Türkische Jets zerstören Straßen und Tankstellen in der Region Kurdistan

  • Written by Bryiar
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Der Beschuss der türkischen Jets lässt Trümmer und zerstörte Autos zurück. Bildquelle: Rojava News Der Beschuss der türkischen Jets lässt Trümmer und zerstörte Autos zurück.
Die Türkei hat wieder angefangen, massive Angriffe gegen Ziele der Arbeiterpartei (PK*) vorzunehmen. Mit der neuen Operation „Die Kralle“ wollen die türkischen Truppen noch weiter in das Gebiet eindringen, um die PK* auszulöschen. Die Ziele der Luftschläge am Donnerstag lagen zwischen Duhok und Amedi. Durch die Luftschläge sind mehrere Straßen, darunter auch wichtige Hauptstraßen zu Schaden gekommen. Berichten nach wurden einige Stellen der Hauptstraße komplett zerstört.

Auch wurde eine Tankstelle, sowie eine Pipeline eines Wasserprojekt von den Kampfjets der türkischen Armee getroffen. Die Folgen der Luftschläge sind allerdings sehr gering ausgefallen. Es gab laut Berichten nur einen leichtverletzten Zivilisten.
Die Bewohner der Gebiete in denen die Türkei ihre Operationen durchführt erklären, dass sie unter diesen Bedingungen nicht Leben können. "Wir können so nicht weiterleben, weil wir ständig Angst haben, von den Raketenschlägen oder den bewaffneten Konflikten getroffen zu werden.", fügte ein Bewohner und Zeuge des letzten Angriffs auf die Tankstelle hinzu. "Wenn diese Angriffe weitergehen, werden wir gezwungen sein, unser Dorf im Amedi-Distrikt zu räumen.", erklärt er weiter.

Die Bewohner der Grenzdörfer forderten die zuständigen Behörden auf, einzugreifen und die Nutzung ihrer Gebiete als Schlachtfeld für den anhaltenden Konflikt zwischen der PK* und der Türkei einzustellen.
In den 1980ern gründete sich die Freiheitsbewegung PK*, um für die Rechte kurdischer Bürger zu kämpfen, die zu der Zeit der Willkür der türkischen Regierung ausgeliefert war. Rund 40.000 Menschen sind seit dem Konflikt ums Leben gekommen. Nach der Verhaftung des Führers der Arbeiterpartei, kam es zu einem Waffenstillstand, der 2015 einseitig durch die türkische Regierung (Erdogan und der AKP) aufgebrochen wurde. Seitdem gibt es wieder Gefechte zwischen der PK* und der Türkei.

Die Türkei hat kürzlich die militärischen Aktionen gegen PK*-Kämpfer in der Region Kurdistan verstärkt. Es wird berichtet, dass vermehrt Außen- und Kontrollposten von den Türken in der Region Kurdistan gebaut werden. In einigen Gebieten sind türkische Truppen bis zu 20 Kilometer tief in die Region vorgedrungen, um kurdische PK*-Kämpfer anzugreifen. Darüber hinaus führt der Beschuss von türkischen Jets gelegentlich zum Tod von Zivilisten, die nicht mit der PK* verbunden sind.
Last modified onFreitag, 14 Juni 2019 10:06