Emine Erdogan - First Lady der Türkei erhält Humanitarian Award

Emine Erdogan wird die Auszeichnung verliehen. Quelle: Unbekannt/WHF Emine Erdogan wird die Auszeichnung verliehen.
Von Anonymer Autor

In London wurde am 17. April 2019 die „Changemaker“ Auszeichnung an Emine Erdogan verliehen. Die Auszeichnung wurde von der in London sitzenden Hilfsorganisation „World Humanitarian Forum“ (Kurz: WHF) verliehen. Die WHF soll nach Aussagen von Kritikern enge Beziehungen zur Muslimbruderschaft, Katar und der Türkei pflegen.
Die Führungsebene dieser Organisation besteht aus zwei Briten mit türkische Wurzeln und einem türkischen Staatsbürger, welcher in Großbritannien lebt. Ebenfalls bestandteil des Netzwerkes ist die Organisation „Aid and Trade“, welche die Veranstaltung mitorganisiert und finanziert hat.


Emine Erdogan ist die Frau von Recep Tayip Erdogan und die First Lady der Türkei. Es gibt keinerlei Aufzeichnungen von Hilfslieferungen oder ähnlichem die auf Emine Erdogans Initiative zurückzuführen sind. Es ist bereits die zweite Auszeichnung die verliehen wurde, ohne einen Anlass für die Vergabe vorweisen zu können. Der einzige nennenswerte Humanitäre Einsatz der First Lady der Türkei war in Rohingya, wo sie begleitet von unzähligen Sicherheitskräften ein Flüchtlingscamp besucht hat. Im Flüchtlingscamp sprach Emine Erdogan dann mit ausgewählten Frauen und verletzten Kindern, all das natürlich dokumentiert von mehreren Kamerateams.

Was als hilfsbereite und menschliche Geste erscheint, ist jedoch nur die scheinheilige Kalkulation für eine Verbesserung der Reputation. Kritiker sehen in dieser Auszeichnung eine reine Image Aufbesserung der Türkei und ihrer Führung. Es ist bereits die zweite Auszeichnung die Emine Erdogan innerhalb von 6 Monaten aus London bekommen hat. Es ist zu betonen das die Auszeichnungen ausschließlich von türkischen und/oder Türkei nahen Organisationen verliehen wurden. Es ist nicht auszuschließen das die Türkei die Verleihung selbst inszeniert hat, denn die Türkei zahlt hohe Geldsummen an islamische “Hilfsorganisationen” in ganz Europa. Durch die hohen Geldsummen erwirkt die Türkei enormen Einfluss auf die Organisationen und ihrer Führung drängt diese dazu, Auszeichnungen an die gewünschten Personen zu verleihen.
Die Türkei bemüht sich momentan mit allen Mitteln ihr Image aufzubessern und sich durch die opportunistische Herangehensweise an den Gaza-Konflikt, der Rohingya-Krise und der anhaltenden Krise in Somalia als „Retter“ der Islamischen und asiatischen-afrikanischen Welt zu manifestieren.

In ihrer Dankesrede bezeichnet die die First Lady die Türkei als „Großzügigste Nation der Welt“ und als „Größter Spender von Hilfsgütern auf der ganzen Welt“. Die Türkei und Frau Erdogan brüsten sich in ihrer Rede mit umgerechnet 2 Milliarden Euro, die als Entwicklungshilfe von 2010-2017 an afrikanische Länder geflossen sind. Zum Vergleich: Deutschland hat allein im Jahr 2016 22,07 Milliarden Euro als Entwicklungshilfe bereitgestellt.

Die von Emine Erdogan gehaltene Rede basierte vor allem auf Unwahrheiten und Propaganda. Sie behauptet beispielsweise „Wir haben jeden Flüchtling aus Syrien bedingungslos in unser Land gelassen“, dabei wurden laut Human Rights Watch seit Beginn des Syrien Konflikts hunderte Menschen an der türkischen Grenze durch türkische Soldaten gezielt getötet, darunter auch Kinder. Immer wieder kommt es zu Protesten von türkischen Nationalisten gegen die Flüchtlinge im Land, bei denen nicht selten die Geflüchteten von einem Mob gelyncht werden. Die Polizei schreitet in den meisten Fällen nicht einmal ein.
Die Grenzen der Türkei sind entgegen ihrer Aussage nicht „Willkommen heißend für alle“. Die Türkei lehnt kategorisch die Aufnahme von kurdischen Flüchtlingen ab und bemüht sich, die bereits geflohenen Kurden aus der Türkei nach Syrien abzuschieben.

