Razzia bei Rockergruppe Osmanen Germania

Ermittler in NRW, Hessen und Baden-Württemberg durchsuchen Räume des Vereins Osmanen Germania. Weil die Rockergruppe als gefährlich gilt, setzt die Polizei auch Spezialkräfte ein.



In mehreren Städten in Nordrhein-Westfalen und zwei anderen Bundesländern hat es am Morgen Razzien in Vereinsräumen der Rockergruppe Osmanen Germania gegeben. Unter der Führung des Polizeipräsidiums Essen würden insgesamt 41 Objekte durchsucht, teilten die Ermittler mit. Dabei setze die Polizei teilweise auch Spezialkräfte ein, weil die betroffenen Rocker als gefährlich eingeschätzt würden.



Die Durchsuchungen sollen den Angaben zufolge der Aufklärung von Vereinsstrukturen und -aktivitäten dienen. Um die Durchsetzung eines Vereinsverbots gehe es nicht. Die Razzien finden unter anderem in Essen, Duisburg, Köln, Bottrop, Gelsenkirchen, Bochum und Wuppertal statt. Auch in Hessen und Baden-Württemberg würden Objekte durchsucht, hieß es.

Die Rockergruppe Osmanen Germania steht nach Einschätzung des nordrhein-westfälischen Innenministeriums in Verbindung zur türkischen Regierungspartei AKP und zum Umfeld des Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan. Die Gruppierung vertrete türkisch-nationalistische und rechtsextremistische Positionen.



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