Spionage-Skandal Dänemark bestellt türkischen Botschafter ein

Ein Spionage-Skandal erschüttert die Beziehungen zwischen Dänemark und Türkei. Der dänische Außenminister Jeppe Kofod ruft den türkischen Botschafter zu sich. Der Grund dafür ist die Verfolgung und Spionage der Kurden in Dänemark durch den türkischen Staat.

Am Mittwoch den 11.09. veröffentlichte die dänische tageszeitung “Berlingske” einen Artikel über ihre Aufdeckung von Spionageaktivitäten der Türkei in Dänemark. Insbesondere werden dabei Dänische Staatsbürger mit türkischen Wurzeln als Spitzel benutzt um möglichst viele Informationen über Kurden und dänische Staatsbürger mit kurdischen Wurzeln zu beschaffen wie nur möglich. Die Informationen werden von der Türkei gesammelt und benutzt um die Angezeigten in der Türkei Strafverfolgung auszusetzen.

Gemeinsam mit einer türkischsprachigen Person die nicht näher genannt werden durfte, hat ein Journalist der Zeitung im Büro des türkischen Präsidenten angerufen mit dem Vorwand Informationen über PKK-Sympathisanten zu besitzen. Dabei wurde unmissverständlich erklärt, dass die Personen um die es sich handelt reine PKK-Sympathisanten sind und keine Mitglieder oder aktive Unterstützer. Die zuständige Person im Büro des türkischen Präsidenten, verwies den Anrufer zuallererst das eine mündliche Anzeige nicht bearbeitet werden kann und der Anrufer eine schriftliche Anzeige einreichen soll.Wenig später drängte er jedoch die Namen der Personen zu erfahren. Er erklärte „Wenn du uns nicht die Namen gibst, können diese Personen die Türkei frei betreten und ausreisen soviel sie möchten. Aber wenn du uns ihre Namen gibst, dann werden sie natürlich direkt bei der Einreise in die Türkei verhaftet. Aber wir können nichts unternehmen ohne die Namen.“ Demnach reicht das Telefonat schon um nach Personen fahnden zu lassen. Die zuständige Person forderte ebenfalls, dass der Anrufer die zuständigen lokalen Sicherheitskräfte für terroristische Angelegenheiten informieren soll.

Der Mitarbeiter des Präsidentenbüros betonte gegenüber dem Anrufer und seinem mithörendem dänischen Kollegen der Zeitung, dass die Hintergrundinformationen der Personen wichtig sind. Diese sollen weiter gesammelt und schnellstmöglich übermittelt werden. Privatadresse der Person und der Arbeitsstelle stehen dabei im Vordergrund. Diese Informationen sollen dem Mitarbeiter nach dem MiT, dem türkischen Geheimdienst, übermittelt und untersucht werden.
Auf die Frage, ob es eine Bezahlung hinsichtlich der Informationsbeschaffung gäbe, antwortete der Mitarbeiter: „Ich weiß es nicht, es wäre falsch darüber was zu sagen.“. Demnach ist die Bezahlung für die Weitergabe von Informationen nicht auszuschließen.
Weiter wurde gefragt ob Minderjährige auch angezeigt werden können. daraufhin antwortete der türkische Staatsbeamte, dass das Alter nicht relevant sei

Schlussendlich wurde der Mitarbeiter gefragt was man in Dänemark gegen die Aktivitäten der PKK unternehmen könnte. Darauf antwortete der Mitarbeiter „Sie können diese Personen in unserer Botschaft melden und wenn sie türkische Staatsbürger sind, dann wird das 'notwendige' arrangiert.“

Nach eigenen Angaben werden täglich Anzeigen aus ganz Europa im Präsidentenbüro abgegeben, erklärte der Mitarbeiten am Telefon. Demnach ist Deutschland nicht auszuschließen. erst vor kurzem machte eine Smartphone App der türkischen Regierung Schlagzeilen die es jeder Person ganz Leicht und überall erlaubt, eine Anzeige über Regierungskritiker oder Oppositionelle ganz einfach zu erstellen. Dabei wird diese App gegen Kurden in ganz Europa und den USA verwendet um sie später bei der Einreise in die Türkei zu verhaften und anzuklagen.

