Syrien und Russland intensivieren die Aktivitäten in Idlib

Transporter und Busse des syrischen Regimes zur Verlegung der Truppen an den Grenzregionen. Quelle: Unbekannt Transporter und Busse des syrischen Regimes zur Verlegung der Truppen an den Grenzregionen.
Das syrische Regime und deren Hauptbündnispartner Russland erhöhen ihre Aktivitäten in der Hama und Idlib Region. Die Ziele der Operationen befinden sich in der “Entmilitarisierten Zone” die von Moskau und Ankara erstellt wurden und zu einem Pausieren der Kampfhandlungen führen sollte.

Die Operationen konzentrieren sich auf den Norden von Hama und die südlichen Regionen von Idlib. Aufgrund der Operationen sind Tausende Einwohner in die nähe der türkischen Grenze geflüchtet. Allerdings wurden viele Menschen gefangen genommen und gefoltert worden. Berichten zufolge soll es auch zum Einsatz von Fassbomben gekommen sein. Diverse Quellen behaupten, dass mindestens 15 Zivilisten an Bombenverletzungen starben und Dutzende verletzt wurden.

Der auf militärischen Quellen basierende Bericht des syrischen Staatsfernsehens erklärt, dass die verschiedenen Bandengruppen in der Region für die Auseinandersetzungen verantwortlich sind. Die Gegenangriffe seitens der Armee widmet sich laut des Staatsfernsehens gegen die „terroristischen Gruppen von Ham“.

Die Region Idlib wird von der von Ankara unterstützten Bandenkoalition Hayat Tahrir Al Sham (HTS - ehemals Al Nusra) kontrolliert. Die Banden gaben eine Erklärung heraus und behaupteten, sie hätten mehrere Ziele des syrischen Regimes getroffen und mindestens 4 russische Soldaten getötet.

Mit diesen Angriffen spitzt sich die Lage weiter zu. Experten gehen davon aus das die Situation eskalieren könnte und bald ein großer Krieg zwischen beiden Parteien bevorsteht. Bei einem Angriff würden sich der NATO-Partner Türkei und Russland gegenüberstehen. Ob dies Konsequenzen mit sich ziehen wird und ob die NATO eingreifen wird, bleibt offen.