Efrîn: Türkischer Soldat getötet und drei weitere verletzt

Bei Aktionen der Befreiungskräfte Efrîns wurden in der nordsyrischen Kantonshauptstadt Efrîn drei türkische Soldaten verletzt und ein Soldat getötet.

Die Widerstandsgruppe „Befreiungskräfte Efrîns” (Hêzên Rizgariya Efrînê, HRE) geben bekannt, dass bei einer Aktion im Gebiet von Efrîn und der Şêrawa-Ebene ein türkischer Besatzungssoldat getötet und drei weitere schwer verletzt wurden. In der veröffentlichten Erklärung heißt es: „Unsere Aktionen gegen die türkischen Besatzungstruppen und die von ihnen kontrollierten terroristischen Gruppen in Efrîn und Umgebung, werden kontinuierlich mit voller Härte fortgeführt. Unsere Kräfte haben eine Aktion gegen eine türkische Militärbasis im Dorf Cilbir im Kreis Şêrawa durchgeführt. Dabei wurde ein türkischer Soldat getötet und drei weitere verletzt. Des Weiteren wurden Salven auf die eintreffende Verstärkung abgefeuert, sodass diese sich wieder zurückziehen mussten.“



Türkische Besatzung fordert 100.000 US-Dollar und exekutiert Geisel in Efrin

In Efrin hat die Freie Syrische Armee zwei Männer und ein Kind entführt, als diese in der Stadt Izzaz waren im Norden von Aleppo. Die entführten Männer heißen Sharaf al-Din Siddo und Rashid Hamid Khalil, der Name des Kindes ist unbekannt. Über das Kind ist nur bekannt, dass er unter einer geistigen Behinderung leidet.

Ein Screenshot zeigt die Konversation zwischen der türkischen Besatzung und der Familie der entführten. Laut der türkischen Besatzung sei Sharaf al-Din Siddo ein Mitglied der Arbeiterpartei Kurdistans, dass für die türkische Besatzung die Legitimation für die Entführung zweier Männer und eines Kindes mit geistiger Behinderung darstellt.

Die türkische Besatzung verlangt von der Familie eine Summe von 100.000 US Dollar für die Freilassung der Geiseln. Diese Summe ist für den Großteil der Bevölkerung in Efrin nicht realisierbar. Die Türkei hat in ihrem Angriffskrieg gegen Efrin die Häuser der Bevölkerung geplündert und viele Grundstücke/Äcker wurden Zwangsenteignet.

Als die Familie der Entführten klarstellte, dass sie nicht in der Lage sind das Geld aufzutreiben, wurde ihnen ein Video zugespielt welches zeigt wie Sharaf al-Din Siddo gefoltert wird. In dem Video ist zu sehen wie er unter enormen Schmerzen seine Familie anbettelt, alles an Eigentum und Grundstücken zu verkaufen um das Geld aufzutreiben.

Einige Tage später, nachdem die Familie nicht weiter mit den Entführern kooperierte, wurde die Leiche des zweiten Mannes, Rashid Hamid Khalil, an einer Straße gefunden. Sein Körper ist laut Aussage der Familie übersät mit Spuren der Folter.

Die Situation der beiden anderen Geiseln ist ungewiss.
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