Der dänische Außenminister Jeppe Kofod zeigte sich empört über die türkische Spionage und Verfolgung in Dänemark. Kofod kündigte an, den türkischen Botschafter zu sich zu rufen um mit ihm über diesen Missstand zu reden. Ebenfalls ist ein Gespräch mit dem türkischen Außenminister Mevlut Cavusoglu über dieses Thema geplant.

Ob dieser Skandal weitere Kreise ziehen wird ist unklar. Sicher ist, dass die Vorgehensweise der Türkei in Dänemark sicher kein Einzelfall ist. Wie weit sich die Netze des Terror- und Überwacherstaates Türkei in Europa ziehen und ob sie bekämpft werden, wird sich erst noch zeigen müssen.

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HDP-Delegation trifft Barzani und KDP in Hewler

Eine Delegation der Demokratischen Volkspartei (HDP) traf am Samstag in Hewler Massoud Barzani und weitere weitere KDP-Mitglieder.

Die HDP-Delegation aus der Türkei setzte sich aus dem Ko-Vorsitzenden Sezai Temelli, den Abgeordneten Berdan Öztürk, Fatma Kurtulan, Nazmi Gür, Feleknas Uca und Imam Taşçıer zusammen. Sie wurden von den Ko-Vorsitzenden der HDP-Vertretung in Südkurdistan, Müzeyyen Güneş und Abid, begleitet. Begrüßt wurde die Delegation von Massoud Barzani, Fazil Mirani vom KDP-Politbüro, dem Außenbeauftragten der Region Südkurdistan, Safeen Dizayee, und anderen Parteibeamten.

Bei diesem Treffen ging es hauptsächlich über „regionale Fragen und die Einheit der Kurden“. "Die Zeit für Frieden ist gekommen und die Kurdenfrage in der Türkei muss nur auf friedlichem Wege geführt werden.", sagte Barzani in einer Erklärung und fügte hinzu: "Der Konflikt löst nichts und es darf keine Gelegenheit verpasst werden, Frieden in der Türkei zu schaffen."
In einer Pressekonferenz nach dem Treffen mit Barzani beschrieb Temelli den KDP-Präsidenten als "...einen der einflussreichsten Führer, nicht nur für die Kurden, sondern auch für die Politik der Region." Wir sind "auf der Suche nach einem demokratischen Prozess zur Schaffung von Sicherheit und Stabilität in der Region, insbesondere für die Kurden", fügte er hinzu.
Sezai Temelli sagte im Anschluss, dass ein viertägiger Besuch in Südkurdistan geplant ist: "Wir hoffen, dass diese Tage produktiv werden. Wir betrachten diesen Besuch als große Verantwortung und gleichzeitig als große Ehre."

Die HDP wurde 2012 gegründet, um die kulturellen und politischen Rechte der Kurden zu verteidigen, versuchte jedoch später ihr Unterstützungsspektrum zu erweitern. Unter der Leitung von Temelli, einem Türken aus Istanbul, wird die Partei nun von Kurden, Türken, Aleviten und anderen unterstützt.
Die HDP selbst sah sich dem Zorn der türkischen Behörden ausgesetzt, insbesondere nachdem ein gescheiterter Militärputschversuch im Juli 2016 zur Verhaftung der beiden HDP-Co-Vorsitzenden Selahattin Demirtas und Figen Yuksekdag geführt hatte. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat der HDP wiederholt Verbindungen zur PK* vorgeworfen.

Temelli, der ethnisch türkische Co-Vorsitzende der HDP, erklärte am Samstag in Erbil gegenüber Journalisten, dass sie nicht nur für die Türkei, sondern weltweit für den Frieden kämpfen. „Der Kampf ist nicht auf kurdische Grenzen beschränkt. Wenn es im Nahen Osten keinen Frieden gibt, wird es keinen Frieden für die ganze Welt geben.“, sagte er. Bei der letzten Niederschlagung wurden am 19. August drei demokratisch gewählte HDP-Bürgermeister in den kurdischen Städten Amed (Diyarbakir), Van und Mardin wegen angeblicher finanzieller Unterstützung der PK* entlassen. Hunderte von Parteimitgliedern wurden landesweit verhaftet.
"Herr Temelli betonte auch, dass die Errungenschaften der Region Kurdistan geschützt werden müssen.", heißt es in der KRG-Erklärung des Co-Vorsitzenden von HDP Temelli.

