Parteiführer erpresst Abgeordnete nach Kritik an seiner Führung

Jugendliche Parteisupporter auf einer Veranstaltung vor den Wahlen. Quelle: AFP/Shwan Mohammed Jugendliche Parteisupporter auf einer Veranstaltung vor den Wahlen.
In Südkurdistan (Autonome Region Kurdistan – Irak) erpresst der Parteiführer Shaswar Abdulwahid eine Abgeordnete des Parlamentes aus der selben Partei.

Die Parteiführung der „New Generation“ Partei, Shaswar Abdulwahid, wird momentan von den eigenen Parteimitglieder scharf kritisiert. Anlass für die Kritik ist der Führungsstil der Partei, welche private Geschäfte der Familie Abdulwahid (Familie des Gründers der Partei) mit Hilfe der Partei vorantreibt. Die Abgeordneten der Partei sollen auch massiv eingeschränkt sein in ihrer Entscheidungskraft. Demnach werden alle Entscheidungen der Partei ausschließlich von Shaswar Abdulwahid und seiner Familie getroffen.

Nachdem drei Abgeordnete der Partei Shaswar Abdulwahid und seine Führung kritisierten, schloss sich auch die kurdische Abgeordnete Shadi Nazwad öffentlich den Kritikern an.
Nach der Veröffentlichung ihrer Kritik, bekam sie eine Nachricht von einer anonymen Nummer auf der steht „Warte nur auf die Veröffentlichung deiner Nacktbilder“. Im Anhang dieser Nachricht befand sich ein dreiminütiges Video indem ihr zensierter nackter Körper zu sehen ist.



Die Aufnahmen entstanden in einem Apartment des „Deutschen Dorfes“, eine Siedlung in Slemani. Die Apartments wurden von Shaswar Abdulwahid gekauft und werden den Parteimitgliedern als Unterkunft zur Verfügung gestellt.
Offenbar sind diese Apartments voll mit versteckten Kameras, welche Aufnahmen der Parteimitglieder machen um diese dann gegen Sie zu verwenden.

Die „New Generation“ Partei entstand 2018 als eine neue von der Jugend geführten Bewegung die, die momentane Regierung der Autonomen Region Kurdistan ablehnt. Die Regierung sei korrupt und sei nicht auf das Allgemeinwohl aus, heisst es nach eigenen Angaben. Momentan hat die Partei vier Sitze im Repräsentantenrat des Iraks und acht von insgesamt 111 Sitzen im Kurdischen Parlament in Hewler (Erbil).
Die Partei ist besonders bei Jugendlichen beliebt, die in der Partei einen Hoffnungsträger für einen Wandel der Politik, der Autonomen Region Kurdistan sehen.

„Diese Gang wenn Sie schon so mit den führenden Parteimitgliedern umgehen, wie gehen sie dann mit den jungen kurdischen Mädchen um, die Täglich die Parteizentralen besuchen?“ fragt Nawzad während der Pressekonferenz. Shadi Nazwad hat angekündigt juristische Schritte gegen Shaswar Abdulwahid einzuleiten

Die Parteiführung hat sich zu den Vorwürfen bislang nicht geäußert.

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