Telefonat zwischen Steinmeier und Erdogan

Ankara - Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und sein türkischer Kollege Recep Tayyip Erdogan sollen über eine Normalisierung der Beziehungen beider Länder gesprochen haben, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters.



In einem Telefonat am Mittwoch seien sich beide über die Notwendigkeit einig gewesen, hieß es aus Kreisen des türkischen Präsidialamtes. Beide Seiten wollten gemeinsame Schritte unternehmen, um das Verhältnis zu verbessern. Genaue Angaben zu einem genaueren Vorgehen wurden bisher nicht bekannt.

Die Beziehungen zwischen Deutschland und der Türkei sind angespannt. Die Bundesregierung wirft den türkischen Behörden unter anderem vor, deutsche Bürger aus politischen Gründen inhaftiert zu haben. Unter ihnen ist der bereits Mitte Februar festgenommene „Welt“-Korrespondent Deniz Yücel. Die Regierung in Ankara bemängelt ein angeblich unzureichendes Vorgehen gegen die kurdische PKK.

Erdogan habe zudem seinen deutschen Kollegen über den Syrien-Gipfel im russischen Sotschi informiert, hieß es in den Kreisen in Ankara. Dort hatten am 22. November der russische Präsident Wladimir Putin, der iranische Präsident Hassan Ruhani und Erdogan über eine Lösung des Syrien-Konfliktes beraten.





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EILMELDUNG: Russische Helikopter nach FSA Angriff abgestürzt



Aleppo - Wie die kurdische Nachrichtenagentur ANHA unter Berufung auf militärische Quellen berichtet, sollen drei russische Helikopter in der Region um Nord Aleppo von Türkei nahen FSA Kämpfern abgeschossen worden sein.

Dem Bericht zufolge, wurden die Helikopter angegriffen, als diese wieder in ihre Militärbasis in die Afrin Region fliegen wollten, zuvor waren Sie im Luftraum der syrischen Provinz Idlib aktiv.

Weiter wird berichtet, dass der Angriff viele Opfer gefordert hat, so ist von toten und verletzten russischen Soldaten die Rede, darunter soll auch ein ranghoher russischer Offizier sein.

Ob es wirkich ein Abschuss durch Türkei nahe FSA Kämpfer war oder die Abstürze andere Gründe hatten, lässt sich derzeit nicht sagen. Fakt ist jedoch, dass es trotz sogenannten "Deeskalationszonen" immer wieder zu Kämpfen zwischen syrischen Soldaten und FSA Kämpfern in der Provinz Idlib gekommen ist.



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Putin: Beginn einer neuen Phase in Syrien ; Und die Rolle der Kurden

Es sei eine neue Phase für eine politische Lösung der Syrien-Krise erreicht worden, sagte der russische Präsident Wladimir Putin bei einem Treffen mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan und dem iranischen Staatsführer Hassan Rohani.





Die drei Staatsführer waren am Mittwochmittag für ein Gipfeltreffen zusammengekommen, um die Lage in Syrien zu bereden. Kremlchef Putin empfing seine Kollegen im Schwarzmeerort Sotschi.

Putin forderte alle beteiligten Parteien auf Kompromisse in Syrien einzugehen. „Ich zähle auf die Tatsache, dass Russland, der Iran und die Türkei alles daran setzen werden, diese Arbeit so produktiv wie möglich zu gestalten". Zudem lobte Putin die Sonderrolle, die Erdoğan und Rohani bei den Syrien-Gesprächen in Astana gespielt hätten.





Für Verwunderung sorgte ebenfalls ein Telefonat zwischen dem Amerikanischen Präsidenten Trump und Erdogan. Laut türkischen Reigeurngskreisen zufolge soll Trump der Türkei zugesichert haben, die Waffenlieferungen für die kurdische YPG einzustellen.

Die YPG ihrerseits kontrolliert weite Teile in Nordsyrien und ist zu einer militärisch ernstzunehmenden Kraft geworden, daher bleibt abzuwarten wie sich die Rolle der Kurden in Syrien entwickeln wird. Einfach ignorieren, kann man Sie in jedem Fall nicht. Erst kürzlich hatte die YPG mithilfe der USA die letzte IS-Hochburg in Syrien, Rakka, vom IS befreit.



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EILMELDUNG: 10 Tote türkische Soldaten in Sirnak

Sirnak - Wie die HPG auf ihrem offiziellen Presseportal berichtet, sind nach heftigen Kämpfen in der Sirnak Region 10 türkische Soldaten getötet worden.