Es wird erwartet, dass die Delegation als nächstes die Kurdistan Islamic Union trifft und am Montag in die Provinz Sulaimani reist, um dort mit dem irakischen Präsidenten Barham Salih und den in Sulaimani ansässigen politischen Parteien das gleiche Thema anzusprechen.

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Dänemark entsendet Truppen nach Syrien

„Als Gründungsmitglied der Anti-Islamischer-Staat-Koalition, demonstriert diese Entsendung von Truppen, Dänemarks Entschlossenheit mit unseren Partnern der SDF, zu gewährleisten das der Islamische Staat nicht erneut aufkeimen kann.“

Der Pentagon Sprecher Jonathan Hoffman erklärt in einem Statement, dass die dänische Regierung sich dazu entschieden hat, Truppen nach Syrien zu entsenden. Die Truppen werden im Rahmen der Anti-Islamischer-Staat-Koalition den lokalen Sicherheitskräften der SDF helfen, die schwierige Sicherheitslage zu stabilisieren.

Das Pentagon Statement erklärt „Die Vereinigten Staaten von Amerika begrüßen die Entscheidung der dänischen Regierung, Truppen nach Syrien zu entsenden. Um die Operation 'Inherent resolve' (deutsch: Unerschütterliche Entschlossenheit) zu unterstützen und um sich die Last und die Verantwortung dieser wichtigen Mission zu teilen.“
Es heißt außerdem „Als Gründungsmitglied der Anti-Islamischer-Staat-Koalition, demonstriert die Entsendung von Truppen, Dänemarks Entschlossenheit gemeinsam mit unseren Partnern der SDF das erneute aufkeimen des Islamischen Staates zu verhindern in dem es zur Stabilität der Region beiträgt.“

Im Juli 2019 stellte die USA formale Anfragen an mehrere NATO Partner, Truppen zu entsenden, um die USA in Syrien zu entlasten. Dänemark folgt damit der im Juli gestellten Anfrage der USA und wird Truppen in das von der SDF kontrollierte Syrien entsenden. Der dänische Außenminister Jeppe Kofod erklärte in einem Statement, dass Dänemark seinen Pflichten als NATO Mitglied nachkommen muss, welches unweigerlich mit der von den USA geführten Anti-IS-Koalition im Zusammenhang steht. Die dänische Verteidigungsministerin betonte in einem Statement wie stolz sie und die dänische Nation ist, einen Beitrag zum Frieden und Stabilität in einem Krisengebiet zu leisten.

Dänemark engagierte sich bereits vor dieser Entscheidung, im Rahmen der Anti-Islamischer-Staat-Koalition, im Kampf gegen den IS. Dänemark hat Teile seiner Luftwaffe der Koalition zur Verfügung gestellt, die sowohl im Irak als auch in Syrien an Missionen teilnahmen. Darüberhinaus bildete Dänemark ungefähr 16.000 irakische Sicherheitskräfte aus. Im humanitären Bereich, hat Dänemark bereits mehr als 80 Millionen US-Dollar gestiftet.

Obwohl Dänemark seit dem Irakkrieg 2003 an keinem weiteren bewaffneten Konflikt beteiligt war, ist es keine neue Entwicklung, dass dänische Truppen als Teil der Koalition gegen den islamischen Staat kämpfen. Dänemark hat von August 2016 bis zum Ende von 2018 ungefähr 60 Spezialeinheiten in Irak und der syrischen Grenzregion stationieren lassen.

Dänische Spezialeinheiten des Fromandskorpset.

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Ted Cruz fordert ein unabhängiges Kurdistan

"Die Kurden haben geblutet und gekämpft und viele sind gestorben. Sie haben sich die Anerkennung verdient.“ Ein unabhängiges Kurdistan würde auch die Sicherheit der USA erhöhen, betonte Senator Cruz.

