Brände in Ninive - Menschenrechtskommission appelliert an Bagdad

Über die letzten 11 Monate wurde der Irak stärker von solchen Feld- und Erntebrände erschüttert. Bildquelle: Archive Über die letzten 11 Monate wurde der Irak stärker von solchen Feld- und Erntebrände erschüttert.
Die Unabhängige Hohe Kommission für Menschenrechte im Irak hat am Dienstag Bagdad dringend aufgefordert zu handeln und Brände in der Provinz Ninive zu bekämpfen. Derzeit zerstören massive Brände die landwirtschaftlichen Felder und Ernten von Bauern und Landarbeitern.

Ali Abdelkarim Mezer, der stellvertretende Leiter der irakischen Menschenrechtskommission, forderte die irakische Bundesregierung auf, schnell zu handeln und „die Brände einzudämmen.“
"Das Feuer begann am Dienstagmorgen und breitete sich schnell aus.", erklärte Mezer der Presse und unterstreicht, dass es nicht genügend Feuerwehrautos in der Provinz gibt, um die Flammen zu kontrollieren. Laut dem stellvertretenden Leiter hatte die Menschenrechtskommission zuvor die Regierung aufgefordert, Maßnahmen zu ergreifen. Sie warnte davor, dass die Brände auf den Farmen die Nahrungsmittelversorgung im Irak und die Existenzgrundlage der Bauern beeinträchtigen würden, da sie ihre Haupteinnahmequelle darstellen. Er merkte jedoch an, dass die Regierung auf ihre Appelle noch nicht reagiert habe.

Mezer forderte Bagdad auf, die zuständigen Behörden, einschließlich zusätzlicher Feuerwehrfahrzeuge und Zivilschutz-Teams, zu entsenden, um zu verhindern, dass sich weitere Brandereignisse ausbreiten und kritische Infrastrukturen wie Wasserversorgung und Stromleitungen in der Region beschädigen.

Lokale Quellen berichteten den Medien, dass die Brände am Dienstagmorgen in den Distrikten Shingal, Gayara und Haazer begannen, bevor sie sich in Richtung syrischer Grenze ausbreiteten. Der erste Brand wurde im Um-Amer-Dorf in Shingal gemeldet, als die Flammen ein Haus verbrannten.
Zivilschutz-Teams in Ninive konnten Brände in zwei Gebieten eindämmen und hatten die Gouvernorate von Hewler (Erbil) und Duhok in der Autonomen Region Kurdistan aufgefordert, in Bereitschaft zu sein.

In den letzten Monaten haben die Erntebrände in den vom sogenannten Islamischen Staat befreiten Gebieten erheblich zugenommen. Aufgrund der erheblichen Sicherheitslücken in den umstrittenen Gebieten zwischen der Autonomen Region Kurdistan und der irakischen Bundesregierung, haben die Landwirte viel verloren.