Dänemark entsendet Truppen nach Syrien

„Als Gründungsmitglied der Anti-Islamischer-Staat-Koalition, demonstriert diese Entsendung von Truppen, Dänemarks Entschlossenheit mit unseren Partnern der SDF, zu gewährleisten das der Islamische Staat nicht erneut aufkeimen kann.“

Der Pentagon Sprecher Jonathan Hoffman erklärt in einem Statement, dass die dänische Regierung sich dazu entschieden hat, Truppen nach Syrien zu entsenden. Die Truppen werden im Rahmen der Anti-Islamischer-Staat-Koalition den lokalen Sicherheitskräften der SDF helfen, die schwierige Sicherheitslage zu stabilisieren.

Das Pentagon Statement erklärt „Die Vereinigten Staaten von Amerika begrüßen die Entscheidung der dänischen Regierung, Truppen nach Syrien zu entsenden. Um die Operation 'Inherent resolve' (deutsch: Unerschütterliche Entschlossenheit) zu unterstützen und um sich die Last und die Verantwortung dieser wichtigen Mission zu teilen.“
Es heißt außerdem „Als Gründungsmitglied der Anti-Islamischer-Staat-Koalition, demonstriert die Entsendung von Truppen, Dänemarks Entschlossenheit gemeinsam mit unseren Partnern der SDF das erneute aufkeimen des Islamischen Staates zu verhindern in dem es zur Stabilität der Region beiträgt.“

Im Juli 2019 stellte die USA formale Anfragen an mehrere NATO Partner, Truppen zu entsenden, um die USA in Syrien zu entlasten. Dänemark folgt damit der im Juli gestellten Anfrage der USA und wird Truppen in das von der SDF kontrollierte Syrien entsenden. Der dänische Außenminister Jeppe Kofod erklärte in einem Statement, dass Dänemark seinen Pflichten als NATO Mitglied nachkommen muss, welches unweigerlich mit der von den USA geführten Anti-IS-Koalition im Zusammenhang steht. Die dänische Verteidigungsministerin betonte in einem Statement wie stolz sie und die dänische Nation ist, einen Beitrag zum Frieden und Stabilität in einem Krisengebiet zu leisten.

Dänemark engagierte sich bereits vor dieser Entscheidung, im Rahmen der Anti-Islamischer-Staat-Koalition, im Kampf gegen den IS. Dänemark hat Teile seiner Luftwaffe der Koalition zur Verfügung gestellt, die sowohl im Irak als auch in Syrien an Missionen teilnahmen. Darüberhinaus bildete Dänemark ungefähr 16.000 irakische Sicherheitskräfte aus. Im humanitären Bereich, hat Dänemark bereits mehr als 80 Millionen US-Dollar gestiftet.

Obwohl Dänemark seit dem Irakkrieg 2003 an keinem weiteren bewaffneten Konflikt beteiligt war, ist es keine neue Entwicklung, dass dänische Truppen als Teil der Koalition gegen den islamischen Staat kämpfen. Dänemark hat von August 2016 bis zum Ende von 2018 ungefähr 60 Spezialeinheiten in Irak und der syrischen Grenzregion stationieren lassen.

Dänische Spezialeinheiten des Fromandskorpset.

Editiert von Passar Hariky

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Spannungen im Iran steigen – Ost-Kurdistan Einheiten melden Märtyrer aus Kämpfen

Nach Gefechten mit dem iranischen Regime geben die Ost-Kurdistan Einheiten ihre Märtyrer bekannt. Der Iran versucht weiterhin seine Verluste zu verschleiern. Die Spannungen zwischen den beiden Parteien steigen wieder.

Die kurdische Widerstandsbewegung „Ost-Kurdistan Einheiten“ (Militärischer Arm der PJAK) melden den Märtyrertod von vier ihrer Soldaten, die Mitte Juli in Gefechten mit dem iranischen Regime gefallen sind. Die Gefechte hielten in der kurdischen Provinz Kermanshah für drei Tage an und resultierten in schweren Verlusten auf beiden Seiten.
Der iranische Staat gab über lokale staatliche Medien bekannt, dass nur ein iranischer Soldat bei den dreitägigen Gefechten ums Leben gekommen sei. Diese Zahl ist laut Aktivisten nicht korrekt und dramatisch heruntergespielt.

In der Nacht zum 9. Juli 2019 sind die Gefechte aus unbekannten Gründen ausgebrochen. Die anfangs sporadischen Schusswechsel mündeten nach wenigen Stunden in schwere Gefechte. Sowohl die Ost-Kurdistan Einheiten als auch die iranische Armee haben nach der Bekanntgabe der Gefechte sofort weitere Soldaten in das betroffene Gebiet entsendet. Die Gefechte hielten drei Tage an und sind immer weiter eskaliert. Am dritten Tag sind die Gefechte langsam abgekühlt und beide Seiten entschieden sich dazu, sich zurückziehen. Die iranische Armee hat sich dann dazu entschieden, einen Berg und umliegende Täler zu bombardieren von denen der Iran dachte, das die Ost Kurdistan Einheiten sich dorthin zurückgezogen haben. Bei diesen Bombardierungen ist eine Vielzahl von Zivilisten verletzt worden.

Die Ost-Kurdistan Einheiten haben nach einer zweiwöchigen Ruhe am 2. Juli, als Antwort auf eine zweitägige Militäroperation des Irans, bei der Parteizentralen und Zivilisten in der Autonomen Region Kurdistan durch den Iran angegriffen wurden, iranische Stellungen angegriffen. Zahlen über Verluste auf iranischer Seite sind weiterhin unbekannt.

Die Ost-Kurdistan Einheiten stellen den bewaffneten Flügel der Ost-kurdischen Partei PJAK (Partei für ein freies Leben Kurdistan). Die PJAK basiert im Kern auf derselben Ideologie wie die PKK und wird oft als ihre Schwesterpartei angesehen. Die PJAK ist aber nach eigener Aussage eine komplett eigenständige Partei, die in keinem direkten Kontakt mit der PKK steht.

Die Parteiführung soll sich laut Aktivisten und Al-Monitor bald mit hochrangigen Iranischen offiziellen Treffen um ein Abkühlen der Spannungen in Ost-Kurdistan (Rojhelat) zu bewirken.
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