Senator Ted Cruz begrüßte die Kurden als starke Verbündete der USA im Zuge einer breiten Diskussion über die nationale Sicherheitspolitik der USA in einer prominenten Denkfabrik in Washington.
"Die Kurden standen immer wieder mit Amerika zusammen", erklärte Cruz und fügte hinzu „Die Peshmerga haben sich als sehr wirksam agierende Kämpfer erwiesen um die Feinde Amerikas zu bekämpfen.“

Die vom Hudson Institut organisierte Podiumsdiskussion mit dem Senator hatte als Thema die breitgefächerte außenpolitische Strategien der USA in den letzten 100 Jahren: Interventionismus vs Isolationismus. Dabei trat des Senator aus Texas als Experte an und führte eine Podiumsdiskussion und beantwortete auch Fragen aus dem Publikum. Seiner Ansicht nach beruht seine Forderung nach mehr Unterstützung für die Kurden und einem unabhängigen Kurdistan vor allem auf die Loyalität der Kurden zu den USA und der amerikanischen Interessen für Sicherheit. Dabei betont Cruz, dass ein unabhängiges Kurdistan eine der stärksten Verbündeten im Nahen Osten wäre und vom großen Interesse für die USA wären mehr Sicherheit für die USA und ihren Bürgern zu schaffen.

Cruz kritisierte auch US-Führung in Bezug auf Kurden, da es viele Meinungsverschiedenheiten gibt. "Die US-Außenpolitik hat es zu oft versäumt, sich den Kurden zu stellen.", sagte Cruz. "Ihre Tapferkeit und ihre Loyalität wurden nicht mit der gleichen Konsequenz in der US-Außenpolitik zurückgezahlt.“, so Cruz. Damit spricht Cruz vor allem über die Opfer der Kurden im Krieg gegen den Internationalen Terrorismus des Islamischen Staates und seiner Verbündeten wie die Türkei. Trotz aller Unterstützung haben die Kurden gemeinsam mit der US-geführten Anti-IS-Koalition die terroristische Organisation bekämpft und geschlagen. Nun droht eine weitere Eskalation durch die Türkei. Viele Experte kritisieren den amerikanischen Umgang mit den Kurden in Bezug auf Türkeipolitik. Über die gesamte Länge des Krieges habe die Autonome Regierung in Nord- und Ostsyrien mit der SDF Beweise gesammelt und gefunden, die türkische Unterstützung des IS aufzeigt. Von Reisemöglichkeiten bis zu Waffenlieferungen und Ölkauf, gibt es diverse Beweise und Zeugen.

„Ich verstehe, dass ein freies und unabhängiges Kurdistan die Iraker verrückt macht. Es macht die Türken verrückt. Die Iraner wird es ebenso wenig begeistern.“, erklärte Cruz und fuhr fort „Ich denke , dass es richtig ist - nicht , weil wir in der Wirtschaft wieder demokratischen Utopien fördern könnten - , sondern weil wir was zurückgeben sollten. Sie haben es sich verdient,“.

Die Diskussion über die mögliche Rolle eines unabhängigen Kurdistans ist entstanden, als er einen strategischen Überblick über die nationale Sicherheit der US-Politik im Nahen Osten auf der Podiumsdiskussion vorgestellt hatte.

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Demirtas wird freigesprochen

Das Gericht in Ankara hat Demirtas freigesprochen. Sein Anwalt teilt mit, dass er weiterhin zuversichtlich ist und mit seiner Freilassung in naher Zukunft rechnet.

Selahettin Demirtas, der ehemalige Parteiführer und Präsidentschaftskandidat der HDP wurde am 01.09.2019 bei seinem Hauptverfahren freigesprochen.
Demirtas wurde im November 2016 von den türkischen Sicherheitskräften festgenommen und sitzt seitdem in Untersuchungshaft. Die türkische Staatsanwaltschaft wirft ihm Mitgliedschaft und Führung in einer terroristischen Organisation und Verbreitung von terroristischer Propaganda vor.

Ein Gericht in Ankara hat Demirtas nun von seinem Hauptverfahren freigesprochen. Das türkische Gericht sieht keine Anhaltspunkte für eine Mitgliedschaft von Demirtas in einer terroristischen Organisation. Die Staatsanwaltschaft hat eine Haftstrafe von mehr als 140 Jahren für Demirtas gefordert.
Allerdings wird er nach diesem Freispruch weiterhin in Haft bleiben müssen, da ihn ein anderes Gericht in einem anderen Verfahren bereits rechtskräftig verurteilt hat. Eine Haftstrafe von vier Jahren und acht Monaten muss Demirtas absetzen. Allerdings haben die Anwälte von Demirtas einen Antrag auf Anrechnung der bereits in Haft verbrachten Zeit gestellt. Die bereits in Untersuchungshaft verbrachten drei Jahre sollen auf die anstehende Haftstrafe angerechnet werden. Somit werden die nötigen 75% der Haftstrafe abgesessen sein und ein Antrag auf sofortige Freilassung kann gestellt werden.
Der Anwalt von Demirtas ist weiterhin zuversichtlich und erwartet das Demirtas in naher Zukunft frei kommt.

Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hat im Jahre 2018 angeordnet, das Demirtas sofort freigelassen werden soll. Die übermäßig lange Untersuchungshaft von mehr als drei Jahren sei nicht gerechtfertigt. Die Türkei ist Mitglied des Europarates und ist an das Urteil des Europäischen Gerichtshofes gebunden. Allerdings erklärte der türkische Staatspräsident Recep Tayip Erdogan, dass er sich dem Urteil nicht „gebunden fühle“ und setzt sich über die Instanzen hinweg.



 
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8-jähriger Judo-Star widmet seine Goldmedaille der „kurdischen Nation“

Der 8-jährige kurdische Judo-Champion Celal Eladin hat seine zahlreichen Goldmedaillen dem kurdischen Volk gewidmet. Celal kommt aus Kasachstan und lebt derzeit in Deutschland. Durch seinen Vater lernte er schnell seine Leidenschaft zum Judo kennen und schon sehr früh fing er in einem Studio an zu trainieren. Celals Vater war selber ein Judo-Champion.

Celal Eladin gewann kürzlich eine Goldmedaille beim Abu Dhabi World Jiu-Jitsu Festival 2019-2020, welches eines der größten Meisterschaften für Brasilianisches Jiu-Jitsu ist. In einem kurzen Interview nach seinem sensationellen Auftritt äußert sich der junge Champion: „Ich war ein Champion in Abu Dhabi. Ich war ein Champion in Kasachstan. Ich bin ein Weltmeister. Ich bin Kurde. Ich widme diese Medaillen meiner Nation.“

Der junge kurdische Athlet trainiert in einem Fitnessstudio im Südosten Kasachstans. Sein Trainer Eladin Mistefayov leitet das Ze Radiola Team Kasachstan, dessen junge Athleten bei Turnieren auf der ganzen Welt Meister geworden sind.
„Ich bin Kurde. Ich trainiere Erwachsene und Kinder wie Celal, die sich für den Sport interessieren.“, erklärt Mistefayov und fügt hinzu: "Wir sind dieses Jahr nach Abu Dhabi gefahren, um die internationale Meisterschaft zu bestreiten, bei der wir die Goldmedaille gewonnen haben."

Brasilianisches Jiu-Jitsu ist eine weiterentwickelte Kampfsportart die Elemente aus Judo und Jiu-Jitsu kombiniert und einen schwerpunkt auf Bodenkampf legt. Dabei werden aber auch Wurftechniken aus dem stand gelehrt.

Durch einen intensiven Kurs in Kazakhstan konnte der 8-Jährige sich die Goldmedaille in Abu-Dhabi sichern. Der Vater des Kindes war ein ehemaliger Judo-Champ. Nun möchte er in die Fußstapfen seines Vaters treten.

Der Champion hält die Goldmedaille hoch die er Kurdistan widmet.

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Assassination eines IRGC-Agenten in Ostkurdistan

Die iranische Nachrichtenagentur Fars News meldet den Tod eines Agenten der Iranischen Revolutionsgarde (IRGC). Die IRGC ist eine militärische Organisation, die den Auftrag hat die Revolution im Iran zu schützen. Sie dient allein dem revolutionären Führer Khameini und wird derzeit angeführt Hussein Salami. Die IRGC wird als stärkste militärische Organisation im Iran gesehen und gilt als elitär.

Das Mitglied der IRGC wurde bei Piranshahr, nahe der Grenze zur Autonomen Region Kurdistan ermordet. Aktivisten aus der Region melden, dass es keine Gefechte gab, sondern das die Ermordung gezielt und professionell durchgeführt wurde. Mehrere Quellen sprechen von einer gezielten Assassination. Die Professionalität dieser Ermordung, lässt vermuten, dass es sich um ein hochrangiges Mitglied der IRGC gehandelt hat. Das Schweigen der iranischen Nachrichtenagenturen zu dem Namen und Ranges des IRGC Mitgliedes, untermauert diese Vermutung.