Dem Bericht zufolge haben HPG Kämpfer zwei getrennte Operationen begonnen, als die türkische Armee das Gebiet bombardierte. Nachdem es in der Region um Sirnak in den letzten Monaten eher ruhig zuging, ist der Konflikt seit Tagen neu entflammt. Wie die HPG weiter berichtet, sind bei den türkischen Bombardements in Sirnak bislang keine HPG Kämpfer getötet worden.



Tote und Verletzte: Blutige Kämpfe in Diyarbakir

Diyarbakir - Wie türkische und kurdische Medien übereinstimmend berichten, ist es in den Außenbezirken von der Kurdenmetropole zu heftigen Kämpfen zwischen der PKK und türkischen Soldaten gekommen.



Bereits gestern haben wir von den Kämpfen berichtet, doch jetzt hat das türkische Gouverneursamt erste Zahlen veröffentlicht. So sollen dem Bericht zufolge 14 HPG Kämpfer getötet worden sein, zwei weitere wurden demnach festgenommen.

Das die Zahlen von den türkischen Behörden natürlich überzogen sind, brauchen wir an dieser Stelle nicht zu erwähnen. Die HPG ihrerseits hat sich noch nicht zu den Kämpfen in Diyarbakir geäußert.



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Dersim Brennt : Türkische Soldaten legen Feuer in Dersim

Dersim - Türkische Soldaten haben eine Operation in den ländlichen Gebieten des Dorfes Karaçavuş (Zankirek) in Dersims Hozat-Distrikt gestartet und legten in den Kinzir-Wäldern Feuer, das berichtet die kurdische Nachrichtenagentur ANF unter Berufung auf Augenzeugenberichten und zugespielten Aufnahmen.



Bereits in der Vergangenheit haben türkische Soldaten in der Region Waldbrände ausgelöst, um so aus ihrer Sicht besser gegen HPG Kämpfer vorgehen zu können. Berichten zufolge sollen Einheimische in den Dörfern daran gehindert worden sein selber gegen die Brände vorzugehen, viele haben nun Angst davor, dass sich die Brände auf ihre Häuser ausbreiten könnten.

Insgesamt 30 Gebiete im Stadtteil Dersim und in den Bezirken Ovacik, Pülümür, Hozat und Nazimiye wurden vor zwei Tagen vom Gouvernement Tunceli zu "Sonderzonen" erklärt. In dieser Region will die türkische Regierung jetzt gegen die PKK vorgehen.



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Erdogan: IS und YPG von derselben Macht geschaffen

Ankara - Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan verurteilte die westlichen Mächte für ihre Unterstützung der Demokratischen Kräfte Syriens (SDF), da diese hauptsächlich aus der kurdischen YPG bestehen.



Bei seiner Rede im Rahmen eines Treffens mit den Provinz-Vorsitzenden der AKP bekräftigte Erdoğan, dass die Türkei keine terroristische Gruppen unterstützen werde. Er beschuldigte die USA des Wortbruchs in Hinblick auf die Unterstützung für die YPG. Zudem drohte er erneut mit einem Angriff auf die Kurden-Enklave Afrin.

Erdogan:„Die syrische Stadt Afrin ist für die Türkei sehr wichtig und wir müssen die PYD-Terroristen aus der Region beseitigen."


Weiter sagte Erdogan dass die gleichen "Mächte" sowohl hinter dem IS und auch der YPG stehen. Diese haben nach Ansicht von Erdogan auch die KRG ermutigt das Unabhängigkeitsreferendum durchzuführen.

So sagte Erdogan wörtlich : „Der IS ist eine Gruppe, bewaffnet von denen, die nun behaupten, gegen diese Terrororganisation zu kämpfen, wer auch immer die skrupellose Terrororganisation geschaffen hat, hat auch die PYD geschaffen. Dieselben Kräfte ermutigten die Autonome Region Kurdistan (KRG) im Nordirak ihre Unabhängigkeit zu erklären."

EILMELDUNG: Heftige Kämpfe zwischen HPG und Türkischer Armee in Diyarbakir

Diyarbakir - In der überwiegend von Kurden bewohnten Metropole Diyarbakir (krd. Amed) ist es heute zu heftigen Kämpfen zwischen der kurdischen Arbeiterpartei PKK und der türkischen Armee gekommen.



Die Kämpfe sollen sich verschiedenen Berichten zufolge in den Außenbezirken der Stadt abgespielt haben.

Wie türkische Medien berichten, wurde ein PKK Kämpfer getötet ein weiterer soll festgenommen worden sein. Die Angaben der türkischen Medien lassen sich jedoch nicht unabhängig verifizieren, da die Zahlen in der Vergangenheit oft geschönt wurden. Von der PKK gibt es bislang kein offizielles Statement zu den Kämpfen.

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