Kurdisches Parlament untersucht Arabisierung in den umstrittenen Gebieten

Das Komitee für Umstrittene Gebiete des kurdischen Parlaments in der Autonomen Region Kurdistan hat angefangen, Beschwerden über eine mögliche Arabisierung in den Gegenden und Gebieten in den umstrittenen Bereichen im Irak zu untersuchen. Kurdische Einwohner beschweren sich über anhaltende unfaire Behandlung von irakischen Behörden und der Bevorzugung von Arabern. Die Beweise wurde von den Betroffenen und dem Komitee gesammelt und gut dokumentiert.

"Es war die Entscheidung des kurdischen Parlaments mehrere Komiteen einzurichten, um die umstrittenen Gebiete zu besuchen und die jüngsten Vorfälle, wie die Erntebrände und die Versuche der Arabisierung in Dörfern mit kurdischer Bevölkerung, zu untersuchen.", erklärt Komiteemitglied Liza Falakadin der Presse.
"Bei unserem ersten Besuch kamen wir zum Büro des Vertreters des kurdischen Parlaments in Kirkuk, um uns mit den Menschen zu treffen und die Fakten zu sammeln.", fuhr Falakadin fort. „Nach dem Treffen werden wir unsere Ergebnisse dem Parlament vorlegen. Diese werden anschließend dem irakischen Parlament, den Vereinten Nationen und der internationalen Gemeinschaft vorgelegt, damit die richtigen Maßnahmen ergriffen werden können.“

Der stellvertretende Sprecher des irakischen Parlaments, Bashir Haddad, sagte in einer Pressekonferenz: „In Bagdad wurde ein Rat für die umstrittenen Gebiete mit Vertretern der Vereinten Nationen eingerichtet und wir erwarten, dass die Probleme in den kurdischen Gebieten in naher Zukunft angegangen werden.” Haddad fügte hinzu: "Die Lösung für Sicherheitslücken in den umstrittenen Gebieten, ist eine solide Koordinierung zwischen den Streitkräften der Peschmerga und den irakischen Sicherheitskräften."

Die irakischen Streitkräfte sind seit Oktober für Kirkuk und andere umstrittene Gebiete verantwortlich, als sie und die shiitischen Milizen der Hashd al-Shabi die Peshmerga vertrieben haben.
Seitdem haben sich kurdische Einwohner umstrittener Gebiete mehrfach in verschiedenen Gegenden darüber beschwert, dass sie von Arabern unter Druck gesetzt wurden und teils sogar ihre Häuser verlassen mussten.

Türkei weitet Militäraktionen in Südkurdistan aus - Drei Peshmerga unter Beschuss

Am Morgen des Mittwoches des 05.06.2019 (05.30 Uhr lokale Zeit) flogen türkische Flugzeuge Luftangriffe auf Dörfer nördlich der Hauptstadt Hewlêr (Erbil) der Autonomen Region Kurdistan.

Die türkischen Flugzeuge nahmen eine Hütte und weitere Infrastruktur einer Farm unter Beschuss, die den dort stationierten Peshmerga gehörte. Das daraus resultierende Feuer, begann die gesamte Plantage zu zerstören und breitete sich in kurzer Zeit auf das Gebäude aus, indem die gesamte Ernte gelagert war.
Die drei Peshmerga vor Ort haben sofort mit den Löscharbeiten begonnen, um die Ernte zu retten. Nur wenige Minuten später, als die Löscharbeiten noch im vollen Gange waren, flogen die türkischen Flugzeuge wieder an und nahmen die drei Peshmerga unter Beschus. Es schlugen weitere Bomben ein und die drei Peshmerga wurden schwer verletzt. Experten gehen davon aus, dass die türkischen Flugzeuge bzw. der Leiter dieser Operation, diesen Angriff genauestens geplant und bewusst im ersten Schritt Brände entfachen lassen hat, um im zweiten Schritt gezielt die lokalen Einwohner anzugreifen, die versuchen den Brand zu löschen.
Bei den dort stationierten Peshmerga handelt es sich um zwei Brüder und deren Cousin. Die genauen Verletzungen der Peshmerga sind momentan noch unklar, es wurde aber bestätigt, dass ein Peshmerga sein Bein verloren hat.

Die erneute türkische Aggression ist Teil der Operation „Kralle“ die am 27.05.2019 von der türkischen Armee gestartet wurde. Ziel dieser Operation ist es, einige Gebiete in der Region Xakurke von den Kämpfern der PKK zu „Befreien“.

Die Operation Kralle hat in den sozialen Medien, nur wenige Stunden nach der Ankündigung, enormen Spott geerntet, als die türkische Armee über die staatlichen Medienorgane, Videos der Operation veröffentlichte. Die veröffentlichten Aufnahmen zeigen keine türkischen Truppen oder ihre Ausrüstung, stattdessen hat die Türkei Aufnahmen aus dem Videospiel „Arma 3“ und „Medal of Honor“ als reale Aufnahmen der türkischen Armee verwendet.
Dieser Schwindel flog nur wenige Minuten nach der Veröffentlichung auf.

Die türkische Armee hat diesem Debakel kurz danach noch einmal drauf gesetzt als sie die Details der Operation veröffentlichten. Die von den türkischen Aktivisten angepriesene Operation Kralle, welche nach ihnen in einer groß angelegten „Luft-Lande Operation von Kommando Spezialeinheiten im gesamten Gebirge von Südkurdistan“ das ende des Widerstandes einläuten sollte, entpuppte sich als reine Propaganda. Tatsächlich hat die Türkei nur eine Handvoll Teams per Helikopter an Gebirgsspitzen ausgeladen und das in Gebieten in denen die PKK nicht aktiv ist.
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