiven sowjetischen Truppen erobert haben. Eine Symbol das zugleich auch eine neue Ära einleitet. Eine Ära mit einem neuen meistgesuchten Mann der Welt und einer neuen Symbolfigur des Terrorismus.

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