Israel: Netanjahu fordert Todesstrafe

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Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat die Todesstrafe für den palästinensischen Attentäter gefordert, der in einer Siedlung im besetzten Westjordanland drei Israelis erstochen hatte. "Es ist an der Zeit, in schweren Fällen die Todesstrafe für Terroristen anzuwenden", sagte Netanjahu im Gespräch mit Angehörigen der Opfer. In solch einem Fall sollte der Attentäter "hingerichtet werden".



Der 19-jährige Attentäter war in der vergangenen Woche in ein Haus in der Siedlung Neve Zuf nordwestlich von Ramallah eingedrungen. Er stach auf vier israelische Siedler ein und tötete drei von ihnen. Dann wurde er von einem Nachbarn angeschossen und schließlich festgenommen.

Der Täter tötete einen Großvater und dessen erwachsene Kinder, während die Familie die Geburt eines Enkelkindes feierte. Die Polizei veröffentlichte später Bilder, die einen blutverschmierten Tatort zeigen. Netanjahu verwies darauf, dass die Todesstrafe bereits im Gesetz verankert sei. Allerdings müssten die Richter sich einstimmig darauf einigen, sie anzuwenden. "Aber wenn Sie die Meinung der Regierung hören wollen und meine Meinung als Ministerpräsident: In einem solchen Fall – bei einem niederträchtigen Mörder wie diesem – sollte er hingerichtet werden." Der Täter solle einfach "nie wieder lächeln", sagte Netanjahu.

Bisher hat Israel nur in einem Fall die Todesstrafe angewandt: 1962 wurde der deutsche NS-Verbrecher Adolf Eichmann gehängt.
Quelle: Zeit,Reuters

Last modified onDonnerstag, 27 Juli 2017 21:34

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