Rojava News bestätigt, dass es sich bei der ermordeten Person um Khalid Shawani handelt. Khalid Shawani war ein Agent der IRGC, der sowohl im Ausland als auch im Inland aktiv war. Er galt innerhalb des Informationsdienstes der IRGC als sehr fähig und hatte einen hohen Rang innerhalb der IRGC.
Zum Tathergang ist zum jetzigen Zeitpunkt nur klar, das Khalid Shawani in einem Fahrzeug auf offener Straße erschossen wurde. Augenzeugen berichten davon, dass Feuerwehrleute das Feuer eröffnet haben.
Zum jetzigen Zeitpunkt hat sich niemand zu der Ermordung bekannt. In den vergangenen Monaten kam es zu schweren Gefechten zwischen der kurdischen Opposition und dem iranischen Militär. Die Spannungen halten weiterhin an, weswegen die Vermutung nahe liegt, dass die kurdische Opposition hinter der Ermordung steckt.

Die gezielte Ermordung von Schlüsselfiguren der IRGC in den kurdischen Gebieten, ist eine neue Entwicklung, die die IRGC destabilisieren wird. Es ist anzumerken, dass die Professionalität der Ermordung, innerhalb kurdischer Oppositionsgruppen eine neue Entwicklung ist, die es in dieser Form bisher nicht gegeben hat.
Die Ermordung eines IRGC Mitgliedes wird die Spannungen in den kurdischen Gebieten des Irans, weiter anheizen. Das iranische Regime wird Maßnahmen ergreifen müssen, um die Opposition zu bekämpfen. Es droht eine weitere Eskalation.

Yezidische Gemeinde bekommt ersten Tempel in Deutschland

Der Tempel ist dem heiligen Grab von Sheikh Adi in Lalesh nachempfunden, das als der heiligste Ort für die Eziden gilt. Dieser soll nun in Augsburg nachgebaut werden.

Die Yezidische Gemeinde in Deutschland bekommt ihren ersten religiösen Tempel und Friedhof in der Stadt Augsburg, bestätigten lokale deutsche Medien letzte Woche. Der Tempel ist dem heiligen Grab von Sheikh Adi in Lalesh nachempfunden, der als der heiligste Ort für die Eziden gilt. Neben dem Tempel befindet sich auf dem Nordfriedhof in Augsburg eine Grabstätte für die kurdische religiöse Minderheit.

Reiner Erben, der für den Friedhof verantwortlich ist, teilte der Augsburger Allgemeinen bei der Einweihungsfeier mit, dass die Eziden um einen Platz auf dem Friedhof gebeten hätten, um den Tempel auf eigene Kosten zu bauen. Er sagte, die Stadt möchte, dass die Eziden sich wohl fühlen. Die Umsetzung sollte 2016 erfolgen, hat sich jedoch durch die Bürokratie bis jetzt rausgezogen.

Es gibt schätzungsweise über 40.000 Eziden die in Deutschland leben. Viele kamen, nachdem der sogenannte Islamische Staat im August 2014 einen Völkermord an die religiöse Minderheit begangen hatte. Die Entstehung des Islamischen Staates und sein gewaltsamer Angriff auf Shingal im Jahr 2014 führten zur Vertreibung von Hunderttausenden. Da Shingal wie viele andere kurdische Provinzen im Irak nicht zur Autonomen Region Kurdistan gehört, blieb die Sicherheit der Provinz auf irakische Verantwortung. Mit Dem Angriff des IS flohen die meisten Eziden in die Region Kurdistan, während andere in die Nachbarländer der Region oder in westliche Staaten übersiedelten. Andere blieben im Kriegsgebiet, wo sie jahrelang Gräueltaten und Massenexekutionen durch die extremistische Gruppe erlebten.
Die terroristische Organisation unterwarf Frauen und Mädchen der sexuellen Sklaverei, entführte Kinder, zwang zu religiösen Bekehrungen, führte dutzende von Männern hin und misshandelten, verkauften und handelten Frauen in Gebieten, die sie im Irak und in Syrien kontrollierten. Bisher wurden 69 Massengräber ausgegraben, in denen sich die Überreste von Ezidis befinden, sowie unzählige Einzelgräber.

Vor dem Genozid von 2014 gab es in der Region Kurdistan und im Irak rund 550.000 Eziden. Als der IS große Gebiete in der Provinz Ninive eroberte, flohen 360.000 Eziden und fanden anderswo Zuflucht. Dies bestätigte das Yezidi Rescue Team.

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