Iranische Revolutionsgarde - Erste staatliche Terrororganisation

Der Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika, Donald Trump, hat am Montag den 09.04.2019 bekannt gegeben die IRGC (Islamic Revolutionary Guard Corps = Iranische Revolutionsgarde) als terroristische Organisation einstufen lassen zu wollen.

„Dieser beispiellose Schritt betont, dass der Iran nicht nur der Sponsor des Terrorismus ist, sondern auch aktiv am Terrorismus teilnimmt, ihn verbreitet, finanziert und ihn aktiv fördert.“, so Trump in seinem Statement.

„Diese Aktion sendet ein klares Signal an Teheran und seiner Unterstützung des Terrorismus. Die Unterstützung des Irans an den Terrorismus hat ernste Konsequenzen.“ fügte Trump hinzu.

Die IRGC wird offiziell bereits von Saudi Arabien und Bahrain als Terrororganisation eingestuft. Die USA hat die IRGC noch nicht als Terrororganisation eingestuft, wird dies aber in naher Zukunft auch prüfen und durchsetzen.

Der Iran reagierte auf dieses Statement mit der sofortigen Einstufung der USA und des US-Militärs als Terror-Organisation.

Das US Militär berichtet es gäbe für das Militär keinen Grund zur Besorgnis, sowohl die Alarmstufe als auch die Einsatzregeln bleiben unverändert.

Die Einstufung des IRGC als Terror-Organisation ist Teil der US-Strategie, um den Iran regional zu schwächen. Mit der Einstufung der IRGC als Terror-Organisation kann die USA Konzerne und Staaten sanktionieren, welche die IRGC und den Iran mit Waffen und Munition beliefern.

Mit diesem Schritt möchte man auch der iranische Präsenz im Irak entgegensteuern.

Der Irak wird momentan stark vom Iran aus, über die Anführer der Hashd al Shaabi, beeinflusst.

Die IRGC wurde 1979 nach der iranischen Revolution von Khomeini ins Leben gerufen. Grund für die Etablierung der Revolutionsgarden war es, alle widersprechenden Stimmen im Land zu vernichten.

Seit der Etablierung 1979 führt die IRGC gezielt Attentate auf politische Gegner im Iran und auch außerhalb des Irans aus. So auch Attentate in Deutschland und Österreich auf kurdische Politiker und Aktivisten. Ebenso betroffen sind auch baluchische Politiker.

In Südkurdistan sind Anschläge durch die IRGC keine Seltenheit. Oppositionsführer die in Südkurdistan Asyl bekommen haben, müssen jeden Tag mit Attentaten rechnen und können sich nur mit Personenschutz bewegen.

Der jüngste (Öffentlich bekannte) Anschlag der IRGC in Südkurdistan geschah im September 2018. Der Iran ließ Raketen auf eine Basis der PDKI nahe Koya (Östlich von Hewler/Erbil) abfeuern, es starben dabei mindestens 15 Menschen und eine unbekannte Anzahl von Menschen wurde schwer verletzt.
Subscribe to this RSS feed