In ihrer Rede behauptet Emine Erdogan, die türkische Außenpolitik hätte nur „Frieden und Stabilität“ gebracht. Dabei finanziert und unterstützt sie verschiedene jihadistisch-islamistische Gruppierungen in Syrien wie die FSA und es wurde sogar schon mehrfach bewiesen das die Türkei Beziehungen zum IS hielt und sowohl unterstützte, als auch finanzierte und Wirtschaftspolitische Bindungen mit dem IS hatte. Die Gruppierungen wie die FSA, die immer noch im Norden Syriens Verbrechen gegen die Menschlichkeit verüben, führen keineswegs zu mehr Stabilität und Frieden, sondern befeuern das Mass an Ungerechtigkeit gegen Kurden. Systematische Verfolgung und Tötung von Kurden geschieht derzeit in Efrin und Shebaregion. Derzeit erkennen wir in der türkischen Außenpolitik die gleichen Muster wieder, wie sie es damals mit der Annektierung von Hatay und Nordzypern taten. Die türkischen Soldaten haben in ihrer Invasion von Efrin nur Tod, Leid und einen Völkermord mit sich gebracht. Efrin leidet nun unter der Herrschaft der Türkei. Die Bevölkerung ist der Willkürlichkeit und dem Hass der türkischen Besatzung ausgeliefert. So stehen Vergewaltigungen, Zwangsprostitution und Entführungen auf der Tagesordnung.
Es ist anmaßend und dreist, angesichts all dem Leid das die türkische Außenpolitik gebracht hat, von einer Politik zu sprechen die „Frieden und Stabilität“ bringt.

Die First Lady der Türkei liest nur vor und tut entsprechend dem Frauenbild der AKP nur was ihr vorgelegt wird. Privat soll sie ein ganz anderer Mensch sein. Es wird Emine Erdogan nachgesagt sie sei Shopping süchtig. So soll sie täglich für Tausende Euros Designer Klamotten, Tee der pro Kilo mindestens 1.800 Euro kostet und Antiquitäten einkaufen.
Es wird berichtet, sie habe für den Präsidentenpalast persische Teppiche im Wert von 8 Millionen Euro gekauft haben. Emine Erdogan hat bereits in Belgien ein ganzes Einkaufszentrum sperren lassen um in ruhe mit ihren Stylisten Designer Klamotten einkaufen zu können. Zum Vergleich leben die Menschen in der Türkei von durchschnittlich 700 Euro im Monat und leiden an den immer weiter in die Höhe steigenden Lebensmittelpreisen. Fraglich ist auch, woher die die First Lady das Geld hat sich solche Luxusgüter zu leisten. Experten gehen davon aus das die Familie seit Jahren auf Staatskosten Private Einkäufe erledigt.

Eine First Lady welche zwei Gesichter hat: Sie soll islamische Werte wie Bescheidenheit und Geistlichkeit für die Öffentlichkeit repräsentieren, gleichzeitig ist ihr wahres Gesicht das Gegenteil von dem was sie Repräsentiert. Ihr islamisches Gesicht an die Öffentlichkeit ist getrübt von ihrer privaten Art, welche die Werte die die AKP vertritt nicht widerspiegelt.
Emine Erdogan tritt als First Lady der Türkei als AKP konformes Ideal der Frau auf. Schweigend, ruhig und gehorsam sind Attribute dieses Welt- und Frauenbildes. Als Teil dessen lobte sie 2016 den Harem, wodurch sie International Kritik erntete. Nach ihr sei der Harem der Platz gewesen in dem „Frauen auf ihr Leben vorbereitet wurden“ , Männern zu dienen, zu unterhalten und sie sexuell zu befriedigen ist nach ihrem Weltbild und dem der AKP die einzige Aufgabe einer Frau.

Emine Erdogans Rede und ihre Auszeichnung dienen einer kalkulierten Imageverbesserung der Türkei und des Staatspräsidenten. Die Türkei versucht auf internationaler Ebene mittels eigener Organisationen ihr Prestige zu schmücken, die vorgehaltenen Gründe für diese Verleihung und Auszeichnung sind von der Organisation selbst erfunden wurden.
Wertlos und Heuchlerisch auf allen Ebenen.

Leave a comment

Make sure you enter all the required information, indicated by an asterisk (*). HTML code is not allowed.